Generationswechsel im Naturschutzbund Österreich - Kontinuität mit frischem Schwung
Mit November geht im Naturschutzbund Österreich eine Ära zu Ende: Nach 35 Jahren an der Spitze verabschiedete sich Birgit Mair-Markart, die langjährige Bundesgeschäftsführerin, per Ende Oktober in den Ruhestand. Im Rahmen der Generalversammlung am vergangenen Wochenende wurde ihr Engagement mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Naturschutzbundes gewürdigt.
Drei Jahrzehnte lang hat Mair-Markart den Naturschutzbund geprägt, mit persönlichem Einsatz, viel Fachwissen und Herzblut. Als Brückenbauerin zwischen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hat sie den Verband zu einem anerkannten Partner und einer starken Stimme für Natur- und Artenschutz gemacht. Sie gilt als hartnäckige Kämpferin mit Charme, die stets den Dialog gesucht und konstruktive Lösungen vorangetrieben hat. Unter ihrer Führung wurde der Naturschutzbund zu einer unabhängigen, engagierten und zukunftsorientierten Kraft im österreichischen Umweltgeschehen.
Die Nachfolge tritt Gernot Neuwirth an - ein Mann aus den eigenen Reihen, der den Naturschutzbund bereits seit 2004 mitgestaltet. Der studierte Biologe war federführend beim Aufbau der Citizen-Science-Plattform naturbeobachtung.at, die heute zu den wichtigsten Tools für Biodiversitätsforschung in Österreich zählt. Zudem war er für die Bereiche Naturfreikauf und Fundraising verantwortlich und trug damit maßgeblich zur Sicherung wertvoller Naturflächen bei.
„Seit 112 Jahren kämpft der Naturschutzbund für den Erhalt der Biodiversität und unserer einzigartigen Naturlandschaften“, sagt Neuwirth. „Angesichts der Klimakrise und des Artensterbens ist diese Arbeit wichtiger denn je. Mit Erfahrung, Expertise und einem starken Team wollen wir den Naturschutzbund als wirkungsvolle Kraft weiterentwickeln.“
Auch Naturschutzbund-Präsident Thomas Wrbka freut sich über die neue Geschäftsführung: „Mit Gernot Neuwirth setzt der Naturschutzbund auf fachliche Kompetenz, Engagement und Kontinuität aus den eigenen Reihen.“