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Gaskrise macht auch vor Oberösterreich nicht halt: Kürzung der Windkraft-Beschleunigungsgebiete gefährdet Energieunabhängigkeit

11.04.2026

Während Industrie und Haushalte unter der nächsten Gas- und Ölkrise leiden, kürzt Oberösterreich die möglichen Ausbaugebiete für Windenergie weiter

geknicktesWindrad .png
© KI Gen & oekonews

Sichere Energie vom heimischen Boden wird so weiter gegen die fossile Importabhängigkeit getauscht.

 

Wien & Linz - Die kürzlich in Begutachtung geschickte Verordnung für Beschleunigungsgebiete in Oberösterreich reduziert erneut die Beschleunigungsgebiete für die Windenergie. Bereits bisher blieben die Beschleunigungsgebiete deutlich unter den bestehenden Zielen von Bund und Land. Durch die vorgeschlagenen Rahmenbedingungen liegen bis 2030 lediglich 0,18 Terawattstunden Windstrom zusätzlich umsetzbar in Beschleunigungsgebieten vor. Das ist weit entfernt von der Zielsetzung von 1 TWh Windstromerzeugung bis 2030. „Gerade in der aktuellen Energiekrise ist es unverständlich, dass nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die Abhängigkeit von fossiler Energie zu verringern und Versorgungssicherheit für Bevölkerung und Wirtschaft zu schaffen,“ so Florian Maringer, Geschäftsführer der IG Windkraft. 


Begutachtungsentwurf auf fachlich und sachlich stabile Beine bringen


Der nun vorliegende Begutachtungsentwurf aus dem Ressort von Energielandesrat Achleitner birgt zweifelhafte Begründungen für die weitere Reduktion oberösterreichischer Energieerzeugung. Die Begutachtungsphase sollte nun nicht nur dafür genutzt werden, Stellungnahmen einzuholen, sondern nochmals intensiv daran zu arbeiten, Verantwortung für Versorgungs- und Planungssicherheit für Haushalte und Wirtschaft zu übernehmen. „Oberösterreich hat eine international wettbewerbsfähige Industrie und hunderttausende Haushalte, die langfristig sichere und vor allem leistbare Energie brauchen. Das ist jetzt die Aufgabe, um die es geht und wir gehen davon aus, dass das allen Beteiligten bewusst ist,“ so Maringer.


Windkraft stärkt die heimische Versorgungssicherheit – besonders im Winter

 

Rund zwei Drittel des jährlichen Windstroms werden im Winterhalbjahr erzeugt, also genau dann, wenn Wasser und Sonne nur eingeschränkt liefern und teure Gasimporte notwendig werden. Die Windkraft trägt damit entscheidend zu Stabilität und Versorgungssicherheit bei.

 

Ein modernes Windrad liefert genug Strom für rund 5.200 Haushalte. Oberösterreich hat große Windenergiepotenziale von bis zu 8 TWh, von denen ein kleiner Teil bereits Stabilität und Sicherheit für heimische Unternehmen und Bürger:innen bringen kann.

 

„Wer Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und stabile Preise will, setzt auf heimische Erneuerbare – und insbesondere auf Windkraft“, fasst Maringer zusammen. „Der Ausbau ist kein Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit für Österreichs unabhängige Energiezukunft.“

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