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Fridays For Future fordern Verantwortung: Klimaschutz ist keine Option, sondern Verpflichtung

05.07.2025

Klimaziele sind keine vagen Zukunftsversprechen, sondern zentrale Verpflichtungen für den Schutz unserer Lebensgrundlagen.

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Aktion vor dem Klimaministerium © Larissa Szabo

Wien  – Vor dem Hintergrund der aktuellen Hitzewelle haben Aktivist:innen von Fridays For Future am Freitag  vor dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Klimaschutz ein deutliches Zeichen gesetzt. Ihr Appell richtet sich an Klimaminister Norbert Totschnig sowie an die gesamte Bundesregierung: Klimaziele sind keine vagen Zukunftsversprechen, sondern zentrale Verpflichtungen für den Schutz unserer Lebensgrundlagen.

Die Aktion macht klar: Wer sich zu Klimaneutralität bis 2040 bekennt – wie es im Regierungsprogramm festgeschrieben ist –, muss sich auch glaubwürdig auf europäischer Ebene dafür einsetzen. Das neue EU-Ziel für 2040 steht zur Entscheidung an. Fridays For Future fordert: Österreich muss sich hier klar zu -90 % Emissionsreduktion bekennen – ohne Ausnahmen, ohne Schlupflöcher.

Mit Blick auf die Aussagen des Ministers, Klimaneutralität sei eine „Kür“ und Klimaschutz dürfe nicht „diktiert“ werden, betonen die Aktivist:innen, dass solche Formulierungen die Ernsthaftigkeit der Lage untergraben. Die Realität der Klimakrise lasse sich nicht verschieben – ebenso wenig wie der Notruf bei einem Hitzschlag, den man auch nicht später wählt, weil es gerade unbequem ist oder man noch die Zustimmung aller braucht.

Fridays For Future erinnert daran, dass das Regierungsprogramm nicht zufällig Klimaneutralität bis 2040 vorsieht: Es ist eine politische Lebensversicherung für kommende Generationen. Österreich muss daher auf EU-Ebene glaubwürdig eintreten für ambitionierte Ziele – denn alles andere beschädigt die Glaubwürdigkeit der Politik und gefährdet unser aller Zukunft.

Die Verantwortung liegt nicht allein beim Klimaminister. Auch Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger stehen in der Pflicht, eine klare Haltung einzunehmen. Die nächste Hitzewelle wartet nicht, bis die Spitzen der Regierung aufgewacht sind. Klimapolitik muss zur Grundhaltung werden – gerade weil sie alle Lebensbereiche betrifft: von der Staatskasse über die Sicherheit bis zur Bildung.

Versäumnisse bei den Klimazielen führen zu ganz konkreten Belastungen – etwa durch EU-Strafzahlungen, Schäden an der Infrastruktur durch Extremwetter oder durch zunehmende Haushaltskonflikte infolge steigender Kosten.

In der kommenden Woche legt Österreich seine Position zum EU-Klimaziel für 2040 fest. Fridays For Future macht deutlich: Das Regierungsversprechen von Klimaneutralität bis 2040 verpflichtet zu entschlossenem Handeln. Für die junge Generation – und für eine Zukunft, die auch morgen noch verlässlich ist.

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