Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

Gen–Mais spaltet deutsche Molkereibranche

30.03.2006

Greenpeace veröffentlicht aktuelle Umfrage vor Anbausaison

Erstmals distanzieren sich sieben deutsche Molkereien von dem umstrittenen Gen–Mais–Anbau in Deutschland, darunter Ehrmann und Berchtesgadener Land. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Greenpeace–Umfrage bei Milchunternehmen zur bevorstehenden Anbausaison.
Der Umfrage zufolge schließen aber neun der zehn größten deutschen Molkereien, darunter Marktführer wie Campina/Landliebe und Müller–Milch, den Anbau von Gen–Mais und seine Verfütterung an Milchkühe bei ihren Vertragslandwirten nicht aus.
Ab April wollen Landwirte und Forschungseinrichtungen auf etwa 1900 Hektar Gen–Mais in Deutschland anbauen. Das sind 0,1 Prozent der deutschen Maisanbaufläche. „Der Anteil an Gen–Mais in Deutschland wird so gering sein, dass der Verzicht in der Kuh–Fütterung ein Kinderspiel ist,„ sagt Alexander Hissting, Gentechnik–Experte von Greenpeace. „Es ist völlig unverständlich, dass die großen Molkereien nicht mal diesen kleinen Schritt tun wollen. Damit ignorieren sie stur den Wunsch der Verbraucher nach Milchprodukten ohne Gen–Fütterung.„ Greenpeace fordert Lebensmittelhersteller und Molkereien auf, mit den zuliefernden Landwirten eine Tierfütterung ohne Gen–Pflanzen zu vereinbaren.
Von den sieben Molkereien, die Gen–Mais vermeiden wollen, verzichten sogar drei Firmen vollständig auf Gen–Pflanzen im Futtertrog der Milchkühe. Berchtesgadener Land, Andechser Molkerei und die Upländer Bauernmolkerei haben dies mit ihren Landwirten vereinbart. Auf Gen–Mais verzichten Ehrmann, Gropper, Meierei Trittau und die Molkereigenossenschaft Hohenlohe–Franken. Laut der Greenpeace–Umfrage unternehmen folgende Firmen nichts gegen den Anbau von Gen–Mais: Nordmilch, Hochwald, Müller Milch, Campina/Landliebe, MUH, Omira, BMI, Ammerland und Goldsteig. Die Humana Milchunion will sich zwar im Einzelfall bei ihren Landwirten gegen Gen–Mais einsetzen, dies aber nicht verbindlich regeln.
Campina/Landliebe erklärt, dass bereits letztes Jahr zwei ihrer Landwirte Gen–Mais angebaut haben. Angeblich soll er aber nicht an die Milchkühe verfüttert werden. Campina fährt einen absurden Schlingerkurs, wirft Hissting dem Molkereikonzern vor. Anbau von Gen–Mais ja, Fütterung nein. Davon kann Campina niemanden überzeugen.
Mais wird in Deutschland überwiegend zu Silage (Gärfutter) verarbeitet und an Kühe verfüttert. Auch wenn Gen–Mais im Futtertrog landet, muss die so erzeugte Milch keine entsprechende Kennzeichnung tragen. Mit dem Kauf der meisten Milchprodukte müssen Verbraucher daher ungewollt den Anbau von Gen–Pflanzen unterstützen.
Der auch in Deutschland angebaute Gen–Mais MON810 der Firma Monsanto produziert ein Gift, das auf Schädlinge wie den Maiszünsler tödlich wirkt. Das Bt–Gift kann jedoch auch geschützte Insekten schädigen und sich im Boden anreichern. Die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen haben den Anbau des Gen–Maises bereits verboten.

Verwandte Artikel

  • Deutsche Bundesregierung will wieder Spritpreisentlastung starten
  • Greenpeace-Studie: Deutsche Bundesregierung steigert umweltschädliche Subventionen in diesem Jahr um elf Milliarden Euro
  • FUTURE versus TRUMP
  • Greenpeace-Aktive demonstrieren vor Helikopter Landeplatz von Davos für ökologisch gerechte Besteuerung von Superreiche
  • Protest gegen Europas größtes Gasprojekt: Greenpeace-Aktivist fliegt mit Gleitschirm über Plattform
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
30.03.2006 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Marsch für ein gentechnikfreies Europa

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Globale Kennzeichnungsbestimmungen für GVO beschlossen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 9. Oktober 2026, 70.357 Artikel Online

Weitere Themen

  • Ostereier – natürlich bunt gefärbt!
  • Glawischnig: Umweltminister Pröll schaut Feinstaub–Rekordwerten tatenlos zu
  • Koexistenz ist auch Frage des Umwelt– und Naturschutzes
  • besser essen in der Schule – ganz einfach!
  • Der österreichische Markt braucht mehr Bio–Bauern
  • Greenpeace: Campina/Landliebe–Lieferanten verfüttern Gen–Mais an Milchkühe
  • Lebensmittelskandal: Nestlé erhält Patent auf Gentech–Kaffee
  • BIO AUSTRIA erreicht Korrekturen bei Ländlicher Entwicklung
  • Wiener Gentech–Marsch voller Erfolg
  • Reiner Wein!
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 309
  • 310(current)
  • 311
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.350 Artikel | Seite 310 von 335

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at