Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

Gesetzlicher Rahmen für Umrüstung von Verbrenner- auf Elektromotoren wäre sinnvoll

21.02.2025

VCÖ: 100 % Elektroautos würden Energieverbrauch der österreichischen Autoflotte um zwei Drittel reduzieren

LKW.jpg.jpg
© Schwoaze auf Pixabay

Wien 5 – In Österreich sind derzeit mehr als 200.000 Elektroautos und rund 4,7 Millionen Benzin- und Diesel-Pkw unterwegs. Szenarien zeigen, dass die Anzahl der Verbrenner-Pkw bis 2040 auf 0,6 bis 2 Millionen sinken könnte. Die Mobilitätsorganisation VCÖ betont, dass die Umrüstung von Verbrenner-Autos auf Elektroautos, auch als Retrofitting bekannt, eine wichtige Option ist, um den Fahrzeugbestand unabhängig von fossilen Kraftstoffen zu machen. Frankreich hat dazu bereits 2020 rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen und unterstützt seit 2023 auch finanziell die Umrüstung.

Der Energiebedarf des gesamten Kfz-Verkehrs in Österreich beträgt etwa 300 Petajoule pro Jahr – 47-mal so viel wie der Schienenverkehr. Pkw verbrauchen mehr als die Hälfte dieser Energie. Elektromobilität ist der wirksamste Hebel, um den Energieverbrauch der Kfz-Flotte zu verringern. Im Durchschnitt benötigen Elektroautos rund zwei Drittel weniger Energie als Benzin- und Diesel-Pkw. Wären alle 5,2 Millionen Pkw in Österreich Elektroautos, würde der jährliche Energieverbrauch der Autoflotte um über 100 Petajoule sinken.

VCÖ-Experte Michael Schwendinger weist darauf hin, dass alternative Kraftstoffe nur begrenzt eine Option sind, da sie nicht in ausreichender Menge vorhanden sein werden. E-Fuels, die vor allem für die Luftfahrt benötigt werden, wären sehr teuer und ihre Herstellung energieintensiv. Würde die österreichische Pkw-Flotte vollständig mit E-Fuels betrieben, wäre der Gesamtenergiebedarf doppelt so hoch wie heute. Zudem würde die Importabhängigkeit bestehen bleiben.

Derzeit gibt es in Österreich keinen einheitlichen Rechtsrahmen für das Retrofitting. Für jedes  umgerüstete Fahrzeug ist eine behördliche Genehmigung notwendig. In Frankreich wurde 2020 das erste Gesetz für serienmäßiges Retrofitting eingeführt. Die Zulassung von serienmäßigen Umbausätzen und Fahrzeugtypen ist dort standardisiert, sodass umgerüstete Einzelfahrzeuge kein individuelles Genehmigungsverfahren durchlaufen müssen. Seit 2023 wird die Umrüstung auch finanziell unterstützt.

Die Umrüstkosten für einen Kleinwagen betragen derzeit etwa 16.000 Euro, bis 2035 wird mit einer Reduktion auf 9.000 Euro gerechnet. Für Lkw und Busse könnten umgerüstete Fahrzeuge bis 2040 sogar günstiger als neue E-Fahrzeuge sein.

Retrofitting hat den Vorteil, dass die vorhandene Karosserie weiterverwendet wird. Lebenszyklus-Analysen zeigen, dass Retrofitting ökologisch vorteilhafter ist als der Weiterbetrieb eines Autos mit Verbrennungsmotor oder der Neukauf eines E-Pkw. Der VCÖ fordert einen einheitlichen EU-Rahmen für Zulassungsverfahren und die Akkreditierung von EU-weit zertifizierten Werkstätten. Ziel sollte es sein, einen europäischen Nachrüstungsmarkt zu etablieren und finanzielle Hürden durch nationale Förderrahmen abzubauen.

Weitere Informationen im VCÖ-Factsheet.

Links

  • VCÖ FACTSHEET: Emissionsfreie Fahrzeuge rasch zum Standard machen

Verwandte Artikel

  • In Österreich wird das große Potenzial von Transporträdern zu wenig genutzt
  • VCÖ warnt: Großparkplätze verschärfen Hitzebelastung – Entsiegelung und Baumpflanzungen gefordert
  • Dreifachbelastung für  Tirol im Vergleich zum Gotthard in der Schweiz: Brennerroute bleibt Europas Lkw-Hotspot
  • Feinstaub- und Stickstoffdioxid Belastung in Österreich war im Vorjahr aus Gesundheitssicht bedenklich
  • Österreich hinkt bei Elektro-Bussen und E-Lkw hinter EU-Schnitt her
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
21.02.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Berlin: Spektakuläre Kletteraktion am Hauptbahnhof für Ausbau von Bus und Bahn

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

 Automobilbranche schlägt Alarm: Schleppender Ausbau der Ladeinfrastruktur und fehlende Technologieoptionen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Montag, 8. Juni 2026, 69.322 Artikel Online

Weitere Themen

  • Miskolc setzt auf intelligente Mobilität: Einfacher umsteigen, weniger Auto
  • Vehemente Kritik am geplanten Sachbezug für Elektro-Firmenwagen
  • BYD legt in Österreich kräftig zu: Spitzenwerte bei Wachstum, Marktanteil und Kundenbewertung
  • Hafen Wien: Logistikdrehscheibe und Motor für nachhaltige Stadtentwicklung
  • Neuer Lasten-Radanhänger - entwickelt in Wien
  • Österreich geht voran: Schritte-Challenge bringt 700 Millionen Schritte zusammen
  • Škoda zeigt erste Einblicke in den neuen Elektro-Siebensitzer Peaq
  • EMPOWER-Projekt: Gruber Logistics, IVECO und AIT testen emissionsfreien Schwerverkehr im Realbetrieb
  • „Keine E-ngste mehr!“: Österreich startet groß angelegte Offensive für E-Mobilität
  • CountEmissionsEU: Verkehrsemissionen EU-weit einheitlich berechnen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.699 Artikel | Seite 1 von 1.170

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp: Festival für Nachhaltigkeit und Innovation - KURIER Speakout Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
LKW.jpg.jpg

© Schwoaze auf Pixabay