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Gen–Mais in die Europäische Union gelangt

10.04.2005

Aus Gen–Mais hergestellte Lebens– und Futtermittel sowie Saatgut versehentlich (!) in den Verkauf geraten. Für das Unternehmen kein Grund für Sorge

Verkauf ohne Zulassung

Der Schweizer Agrarkonzern „Syngenta„ hat nach Angaben der EU–Kommission vier Jahre Lang in den Vereinigten Staaten die GVO–Maissorte Bt10 ohne Zulassung verkauft. Laut Kommission seien seit 2001 auch rund 1.000 Tonnen aus Bt10 hergestellte Lebens– und Futtermittel in die EU gelangt. Überdies seien bis zu 10 kg Saatgut dieser Maissorte „zu wissenschaftlichen Zwecken„ nach Spanien und Frankreich eingeführt worden.

…und ohne Nachweis in der EU

Bislang konnte der nicht genehmigte Mais allerdings in der EU nicht nachgewiesen werden. Die Brüsselere Behörde verlangt nun von den zuständigen US–Behörden sowie von „Syngenta„ Aufklärung über den Vorfall. Von „Syngenta„ heißt es, der Mais sei in den USA versehentlich (!) in den Verkauf geraten. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher bestehe.

[Kommentar d. Verf., Teilnehmerin des GOLD–Projektes]

Jeder logisch denkende Mensch weiß Folgendes: Zulassung benötigt man generell für all jene Produkte, bei denen die negative Auswirkungen auf Mensch/Umwelt nicht auszuschließen sind. GVO ohne Genehmigung ist verboten – also nicht ohne Bedenken in Hinsicht auf Gesundheit des Menschen und seiner Umwelt einsetzbar. Hinter den Kulissen ist jedoch Vieles erlaubt… Zulassung hin, Ethik her.
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10.04.2005 | Autor*in: stevanov
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