Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

Frankreich kürzt Ziele für Erneuerbare-Energieausbau

17.02.2026

Atomkraft weiterhin als zentrale Säule - obwohl es Stimmen gibt, die einen raschen Ausbau als schwierig machbar sehen

pexels-rob-1455802-12276056.jpg
Atomkraft © Rob pexels.com

Paris - Frankreich hat sein drittes Mehrjahres-Energieprogramm (PPE3) für 2026–2035 vorgestellt, das die Weichen für eine „nukleare Wiederbelebung“ stellt und die zuvor hochgesteckten Ziele für erneuerbare Energien anpasst. Ziel des Programms ist es, das Land bis 2050 auf den Pfad zur CO₂-Neutralität zu bringen, wobei ein ausgewogener Energiemix aus Kernenergie und erneuerbaren Quellen im Fokus steht.
 

Anpassung der erneuerbaren Ziele 

Ursprünglich plante Frankreich, bis 2035 90 GW an installierter Photovoltaik-Kapazität zu erreichen. Im neuen PPE3 wurde dieses Ziel auf 55–80 GW gesenkt, mit einem Zwischenziel von 48 GW bis 2030. Auch die Onshore-Windkapazität wurde angepasst: 2030 sollen 31 GW und bis 2035 35–40 GW installiert sein, anstelle der zuvor vorgeschlagenen 40–45 GW. Für Offshore-Wind wurde das Ziel von 18 GW bis 2035 auf 15 GW gesenkt. 
 

Atomkraft  immer noch im Zentrum 

Die PPE3 legt großen Wert auf die Wiederbelebung der Atomkraft. Sechs neue Reaktoren sollen gebaut werden, die bereits ab 2038 in Betrieb gehen, zudem sollen die 57 bestehenden Reaktoren konsolidiert und erweitert werden. Bereits 2030 wird die Kernkraftleistung auf 380 TWh steigen.
 

Mehrere  französische Energieexperten weisen jedoch darauf hin, dass der Ausbau von Atomkraftwerken ein extrem langfristiges Unterfangen ist und bisher kein Kernkraftwerk in der geplanten Zeit und zu den angenommenen Kosten fertig gestellt wurde. Sie meinen, dass erneuerbare schneller ausbaubar sind.   Genehmigungen, Bauzeiten und Sicherheitsprüfungen für Atomkraftwerke  können Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Ob die Anpassung der Ziele in diesem Bereich tatsächlich umsetzbar ist, wird daher  skeptisch gesehen. Die Dekarbonisierungsziele sind  zu erreichen, soviel scheint fix. 

 

Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen 

Die Umsetzung des PPE3 soll bis 2030 mehr als 120.000 Arbeitsplätze schaffen, insbesondere in den Bereichen Kernenergie, Solar-PV und Offshore-Wind. Gleichzeitig erwartet die Regierung, dass das Programm die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert, die aktuell Importkosten von rund 60 Milliarden Euro pro Jahr verursachen.

Mit diesen Anpassungen unterstreicht Frankreich den Balanceakt zwischen kurzfristiger Versorgungssicherheit, langfristiger CO₂-Reduktion und wirtschaftlicher Machbarkeit. Während die Atomkraft von Regierungsseite immer noch als stabiler Eckpfeiler gilt, zeigt die Kürzung der erneuerbaren Ziele, dass der Ausbau grüner Energie in Frankreich nach Meinung der regierenden Politik nicht automatisch beschleunigt werden kann, obwohl die Umsetzung von mehr Atomkraft komplexe politische und technische Herausforderungen birgt.

  • Drucken
  • Empfehlen
17.02.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Damit Europa nicht erpressbar ist: Klimapolitik als zentrale Säule für Sicherheit

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Neues von Märchentante Katharina

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Samstag, 7. März 2026, 68.437 Artikel Online

Weitere Themen

  • Atomausstieg muss geLINGEN – Keine Deals mit Putin!
  • Preissturz bei Speichern: Batterien werden zum neuen Rückgrat der Energiewende
  • Nahostkrieg lässt Energiepreise steigen: Radikaler Ausbau erneuerbarer Energien als klare Lösung!
  • Landwirtschaftskammer: Österreich muss Energie-Abhängigkeit beenden – Erneuerbare als Schutzschild gegen Krisen
  • atomstopp: Linzer Hauptplatz könnte über einen Kilometer hoch mit atomar verseuchter Fukushima-Erde gefüllt werden.
  • Frankreichs neuer Energieplan:  Demokratischer Rückschritt, ökologisches Risiko und wirtschaftlicher Irrweg
  • Uranatlas: Atomenergie verstärkt die geopolitische Abhängigkeit Europas von Russland
  • AKWs um 500 Milliarden unterversichert - NGOs bei EU-Kommission für neue AKW-Haftpflicht
  • Elektrifizierung als Billionen-Investition – warum Stromnetze, Batterien und Industrieausrüster vor einem neuen Zyklus stehen
  • Produktionsstopp in Katar treibt Gaspreise in die Höhe
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.050 Artikel | Seite 1 von 1.305

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
pexels-rob-1455802-12276056.jpg

Atomkraft © Rob pexels.com