Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

Geplante LNG-Anlegestelle in Brunsbüttel gefährdet Menschen und Umwelt: Deutsche Umwelthilfe leitet rechtliche Schritte ein

12.06.2026

Einwendung eingereicht: DUH befürchtet in Brunsbüttel unnötige LNG-Infrastruktur mit kaum zusätzlicher Importkapazität unter Deckmantel der Versorgungssicherheit - Lärmschutzgrenzen werden überschritten und naturschutzrechtliche Einschätzung ist veraltet

pexels-oleksiy-konstantinidi-LNGSchiff.jpg
LNG Schiff © Oleksiy Konstantinidi pexels.com

Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geht mit rechtlichen Einwendungen gegen den Betrieb des schwimmenden LNG-Terminals in Brunsbüttel an einem neu errichteten Anleger vor. Aus Sicht der DUH ist der entsprechende immissionsschutzrechtliche Antrag der Deutschen Energy Terminal GmbH (DET) lückenhaft und basiert teilweise auf veralteten Unterlagen. Zudem bestehen grundsätzliche Bedenken gegen Bau und Betrieb der Anlegestelle, etwa hinsichtlich des Natur- und Lärmschutzes.


Die FSRU (Floating Storage and Regasification Unit) wird bereits seit Jahren an einem anderen Anleger in Brunsbüttel betrieben, dessen Genehmigung bis Ende 2027 gilt. Eine Verlagerung kurz vor dem geplanten Betriebsende ist aus Sicht der DUH weder nachvollziehbar noch erforderlich, denn ab 2027 soll ausdrücklich ein landseitiges LNG-Terminal die schwimmende FSRU ersetzen. Die DUH fordert das zuständige Landesamt für Umwelt Schleswig-Holstein daher auf, den Antrag abzulehnen.


Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Warum kurz vor Betriebsende ein neuer Standort für den LNG-Anleger in Brunsbüttel nötig sein soll, geht aus den lückenhaften Antragsunterlagen nicht hervor. Der Betreiber scheint unter dem Deckmantel der Versorgungssicherheit dauerhafte zusätzliche Hafeninfrastruktur schaffen zu wollen – ohne nachgewiesenen Bedarf, aber dafür mit eklatanten Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Lärm- und Naturschutz darf nicht zulasten vorgeschobener wirtschaftlicher Interessen gehen. Wir fordern die Behörden auf, den neuen Standort abzulehnen.“


Die Verlagerung hätte langfristige Auswirkungen auf Anwohnerinnen und Anwohner. In Teilen Brunsbüttels droht eine Überschreitung der Lärmgrenzwerte. Als Gegenmaßnahme wird ein bis zu 14 Meter hoher Lärmschutzwall diskutiert, dessen Wirksamkeit und Umsetzbarkeit die DUH bezweifelt.


Auch die naturschutzfachlichen Unterlagen weisen erhebliche Mängel auf. Die Bewertung der Auswirkungen auf geschützte Arten basiert auf veralteten und methodisch unzureichenden Daten. Besonders problematisch ist dies beim streng geschützten Schweinswal und dem Fischotter, für die aktuelle und belastbare Erfassungsdaten zwingend erforderlich sind.

  • Drucken
  • Empfehlen
12.06.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

40 Jahre Urananreicherungsanlage Gronau: Umweltverbände fordern sofortige Stilllegung

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Abhängigkeit von Öl und Gas: Budgetrede liefert richtige Diagnose, aber schwache Therapie

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 19. Juli 2026, 69.689 Artikel Online

Weitere Themen

  • Betrieb des AKW Temelín über 80 Jahre ist ohne neue Umweltverträglichkeitsprüfung nicht akzeptabel
  • Erstes Halbjahr 2026: Erneuerbare Energien wachsen in Deutschland in allen Sektoren
  • Gefährliche Laufzeitverlängerung auf 80 Jahre in Temelin
  • Streit um Kohlekraftwerk in Florida: Umweltgruppen klagen gegen erzwungenen Weiterbetrieb
  • Studie: Rückwärtsfahrt der US-Klimapolitik kostet fast 470.000 Arbeitsplätze und Milliardeninvestitionen
  • Todsichere AKWs?
  • 5,9 Milliarden Wassertiere pro Jahr: Die unsichtbaren Opfer der Atomkraft in Frankreich
  • Wegweisendes Urteil in Frankreich: TotalEnergies muss Verantwortung für seine gesamte Klimabilanz übernehmen
  • Czernohorszky: „Hitzewellen zeigen die Grenzen der Atomkraft deutlich auf!“
  • Hitzewelle bremst französische Atomkraftwerke
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.271 Artikel | Seite 1 von 1.328

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
pexels-oleksiy-konstantinidi-LNGSchiff.jpg

LNG Schiff © Oleksiy Konstantinidi pexels.com