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Gesund durch die Lebensmitte: Neue Meta-Studie zeigt, wie stark wir unsere Lebensjahre selbst beeinflussen können

11.12.2025

Wer im mittleren Lebensalter klassische Gesundheitsrisiken meidet, kann seine Lebenserwartung um ein Jahrzehnt oder mehr verlängern.

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© PublicDomainPictures

Wien - Das zeigt eine umfassende internationale Meta-Analyse, die soeben im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die Studie bestätigt eindrucksvoll, wie groß der Einfluss von Lebensstil und Risikofaktor-Management auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit ist – der weltweit häufigsten Todesursache.

Fünf veränderbare Risikofaktoren stehen im Zentrum: Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Unter- oder Übergewicht inklusive Adipositas, Diabetes sowie Rauchen. Diese Faktoren machen weltweit rund die Hälfte der gesamten Krankheitslast aus.
 

Riesige Datengrundlage – klare Ergebnisse 
 

Für die Analyse wurden harmonisierte Daten von über 2 Millionen Menschen aus 133 Kohorten in 39 Ländern ausgewertet. Das Lebenszeitrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde anhand des Risikoprofils im Alter von 50 Jahren bis zum 90. Lebensjahr berechnet.
 

Das Ergebnis ist eindeutig:

  • Personen mit allen fünf Risikofaktoren haben ein massiv erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – 24 % bei Frauen und 38 % bei Männern.

  • Menschen ohne diese Risikofaktoren gewinnen im Schnitt 10 bis 14 zusätzliche gesunde Lebensjahre.

    • Frauen leben 13,3 Jahre länger ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    • Männer 10,6 Jahre.

    • Die zusätzliche Gesamtlebenserwartung steigt um 14,5 Jahre bei Frauen und 11,8 Jahre bei Männern.
       

Auch wer alle Risikofaktoren vermeidet, trägt noch immer ein Lebenszeitrisiko:   rund 13 % bei Frauen, 21 % bei Männern. Doch der Unterschied zu Menschen mit Risikoprofil ist gewaltig.

Besonders wirkungsvoll erwiesen sich zwei Interventionen zwischen dem 55. und 60. Lebensjahr: Blutdrucksenkung und Rauchstopp. Regionale Unterschiede, vor allem beim Bluthochdruck, zeigen zudem, wie wichtig maßgeschneiderte Präventionsstrategien sind.
 

Klare Botschaft für die Praxis 
 

„Die Ergebnisse zeigen klar, dass das Fehlen klassischer Risikofaktoren im mittleren Lebensalter mit einer signifikant höheren Lebenserwartung und längeren krankheitsfreien Lebensspanne einhergeht“, betont Univ.-Prof. Dr. Kurt Widhalm, Präsident des Österreichischen Akademischen Instituts für Ernährungsmedizin (ÖAIE). 

Ein gesunder Lebensstil und die konsequente Kontrolle einzelner Risikofaktoren müssten daher fixer Bestandteil der internationalen Präventionsarbeit sein.
 

Konsequenzen für das Gesundheitssystem

Für Ärztinnen und Ärzte liefert die Studie eine deutliche Handlungsanleitung: Prävention wirkt  -  und sie wirkt stark. Beträgt der mögliche Zugewinn an Lebenszeit über ein Jahrzehnt, wird deutlich, wie essenziell Beratung zu Blutdruck, Rauchen, Gewicht und Stoffwechselparametern im klinischen Alltag ist.

 

Die neue Analyse bestätigt, dass Investitionen in Gesundheitsprävention im mittleren Lebensalter enorme Wirkung entfalten können. Weniger Risiken bedeuten nicht nur ein längeres Leben, sondern vor allem viele zusätzliche Jahre ohne Krankheit.

Literatur:
The Global Cardiovascular Risk Consortium, Global Effect of Cardiovascular Risk Factors on Lifetime Estimates, The New England Journal of Medicine 2025; 393:125–138.

Links

  • Praxisorientiertes FH-Festsymposium: Familiäre Hypercholesterinämie - Prävention beginnt in der Familie: Aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Prävention – für Ärzt:innen und Gesundheitsberufe

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11.12.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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