GLOBAL 2000 : KLIMASCHUTZFORDERUNG : Tempolimit jetzt!
Wien –Mit einer Pressekonferenz im Wiener Cafe Schottenring wurde gestern die Studie "Umweltentlastung durch Temporeduktion" vorgestellt. Die österreichische Umweltorganisation GLOBAL 2000 hatte Mag. Stefan Moidl mit dieser Studie beauftragt, die zu einem erstaunlich einfachen Schluss kommt : es gibt wohl keine effizientere zumutbare Sofortmaßnahme zur Verringerung von etwa 25% des Schadstoffausstoßes des Autoverkehrs, als die Herabsetzung des Tempolimits von 130 auf 110 Km/h auf der Autobahn und von 100 auf 80 Km/h auf der Landstraße. Der Anteil der schädlichen Emissionen des Straßenverkehrs in Österreich beträgt 1/4 der gesamten Treibhausgasemissionen, rund die Hälfte der Stickoxide und einen hohen Anteil des Feinstaubaufkommens. In Hinblick auf die Erreichung des in sehr weite Ferne gerückten Kyoto–Zieles wäre diese Maßnahme sehr sinnvoll, da mit ihr erstmals ein Absinken der CO2 Emissionen im Verkehrsbereich erzielt werden könnte. Außerdem ist diese Maßnahme nicht sonderlich aufwendig in der Umsetzung und daher zügig durchzuführen.
Bedenkt man, dass eine so unstimmige und letztlich ebenso kontraproduktive wie ungeliebte Verordnung wie, das in unseren Breiten, schwachsinnige "Licht am Tag" mir nichts dir nichts nach einer Einführungsphase landesweit durchgezogen wurde ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, so möchte man meinen, dass für eine so sinnvolle Maßnahme in der Bevölkerung viel Verständnis vorhanden sein müsste,
wenn sie entsprechend aufgeklärt wäre. Vor allem auch, wenn man weiß, dass Licht am Tag zu rund 1o% mehr an Spritverbrauch und natürlich auch zu entsprechend höheren Emissionen führt.
In der heutigen Zeit haben sich bereits zahlreiche Prioritäten kraft der aktuellen Klimaerwärmung gewandelt – scheinbar wird dies jedoch von den verantwortlichen Politikern noch nicht richtig wahrgenommen. Würde es in unserer Gesellschaft halbwegs ordentlich zugehen, dann käme dieses Ansinnen der Temporeduktion aus dem Umwelt– und/oder Verkehrsministerium und müsste nicht sozusagen "privat" oder, um ein langsam aber stetig in Mode kommendes Wort zu gebrauchen "zivilgesellschaftlich" von einer Umweltorganisation ins öffentliche Spiel gebracht werden. Bis auf die Ölkonzerne würden von dem Tempolimit alle Beteiligten profitieren : das Klima, die Umwelt, das Geldbörsel der Autofahrer, die Verkehrssicherheit, die Verkehrsflüssigkeit (weniger Unfälle = weniger Staus) und die menschliche Vernunft. Die Mineralölkonzerne würden rund 650 Mio. Liter Treibstoff weniger verkaufen. Eine Summe, die, einschließlich der Mineralölsteuer , wahrscheinlich groß genug ist um die Motivation der verantwortlichen Entscheidungsträger gegen null hin zu beugen. Nichts desto trotz ein verkehrspolitisch einwandfreier Vorschlag – lassen wir uns überraschen wie weit es etwas so Vernünftiges im 10. reichsten Land der Erde bringt. Und hoffen wir das Beste – oder am einfachsten beginnen wir mit dem Vernünftigen bei uns selbst und halten wir das geforderte Tempolimit freiwillig ein.
Auch der VCÖ unterstützt die Forderung von Global 2000 nach niedrigeren Tempolimits in Österreich. Der VCÖ betont, dass in allen EU–Ländern außer Deutschland das Tempolimit auf Freilandstraßen niedriger ist als in Österreich. Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen und niedrigere Tempolimits auf Autobahnen verringern den Spritverbrauch und die Schadstoffemissionen. Auch für die Verkehrssicherheit sind niedrigere Tempolimits sehr positiv.
Nähere Info unter www.GLOBAL 2000.at
und www.vcoe.at
Daniel Hackenberg für OEKONEWS
Bedenkt man, dass eine so unstimmige und letztlich ebenso kontraproduktive wie ungeliebte Verordnung wie, das in unseren Breiten, schwachsinnige "Licht am Tag" mir nichts dir nichts nach einer Einführungsphase landesweit durchgezogen wurde ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, so möchte man meinen, dass für eine so sinnvolle Maßnahme in der Bevölkerung viel Verständnis vorhanden sein müsste,
wenn sie entsprechend aufgeklärt wäre. Vor allem auch, wenn man weiß, dass Licht am Tag zu rund 1o% mehr an Spritverbrauch und natürlich auch zu entsprechend höheren Emissionen führt.
In der heutigen Zeit haben sich bereits zahlreiche Prioritäten kraft der aktuellen Klimaerwärmung gewandelt – scheinbar wird dies jedoch von den verantwortlichen Politikern noch nicht richtig wahrgenommen. Würde es in unserer Gesellschaft halbwegs ordentlich zugehen, dann käme dieses Ansinnen der Temporeduktion aus dem Umwelt– und/oder Verkehrsministerium und müsste nicht sozusagen "privat" oder, um ein langsam aber stetig in Mode kommendes Wort zu gebrauchen "zivilgesellschaftlich" von einer Umweltorganisation ins öffentliche Spiel gebracht werden. Bis auf die Ölkonzerne würden von dem Tempolimit alle Beteiligten profitieren : das Klima, die Umwelt, das Geldbörsel der Autofahrer, die Verkehrssicherheit, die Verkehrsflüssigkeit (weniger Unfälle = weniger Staus) und die menschliche Vernunft. Die Mineralölkonzerne würden rund 650 Mio. Liter Treibstoff weniger verkaufen. Eine Summe, die, einschließlich der Mineralölsteuer , wahrscheinlich groß genug ist um die Motivation der verantwortlichen Entscheidungsträger gegen null hin zu beugen. Nichts desto trotz ein verkehrspolitisch einwandfreier Vorschlag – lassen wir uns überraschen wie weit es etwas so Vernünftiges im 10. reichsten Land der Erde bringt. Und hoffen wir das Beste – oder am einfachsten beginnen wir mit dem Vernünftigen bei uns selbst und halten wir das geforderte Tempolimit freiwillig ein.
Auch der VCÖ unterstützt die Forderung von Global 2000 nach niedrigeren Tempolimits in Österreich. Der VCÖ betont, dass in allen EU–Ländern außer Deutschland das Tempolimit auf Freilandstraßen niedriger ist als in Österreich. Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen und niedrigere Tempolimits auf Autobahnen verringern den Spritverbrauch und die Schadstoffemissionen. Auch für die Verkehrssicherheit sind niedrigere Tempolimits sehr positiv.
Nähere Info unter www.GLOBAL 2000.at
und www.vcoe.at
Daniel Hackenberg für OEKONEWS