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Genmais für Landliebe und Müller

25.08.2005

Greenpeace deckt Gen–Maisfeld in Brandenburg auf, Auch Landliebe/Campina (OÖ) will den Einsatz von Gentech–Pflanzen als Tierfutter bei der Milchherstellung nicht ausschließen.

ja © Greenpeace
ja © Greenpeace
Greenpeace–Aktivisten protestierten am Dienstag vormittag im deutschen Seelow in Brandenburg auf einem Genmais–Feld gegen die Verfütterung des Gentech–Mais MON 810 an Milchkühe. Auf dem Acker eines großen landwirtschaftlichen Betriebes stellten die Umweltschützer eine Kuh–Attrappe auf, in deren gläsernen Magen sie Genmais–Fratzen steckten. Im Rahmen dieser Protestaktion forderte Greenpeace die beiden großen Molkereien Müller und Landliebe/Campina auf, keine Milch von Betrieben abzunehmen, die Gentech–Mais verfüttern.
"Müllermilch und Landliebe fördern den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, wenn sie Milch von Betrieben mit Gentech–Fütterung beziehen", kritisiert der Gentechnik–Sprecher von Greenpeace, Steffen Nichtenberger, das Vorgehen dieser beiden Großbetriebe. "Die österreichische Molkerei NÖM hat vorgezeigt, wie bei der Milchherstellung auf den Einsatz von Gentech–Futter verzichtet werden kann. Deshalb fordern wir Landliebe und Müller auf, diesem Beispiel zu folgen und dem Wunsch der Konsumenten nach gentechnikfreier Milch nachzukommen."

Will oberösterreichische Firma von Gentechnik freier Zone nichts wissen?

Greenpeace–Recherchen haben ergeben, dass die zwei großen deutschen Molkereien Müller und Landliebe/Campina Milch von fünf landwirtschaftlichen Betrieben beziehen, die derzeit auch den genmanipulierten Mais MON810 anbauen. Müller weigert sich, den Konsumenten eine Milchvieh–Fütterung ohne Gentech–Tierfutter zu garantieren. Auch Landliebe/Campina will den Einsatz von Gentech–Pflanzen als Tierfutter bei der Milchherstellung nicht ausschließen.
In Österreich dagegen hat die Großmolkerei NÖM AG bereits ihre gesamte Frischmilch–Palette auf "gentechnikfrei" umgestellt. Die Nummer eins unter den heimischen Molkereien, Berglandmilch, verwendet jedoch weiterhin Gentech–Tierfutter. "Wer gentechnisch veränderte Pflanzen verfüttert, sorgt dafür, dass diese Pflanzen vorher auch angebaut werden. Mit der Berglandmilch leistet ausgerechnet ein Großbetrieb aus Oberösterreich, wo der Anbau von Gentech–Pflanzen verboten ist, genau diesem Anbau Vorschub", ärgert sich Nichtenberger. "Wir fordern alle österreichischen Molkereien, allen voran die Berglandmilch, auf, dem Beispiel der NÖM zu folgen und in Zukunft auf Gentechnik im Futtertrog zu verzichten".
Da die meisten Konsumenten Gentechnik ablehnen, gibt es in Supermärkten keine als Genfood gekennzeichneten Lebensmittel. Tierische Produkte wie Milch, Fleisch oder Eier, die von Tieren stammen, an die Gentech–Tierfutter verfütter wurde, müssen jedoch nicht gekennzeichnet werden. So können die Konsumenten nicht erkennen, ob Gentechnik im Spiel ist oder nicht. Greenpeace startete deshalb eine EU–weite Unterschriftenaktion: Eine Million Unterschriften sollen für eine strengere Gentechnik–Kennzeichnung gesammelt werden. "Wer heute ein Glas Milch trinkt, weiß nämlich nicht, ob an die Kuh Gentechnik verfüttert wurde", ruft Nichtenberger in Erinnerung. "Und deshalb sammeln wir die Unterschriften und laden alle Österreicherinnen und Österreicher ein, auch zu unterschreiben

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25.08.2005 | Autor*in: litschauer
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