Gentechnik: Rückschlag für Terminator–Technologie
Von 7.–11. Februar fand in Bangkok die zehnte Sitzung des UN–Beirats zum Biodiversitäts–Abkommen statt. Die kanadische Regierung wollte diese Gelegenheit benutzen, um das seit 1998 bestehende Moratorium auf die Terminator–Technologie zu Fall zu bringen. Terminator–Gene verursachen die Sterilität von Samen und machen damit jede weitere Aussaat des Ernteguts unmöglich. Der Einsatz dieser Technologie stellt somit eine wesentliche Bedrohung für die Agrarökosysteme und die Ernährungssouveränität und– sicherheit weltweit dar. Außerdem verstärkt er die Abhängigkeiten der Bauern von Agrochemiekonzernen und hilft letzteren, sich die "Rechte an ihrem geistigen Eigentum" zu sichern. Kanada, einer der größten Produzenten von gentechnisch veränderten Pflanzen, erweist sich einmal mehr als Anwalt einiger multinationaler Konzerne – zum Schaden der Bauern und KonsumentInnen weltweit. Der Vorschlag Kanadas, diese Technologie für den Anbau zuzulassen, hat heftige Proteste der Zivilgesellschaft weltweit hervorgerufen. Mehrere afrikanische Länder, die Philippinen, Peru, die Schweiz und Österreich konnten sich daraufhin erfolgreich gegen die Position Kanadas zur Wehr setzen. Das Moratorium bleibt weiterhin bestehen!
Quelle: ATTAC Österreich
Quelle: ATTAC Österreich