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Gezeitenwechsel im Welthandel: Wie die Energiewende die globalen Warenströme neu ordnet

08.03.2026

Bis 2050 wird die Weltwirtschaft nicht mehr dieselbe sein. Ein neuer Bericht von BloombergNEF (BNEF) zeigt: Während der Handel mit fossilen Brennstoffen vor dem langfristigen Abstieg steht, explodiert der Markt für Elektroautos und Batterien.

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© skeeze pixabay.com

Das verändert nicht nur Bilanzen, sondern verschiebt die globalen Machtzentren.

NEW YORK – Der globale Handel steht vor einer historischen Transformation. Machten saubere Energietechnologien im Jahr 2024 lediglich 2,2 % des grenzüberschreitenden Warenhandels aus, deutet die aktuelle Datenlage auf einen massiven Umschwung hin. Mit Rekordinvestitionen von 2,3 Billionen US-Dollar in kohlenstoffarme Anlagen allein im vergangenen Jahr ist der Grundstein für eine neue Ära gelegt.
 

Der Aufstieg der Elektrifizierung 

Der dramatischste Wandel vollzieht sich auf der Straße. Laut dem „Economic Transition Scenario“ von BNEF wird der Handel mit Elektrofahrzeugen (EVs) und Batterien bis 2035 auf ein Volumen von 880 Milliarden US-Dollar anwachsen – das ist fast eine Vervierfachung gegenüber 2024. Parallel dazu verliert der klassische Verbrennungsmotor massiv an Boden: Hier wird ein Rückgang des Handelsvolumens um 39 % prognostiziert.
 

Das Ende der fossilen Dominanz? 

Noch stützen Rohöl und Erdgas den Welthandel mit rund 3 Billionen US-Dollar jährlich. Doch die Prognosen zeichnen ein klares Bild:

  • Stagnation bis 2030: Die Nachfrage bleibt kurzfristig stabil.

  • Langfristiger Rückgang: Ab 2030 setzt im Basisszenario der Abwärtstrend ein.

  • Netto-Null-Szenario: Sollten Regierungen weltweit konsequente Klimaschutzmaßnahmen ergreifen, könnte der Handel mit fossilen Brennstoffen bis 2040 sogar unter die Marke von einer Billion US-Dollar fallen.
     

Gewinner und Verlierer der neuen Ordnung 

Die geopolitischen Auswirkungen dieser Verschiebung sind tiefgreifend und führen zu einer Divergenz zwischen den größten Volkswirtschaften:
 

  • China  ist auf dem Weg zur Supermacht der sauberen Energie: Als bereits heute führender Exporteur von Cleantech wird China bis 2050 mindestens ein Drittel der weltweiten Exporte in diesem Sektor kontrollieren. Sein aktuelles Handelsdefizit bei Energiegütern wird sich durch den massiven Export von EVs und Batterien bis Ende der 2030er-Jahre in einen Überschuss verwandeln.
     

  • Herausforderungen für die USA: Trotz starker Öl- und Gasexporte droht den USA durch steigende Importe sauberer Technologien bis 2050 ein Handelsbilanzdefizit von rund 130 Milliarden US-Dollar.

  • Europa im Wettbewerb: Die EU kann ihr Defizit dank sinkender Ölimporte bis 2035 um fast 30 % reduzieren. Der Erfolg hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob sich die europäische Automobilindustrie im harten Konkurrenzkampf mit China behaupten kann.

 

Dies zeigt: Die Energiewende ist längst kein reines Umweltthema mehr – sie ist der primäre Treiber für die Neuverteilung des globalen Wohlstands. Während klassische Exportnationen fossiler Brennstoffe immer mehr unter Druck geraten, belohnt der Markt jene Regionen, die sich frühzeitig als Lieferanten für die elektrische Infrastruktur der Zukunft positionieren.

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08.03.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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