Geist ist geil, Geiz nicht: Weihnachtsgeschenke aus Kinderarbeit
(28.11.03) "Geiz ist geil" lautet die Parole des Elektrokonzerns Saturn zum Weihnachtsfest. Weniger "geil" ist der Geiz der Elektronikindustrie für jene mehr als 3,3 Millionen Menschen, die als Folge eines Krieges gestorben sind, der laut UNO für die illegale Rohstoffausbeutung durch multinationale Konzerne im Kongo geführt wurde – unter anderem zur Gewinnung eines Metalls, das in Handys und Computern Verwendung findet.
Der Globalisierungsbestseller "Schwarzbuch Markenfirmen – Die Machenschaften der Weltkonzerne" von Klaus Werner und Hans Weiss zeigt, wie wir auch zu Weihnachten bewusst einkaufen können, ohne damit Ausbeutung, Kinderarbeit, Waffenhandel und Umweltzerstörung durch große und bekannte Marken zu unterstützen.
Das im Deuticke Verlag erschienene Buch (Auflage: über 120.000) listet die unterschiedlichen Formen von Menschenrechtsverletzungen durch bekannte Unternehmen wie Adidas, Bayer, Coca–Cola, Disney, H&M, Nestlé, Nike und Siemens auf und beschreibt die Hintergründe globaler Ausbeutung und die korrupten Verflechtungen zwischen Konzernen und Regierungen. So lässt etwa der Spielwarenkonzern Mattel ("Barbie"–Puppen) Produkte von chinesischen
Beschäftigten in 16–Stunden–Arbeitstagen – 364 Tage im Jahr – bei einem Stundenlohn von 11 Cents herstellen.
Für den Weihnachtseinkauf empfehlen die Autoren, auf regionale, ökologisch hergestellte oder fair gehandelte Produkte (erkennbar an den Gütesiegeln Transfair, Max Havelaar oder Rugmark) zurückzugreifen. Doch in erster Linie gehe es nicht um Gewissensberuhigung durch Konsumverzicht, sondern um politisches Engagement gegen neoliberale Ausbeutung und für eine gerechte Globalisierung. "Das schönste Weihnachtsgeschenk wäre, wenn wir Weihnachten wieder zu einem Fest der Liebe und nicht des Konsumterrors machen könnten. Wir könnten die Adventzeit zum Anlass nehmen, Solidarität mit jenen zu üben, die auf der Flucht vor globaler Ausbeutung auf Herbergssuche in den reichen Ländern sind, indem wir etwa Asylorganisationen oder globalisierungsgestaltende Gruppen wie Attac unterstützen."
Der Globalisierungsbestseller "Schwarzbuch Markenfirmen – Die Machenschaften der Weltkonzerne" von Klaus Werner und Hans Weiss zeigt, wie wir auch zu Weihnachten bewusst einkaufen können, ohne damit Ausbeutung, Kinderarbeit, Waffenhandel und Umweltzerstörung durch große und bekannte Marken zu unterstützen.
Das im Deuticke Verlag erschienene Buch (Auflage: über 120.000) listet die unterschiedlichen Formen von Menschenrechtsverletzungen durch bekannte Unternehmen wie Adidas, Bayer, Coca–Cola, Disney, H&M, Nestlé, Nike und Siemens auf und beschreibt die Hintergründe globaler Ausbeutung und die korrupten Verflechtungen zwischen Konzernen und Regierungen. So lässt etwa der Spielwarenkonzern Mattel ("Barbie"–Puppen) Produkte von chinesischen
Beschäftigten in 16–Stunden–Arbeitstagen – 364 Tage im Jahr – bei einem Stundenlohn von 11 Cents herstellen.
Für den Weihnachtseinkauf empfehlen die Autoren, auf regionale, ökologisch hergestellte oder fair gehandelte Produkte (erkennbar an den Gütesiegeln Transfair, Max Havelaar oder Rugmark) zurückzugreifen. Doch in erster Linie gehe es nicht um Gewissensberuhigung durch Konsumverzicht, sondern um politisches Engagement gegen neoliberale Ausbeutung und für eine gerechte Globalisierung. "Das schönste Weihnachtsgeschenk wäre, wenn wir Weihnachten wieder zu einem Fest der Liebe und nicht des Konsumterrors machen könnten. Wir könnten die Adventzeit zum Anlass nehmen, Solidarität mit jenen zu üben, die auf der Flucht vor globaler Ausbeutung auf Herbergssuche in den reichen Ländern sind, indem wir etwa Asylorganisationen oder globalisierungsgestaltende Gruppen wie Attac unterstützen."
Termin–Tipp
Am 8.12. um 0h50 diskutiert Klaus Werner im ZDF Nachtstudio unter anderem mit dem ehemaligen Aldi–Manager Dieter Brandes über die Frage "Ist Geiz wirklich geil? Der wahre Wert der Dinge" (Wh. auf 3sat am 9.12. um 10h15).
Aussendung: www.markenfirmen.com
Aussendung: www.markenfirmen.com