Glawischnig: Bundesregierung agiert bei Klimaschutz konzeptlos
"Die Bundesregierung agiert in Sachen Klimaschutz konzeptlos", kritisiert die stv. Bundes– und Umweltsprecherin der Grünen Eva Glawischnig in Reaktion auf den aktuellen Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) ‚Luftschadstofftrends in Österreich 1980–2002‚. Laut dem Bericht sind die Treibhausgasemissionen inÖsterreich von 2001 auf 2002 um 200.000 Tonnen auf nunmehr 84,6 Mio. Tonnen gestiegen und liegen damit bereits um 6,6 Mio. Tonnen oder 8,5 Prozent über dem Stand von 1990. "Das Kioto–Ziel – Minus Prozent bis 2010 gegenüber 1990 – rückt in immer weitere Ferne", so Glawischnig. "Die Bundesregierung ist mit ihrer Klimastrategie aus 2002 nicht in der Lage die notwendigen Reduktionen zu erreichen. Die Strategie muss rasch überarbeitet und durch zusätzliche Maßnahmen ergänzt werden", fordert Glawischnig. Die von BM Bartenstein geplante Zerschlagung desÖkostromfördermodells sei vor diesem Hintergrund völlig inakzeptabel, so Glawischnig.
Auch im Bereich der Ozonvorläufersubstanzen habe Österreich die Ziele glatt verfehlt, so das Urteil des Umweltbundesamtes. So sind die NOx–Emissionen seit 1990 nur um vier Prozent gesunken statt um 60 Prozent, wie im Ozongesetz festgelegt. In den Sommermonaten kommt es bei anhaltenden Schönwetterperioden immer wieder zu einer hohen, gesundheitsgefährdenden Belastung durch das bodennahe Reizgas Ozon. Schließlich sind laut UBA auch die vor allem durch Dieselmotoren verursachten Feinstaub–Emissionen stark gestiegen. Auch hier gebe es entgegen anderslautender Ankündigungen bis heute keine wirksamen Maßnahmen durch den Umweltminister, kritisiert Glawischnig.
Rückfragehinweis: Die Grünen
*** OTS–ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0128 2004–06–28/12:40
Auch im Bereich der Ozonvorläufersubstanzen habe Österreich die Ziele glatt verfehlt, so das Urteil des Umweltbundesamtes. So sind die NOx–Emissionen seit 1990 nur um vier Prozent gesunken statt um 60 Prozent, wie im Ozongesetz festgelegt. In den Sommermonaten kommt es bei anhaltenden Schönwetterperioden immer wieder zu einer hohen, gesundheitsgefährdenden Belastung durch das bodennahe Reizgas Ozon. Schließlich sind laut UBA auch die vor allem durch Dieselmotoren verursachten Feinstaub–Emissionen stark gestiegen. Auch hier gebe es entgegen anderslautender Ankündigungen bis heute keine wirksamen Maßnahmen durch den Umweltminister, kritisiert Glawischnig.
Rückfragehinweis: Die Grünen
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OTS0128 2004–06–28/12:40
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