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Freiwillig ohne Gentechnik in Wien

26.07.2005

Hochqualitative Obst– und Gemüsesorten ohne Anwendung von Gentechnik: das Anliegen der Bauern und der KonsumentInnen

Die Millionenstadt Wien könnte sich täglich selbst mit frischem Obst und Gemüse versorgen, ohne jeglichen Import. Siebzehn Prozent der Wiener Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt und von mehr als 900 bäuerlichen Betrieben bearbeitet. „Nahversorgung garantiert nicht nur frische, knackige und schmackhafte Produkte, sondern auch kurze Transportwege, sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt– und Klimaschutz. Zudem hat das Wiener Obst und Gemüse noch eine weitere Qualität, es wird ohne Gentechnik produziert„, so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der Pressekonferenz mit Landwirtschaftsminister Josef Pröll anlässlich der Aktion „Genuss Region„. Diese Aktion hebt gezielt die Bedeutung regionaler Spezialitäten hervor.

Immer mehr Bauern in der Plattform „Freiwillig ohne Gentechnik„

Die Stadt Wien hat mit der Landwirtschaftskammer Wien und der LGV, der Gemüse–Erzeugerorganisation, die Plattform „Freiwillig ohne Gentechnik„ gegründet. Dieser schließen sich immer mehr Bauern an, sie verzichten damit freiwillig auf den Einsatz von Gentechnik. „Die Voraussetzungen dazu sind gut, es gibt bisher kein zugelassenes Saatgut für Gentechnik–Gemüse„, erläutert Molekularbiologin Sima. Neben der freiwilligen Allianz hat der Wiener Landtag vor kurzem auch das Gentechnik–Vorsorgegesetz verabschiedet, das strenge Regelungen, eine Bewilligungspflicht und volle Informationspflicht für einen möglichen Anbau von Gentechnik vorsieht. „Mit dieser Doppelstrategie werden wir das Wiener Obst und Gemüse auch weiterhin gentechnikfrei halten, das wollen sowohl die Konsumenten als auch die Bauern„, so Sima.

Integrierte Produktion: Nützlinge gegen Schädlinge

In den Genuss von Wiener Obst und Gemüse kommen die KonsumentInnen nahezu das ganze Jahr über. Die Sonnenregion Ostösterreich ist eines der besten Gemüseanbaugebiete Europas. Besonders hervorstechend ist der Gemüseanbau, es dominieren Gurken, Paradeiser, Paprika und Häuptlsalat aber auch Radieschen, Karfiol und Kohlrabi werden angebaut. Das alles nach den Grundsätzen der „Integrierten Produktion„, sehr umweltfreundlich und gesund. In vielen Bereichen werden Nützlinge gegen Schädlinge eingesetzt. Jährlich werden rund 50.000 Tonnen Frischgemüse produziert, die den Weg aus den Wiener Betrieben in die Töpfe und auf die Teller der Gemüse–Genießerinnen und –Genießer finden.
Die LGV – Frischgemüse ist die Erzeugerorganisation, die die Produkte vermarktet. Alleinvorstand Karl Nehammer erhielt heute, stellvertretend für die Mitglieder der LGV, die sogenannte „Regionsurkunde„ als Auszeichnung für die Verdienste um die „Genuss Region Wien„.
„Die vielen Grünflächen und der Grüngürtel tragen entscheidend zur hohen Lebensqualität in Wien bei. Ohne den täglichen Einsatz der Bauern und Bäuerinnen könnten diese Flächen nicht bestehen, daher gilt ihnen besonderer Dank und volle Unterstützung„, so Umweltstadträtin Sima abschließend.
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26.07.2005 | Autor*in: stevanov
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