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Frankreich setzt sich erneut in die "AKW-Falle"

20.02.2026

Das ökonomische Einmaldesaster (1955 – 2026) reicht offenbar nicht

druschba amitié Freundschaft.jpg
© James Abbe; EU2024BE_240321_Nuclear Energy Summit_Brussels Expo_JNZT_0366
Vor über 15 Jahren war in Frankreich bereits klar, dass die meisten der 57 AKWs ihrem Betriebsende zugehen und etwas geschehen muss.
Die ausgerufene Strategie lautete, jedoch leider nur einige Monate, die Stromwende engagiert voranzubringen. 
Dann kam der Rückzieher, der nach dem vor kurzen neu veröffentlichtem Energieplan vehement fortgesetzt werden soll,  und vor allem eines passierte nicht: Nämlich die erneuerbaren Kapazitäten entsprechend hochzuschrauben, um die nuklearen Kraftwerke zu ersetzen. Jetzt soll  stattdessen Vollgas beim AKW-Ausbau gegeben werden, nachdem der staatliche Stromkonzern EDF  jährliche Einnahmenverluste von rund 15 Mrd. Euro für den Atomsektor durch ein Ansteigen erneuerbarer Energien hat.


Frankreich setzt sich erneut in seine selbst geschaffene Energiefalle. Man muss nun, ob man will oder nicht, sehr viel Geld in die Hand nehmen. Die Franzosen merken davon noch (zu) wenig, weil die Staatskasse das Unbezahlbare ohne Unterbrechung dauersubventioniert - seit 1955. 


Nun wird neuerlich in AKWs "investiert", welche durchgehend 24/7 Strom produzieren,  Wind- oder Photovoltaik-Parks müssen die Restmengen an Strom liefern.  Gibt es in Zukunft „zu viel“ günstigen Ökostrom, müssen erneuerbare Anlagen abgeriegelt werden. Das macht dann Ökostrom teuer, weil die Anlagen dadurch seltener und deutlich weniger Strom generieren und verkaufen würden, als sie könnten.

Wenn dann Atomstrom weiter dominiert und bei der Erzeugung ca. zweieinhalbmal teurer ist als erneuerbarer (exklusive Endlagerkosten wohlgemerkt), manövriert sich Frankreich in die "neue alte" Kostenfalle. Den nachhaltigen Ausweg aus dem AKW-Desaster namens Stromwende verwehren Politiker ihren Untertanen. Punkt.
 


Die Doppelmühle ist perfekt:


1. Für Investitionen in Ökostromanlagen, welche langfristig die Endkundenpreise senken und die Uran-Importabhängigkeit mindern würden, ist dann kein Budget mehr da, weil das AKW-System Unsummen verschlingt. 


2. Höchstsubventionierter Atomstrom konkurriert dann - künstlich wettbewerbsfähig gemacht - mit in Wahrheit viel billiger erneuerbar erzeugtem Strom an den Strombörsen, sozusagen ganz in der Manier alter Ostblock-Planwirtschaft aus Sowjetzeiten. Investoren, die Wind und Solar privat finanzieren würden, werden daher um Frankreich einen großen Bogen machen.


Freundschaft! = druschba! (russ.) = amitié! (fr.) - das Uran kommt ja wohl weiterhin aus Russland. 

(siehe aktuelle Infos von Greenpeace Frankreich)
 

Links

  • Dr. Fritz Binder-Krieglstein
  • Pressekonferenz zum Energieprogramm Frankreichs (französisch) + Energieprogramm
  • Nuklear - Eine russische Abhängigkeit (in französisch)
  • Bloomberg Artikel: EDF warnt vor Kostenverlusten für Atomkraft durch Solar und Wind

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