Glawischnig fordert Pröll–Initiative bei Weltenergiekonferenz in Bonn
Anlässlich der am 1. Juni in Bonn beginnenden Weltkonferenz für Erneuerbare Energien fordert die stv. Bundes– und Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, ein klares Bekenntnis der österreichischen Bundesregierung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in Österreich und eine EU–Schrittmacherrolle Österreichs. "Der Ökostromanteil ohne Wasserkraft soll in Österreich bis 2010 auf 8 Prozent gesteigert und damit das derzeitige 4 Prozent– Ziel verdoppelt werden", fordert Glawischnig. "Nur so hat Österreich noch eine Chance, das EU–Ziel von 78,1 Prozent Erneuerbare an der Stromerzeugung bis 2010 zu erreichen."
Derzeit herrsche in Österreich bedauerlicherweise ein negativer Trend. Der Anteil der Erneuerbaren sei laut einem aktuellen Bericht der EU–Kommission von 1997 bis 2002 von 70 auf 68 Prozent gesunken. Wichtig sei auch die Festlegung längerfristiger Ziele. Die Grünen fordern für Österreich eine Steigerung des Anteil der Erneuraben im Strombereich auf 85 Prozent bis 2020. EU–Weit soll der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch (Strom, Wärme, Treibstoffe) bis 2020 auf 25 Prozent gesteigert werden. Glawischnig erwartet von BM Pröll, der an der Konferenz teilnehmen wird, eine entsprechende Initiative. Kritik übt Glawischnig einmal mehr an BM Bartenstein, der den Ökostromausbau in Österreich stoppen wolle.
Die internationale Konferenz "renewables 2004" findet auf Einladung der deutschen Bundesregierung vom 1. bis 4. Juni in Bonn statt. Beim UN–Weltumweltgipfel in Johannesburg hatten 2003 die USA, Kanada, Japan und Australien zusammen mit den Ölstaaten verhindert, dass sich die internationale Staatengemeinschaft dazu verpflichtete, den Anteil der erneuerbaren Energien am globalen Energiemix bis 2010 auf 15 Prozent zu steigern. Während des Gipfels hatte sich daraufhin eine sog. ‚Koalition der Willigen‚ zusammengefunden, um dieses Ziel voranzutreiben. In ihr sind inzwischen 83 Länder zusammengeschlossen: Neben den 15 ‚alten‚ EU–Mitgliedsstaaten und allen osteuropäischen EU–Beitrittsstaaten auch wichtige Schwellenländer wie Brasilien. Die Konferenz hat zwar kein offizielles UN–Mandat, kann aber ein wichtiges Signal zum weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien setzen. Das rasche Vorantreiben dieser ‚Energiewende‚ ist laut Glawischnig sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch zur Bekämpfung der Armut in den Entwicklungsländern von eminenter globaler Bedeutung. Zudem könne auch Österreich mittelfristig durch zehntausende neue Arbeitsplätze und eine hohe inländische Wertschöpfung zu den Gewinnern der Energiewende zählen.
Rückfragehinweis: Die Grünen
*** OTS–ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0006 2004–05–31/10:00
Derzeit herrsche in Österreich bedauerlicherweise ein negativer Trend. Der Anteil der Erneuerbaren sei laut einem aktuellen Bericht der EU–Kommission von 1997 bis 2002 von 70 auf 68 Prozent gesunken. Wichtig sei auch die Festlegung längerfristiger Ziele. Die Grünen fordern für Österreich eine Steigerung des Anteil der Erneuraben im Strombereich auf 85 Prozent bis 2020. EU–Weit soll der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch (Strom, Wärme, Treibstoffe) bis 2020 auf 25 Prozent gesteigert werden. Glawischnig erwartet von BM Pröll, der an der Konferenz teilnehmen wird, eine entsprechende Initiative. Kritik übt Glawischnig einmal mehr an BM Bartenstein, der den Ökostromausbau in Österreich stoppen wolle.
Die internationale Konferenz "renewables 2004" findet auf Einladung der deutschen Bundesregierung vom 1. bis 4. Juni in Bonn statt. Beim UN–Weltumweltgipfel in Johannesburg hatten 2003 die USA, Kanada, Japan und Australien zusammen mit den Ölstaaten verhindert, dass sich die internationale Staatengemeinschaft dazu verpflichtete, den Anteil der erneuerbaren Energien am globalen Energiemix bis 2010 auf 15 Prozent zu steigern. Während des Gipfels hatte sich daraufhin eine sog. ‚Koalition der Willigen‚ zusammengefunden, um dieses Ziel voranzutreiben. In ihr sind inzwischen 83 Länder zusammengeschlossen: Neben den 15 ‚alten‚ EU–Mitgliedsstaaten und allen osteuropäischen EU–Beitrittsstaaten auch wichtige Schwellenländer wie Brasilien. Die Konferenz hat zwar kein offizielles UN–Mandat, kann aber ein wichtiges Signal zum weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien setzen. Das rasche Vorantreiben dieser ‚Energiewende‚ ist laut Glawischnig sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch zur Bekämpfung der Armut in den Entwicklungsländern von eminenter globaler Bedeutung. Zudem könne auch Österreich mittelfristig durch zehntausende neue Arbeitsplätze und eine hohe inländische Wertschöpfung zu den Gewinnern der Energiewende zählen.
Rückfragehinweis: Die Grünen
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OTS0006 2004–05–31/10:00
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