GLOBAL 2000: Klimaschutz muss beim Verkehr ansetzen!
Anlässlich der Welt–Klimakonferenz in Nairobi erinnert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, dass erfolgreicher Klimaschutz beim Verkehrssektor ansetzen muss. Dieser ist nämlich jener Sektor in Österreich mit den größten CO2–Emissionen und gleichzeitig mit den höchsten Wachstumsraten. Hier sind kurzfristig auch die größten Einsparungen zu erzielen. "Zwischen 1990 und 2004 sind in Österreich die Treibhausgas–Emissionen um 12,4 Millionen Tonnen CO2–Äquivalent gestiegen. Fast 90 Prozent dieses Zuwachses gehen auf das Konto des Verkehrs", analysiert Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000, die Daten des Umweltbundesamtes.
Exemplarisch kann der Anstieg der verkehrsbedingten CO2–Emissionen auch an der Lobau–Autobahn aufgezeigt werden: Berechnungen im Rahmen der "Strategischen Umweltprüfung für den Nordosten Wiens" haben nämlich ergeben, dass im Untersuchungsgebiet der CO2–Ausstoß des PKW–Verkehrs durch die Lobau–Autobahn bis zum Jahr 2021 um 42 Prozent steigen würde. Bei Verzicht auf dieses Straßenprojekt wird der Zuwachs "nur" 16 Prozent betragen. "Diese Kalkulationen im Auftrag der Stadt Wien räumen einmal mehr mit der Mär auf, dass neue hochrangige Straßen nur den bestehenden Verkehr bündeln würden. Statt dessen heizen solche Projekte den Autoverkehr, die CO2–Emissionen und damit auch das Klima an", so Högelsberger weiter.
Durch diese verfehlte Verkehrs– und Klimapolitik werden dieösterreichischen SteuerzahlerInnen laut GLOBAL 2000 gleich dreimal zur Kasse gebeten: Sie haften für die Baukosten solcher Straßen und für die hochverschuldete ASFINAG. Weiters müssen sie für das Nicht–Erreichen des Kyoto–Ziels geradestehen, wenn der StaatÖsterreich zusätzliche CO2–Zertifikate ankaufen wird müssen. Die Schätzungen hierfür liegen zwischen 2 und 3,3 Milliarden Euro. Und schließlich werden auch die Kosten und Zerstörungen durch den Klimawandel (z.B. Überschwemmungen) den Menschen aufgebürdet. "Das sind aber nur die finanziellen Kosten. Menschliches Leid und Umweltzerstörung durch den Klimawandel sind hier nicht inkludiert", so Högelsberger. "Im Sinne eines tatsächlichen Klimaschutzes fordern wir einen grundlegenden Kurswechsel in der Verkehrspolitik." Dazu gehört laut GLOBAL 2000 ein Moratorium für den Autobahn– und Schnellstraßenbau, Ausbau der Bahn und anderer öffentlicher Verkehrsmittel, Kostenwahrheit im Verkehrssektor und eine Raumplanung der "kurzen Entfernungen". Denn: Der Klimawandel hat bereits begonnen und wächst sich zur größten Umwelt– und Menscheitsbedrohung aus.
Quelle: Global 2000
Exemplarisch kann der Anstieg der verkehrsbedingten CO2–Emissionen auch an der Lobau–Autobahn aufgezeigt werden: Berechnungen im Rahmen der "Strategischen Umweltprüfung für den Nordosten Wiens" haben nämlich ergeben, dass im Untersuchungsgebiet der CO2–Ausstoß des PKW–Verkehrs durch die Lobau–Autobahn bis zum Jahr 2021 um 42 Prozent steigen würde. Bei Verzicht auf dieses Straßenprojekt wird der Zuwachs "nur" 16 Prozent betragen. "Diese Kalkulationen im Auftrag der Stadt Wien räumen einmal mehr mit der Mär auf, dass neue hochrangige Straßen nur den bestehenden Verkehr bündeln würden. Statt dessen heizen solche Projekte den Autoverkehr, die CO2–Emissionen und damit auch das Klima an", so Högelsberger weiter.
Durch diese verfehlte Verkehrs– und Klimapolitik werden dieösterreichischen SteuerzahlerInnen laut GLOBAL 2000 gleich dreimal zur Kasse gebeten: Sie haften für die Baukosten solcher Straßen und für die hochverschuldete ASFINAG. Weiters müssen sie für das Nicht–Erreichen des Kyoto–Ziels geradestehen, wenn der StaatÖsterreich zusätzliche CO2–Zertifikate ankaufen wird müssen. Die Schätzungen hierfür liegen zwischen 2 und 3,3 Milliarden Euro. Und schließlich werden auch die Kosten und Zerstörungen durch den Klimawandel (z.B. Überschwemmungen) den Menschen aufgebürdet. "Das sind aber nur die finanziellen Kosten. Menschliches Leid und Umweltzerstörung durch den Klimawandel sind hier nicht inkludiert", so Högelsberger. "Im Sinne eines tatsächlichen Klimaschutzes fordern wir einen grundlegenden Kurswechsel in der Verkehrspolitik." Dazu gehört laut GLOBAL 2000 ein Moratorium für den Autobahn– und Schnellstraßenbau, Ausbau der Bahn und anderer öffentlicher Verkehrsmittel, Kostenwahrheit im Verkehrssektor und eine Raumplanung der "kurzen Entfernungen". Denn: Der Klimawandel hat bereits begonnen und wächst sich zur größten Umwelt– und Menscheitsbedrohung aus.
Quelle: Global 2000