GLOBAL 2000 appelliert: „Klimakarren aus dem Dreck ziehen„
Wien (09. Dezember 2003). Anlässlich der politischen Runde der neunten UN–Klimakonferenz (COP 9) in Mailand mit Landwirtschaftsminister Josef Pröll appelliert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 an die österreichische Regierung endlich wirksame Klimaschutzpolitik zu machen
„Das ehemalige Umweltmusterland Österreich steht im internationalen Vergleich traurig da und ist Klimaschutz–Nachzügler. Nur drei Länder innerhalb der Europäischen Union sind bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele noch schlechter als wir„, betont GLOBAL 2000–Pressesprecher Andreas Baur. „Jetzt muss die österreichische Politik maßgebliche Schritte setzen, um den Klimakarren aus dem Dreck zu ziehen. Die Klimakonferenz in Mailand ist ein guter Anlass dazu, weil jetzt die Weichen für die Zukunft des Kyoto–Protokolls gestellt werden müssen.„ Die derzeit vereinbarte Reduktion der Treibhausgase von 5,2 Prozent ist nur der erste Schritt. Um das Weltklima in seinem Gleichgewicht zu erhalten, ist eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um 80 Prozent bis 2100 in den Industriestaaten notwendig. „Obwohl also die Zeit zum Umsteuern mehr als knapp ist, werden wirksame Klimaschutzmaßnahmen, auch in Österreich, immer wieder verzögert, die Hausaufgaben nicht gemacht„, kritisiert Baur.
Auf nationaler Ebene völlig unverständlich ist die Verweigerungshaltung der Vertreter der österreichischen Wirtschaft gegenüber dem Klimaschutz. Der Emissionshandel ist von der Wirtschaft in das Kyoto–Protokoll hineinverhandelt worden, um mehr Spielraum bei der Emissionsreduktion zu geben. „Jetzt nicht einmal diese Minimalanforderung erfüllen zu wollen, ist völlig kontraproduktiv. Die österreichische Wirtschaft ist für mehr als die Hälfte der gesamten Kohlendioxidemissionen verantwortlich„, so Baur. Der zuständige Wirtschaftsminister Bartenstein sollte als ehemaliger Umweltminister und Verhandler 1997 in Kyoto die Materie eigentlich kennen. Laut Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts sind die Kosten der Klimaschutzmaßnahmen gering im Vergleich zu deren volkswirtschaftlichen Nutzen. Aktiver Klimaschutz schafft neue Märkte, neue Arbeitsplätze und Zukunftschancen für Industrie und Wirtschaft. „Wirtschaftsminister Bartenstein ist Vertreter der Wirtschaftslobby. Seine Aufgabe wäre es, diese Chancen wahrzunehmen und nicht mit einer kurzsichtigen Politik den Klimaschutz zu blockieren.„ Dabei geht es bei COP 9 in Mailand darum, die Weichen für die Zukunft des Kyoto–Protokolls zu stellen. Verhandlungen über „harte„ Klimaschutzziele nach 2012 stehen an. Die großen Entwicklungsländer wie China oder Indien müssen dringend in den Kyoto– Prozess eingebunden werden, ein Transfer energieeffizienter Technologien in die Entwicklungsländer ist dringend geboten. Nur so kann verhindert werden, dass diese die größten Fehler der Industriestaaten wiederholen.
„Das ehemalige Umweltmusterland Österreich steht im internationalen Vergleich traurig da und ist Klimaschutz–Nachzügler. Nur drei Länder innerhalb der Europäischen Union sind bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele noch schlechter als wir„, betont GLOBAL 2000–Pressesprecher Andreas Baur. „Jetzt muss die österreichische Politik maßgebliche Schritte setzen, um den Klimakarren aus dem Dreck zu ziehen. Die Klimakonferenz in Mailand ist ein guter Anlass dazu, weil jetzt die Weichen für die Zukunft des Kyoto–Protokolls gestellt werden müssen.„ Die derzeit vereinbarte Reduktion der Treibhausgase von 5,2 Prozent ist nur der erste Schritt. Um das Weltklima in seinem Gleichgewicht zu erhalten, ist eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um 80 Prozent bis 2100 in den Industriestaaten notwendig. „Obwohl also die Zeit zum Umsteuern mehr als knapp ist, werden wirksame Klimaschutzmaßnahmen, auch in Österreich, immer wieder verzögert, die Hausaufgaben nicht gemacht„, kritisiert Baur.
Auf nationaler Ebene völlig unverständlich ist die Verweigerungshaltung der Vertreter der österreichischen Wirtschaft gegenüber dem Klimaschutz. Der Emissionshandel ist von der Wirtschaft in das Kyoto–Protokoll hineinverhandelt worden, um mehr Spielraum bei der Emissionsreduktion zu geben. „Jetzt nicht einmal diese Minimalanforderung erfüllen zu wollen, ist völlig kontraproduktiv. Die österreichische Wirtschaft ist für mehr als die Hälfte der gesamten Kohlendioxidemissionen verantwortlich„, so Baur. Der zuständige Wirtschaftsminister Bartenstein sollte als ehemaliger Umweltminister und Verhandler 1997 in Kyoto die Materie eigentlich kennen. Laut Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts sind die Kosten der Klimaschutzmaßnahmen gering im Vergleich zu deren volkswirtschaftlichen Nutzen. Aktiver Klimaschutz schafft neue Märkte, neue Arbeitsplätze und Zukunftschancen für Industrie und Wirtschaft. „Wirtschaftsminister Bartenstein ist Vertreter der Wirtschaftslobby. Seine Aufgabe wäre es, diese Chancen wahrzunehmen und nicht mit einer kurzsichtigen Politik den Klimaschutz zu blockieren.„ Dabei geht es bei COP 9 in Mailand darum, die Weichen für die Zukunft des Kyoto–Protokolls zu stellen. Verhandlungen über „harte„ Klimaschutzziele nach 2012 stehen an. Die großen Entwicklungsländer wie China oder Indien müssen dringend in den Kyoto– Prozess eingebunden werden, ein Transfer energieeffizienter Technologien in die Entwicklungsländer ist dringend geboten. Nur so kann verhindert werden, dass diese die größten Fehler der Industriestaaten wiederholen.
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