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Förderung der thermischen Sanierung macht Sinn

29.11.2009

Win-win-Situation für Umwelt und Wirtschaft - Neues Modell zur thermischenSanierung für Ein- und Zweifamilienhäuser vorgestellt

ja © Rainer Sturm/pixelio.de
ja © Rainer Sturm/pixelio.de
Wien - Christoph Matznetter, SPÖ-Wirtschaftssprecher, und Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, stellten am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema "Leistbarer Klimaschutz für alle - Wichtige Investitionen in Umwelt und Wirtschaft" ein neues Modell zur Förderung der thermischen Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern und Wohnungen vor. "Die Förderung der thermischen Sanierung schafft eine Win-win-Situation für Umwelt und Wirtschaft. CO2-Reduktion, die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie eine Verbesserung der Wohnqualität sind nur einige der positiven Effekte", so Bayr.
Hintergrund ist Österreichs Verfehlung der Kyoto-Ziele: 2008-2012 wird das Budget mit 531 Millionen Euro für den Kauf von Emissionszertifikaten belastet. "Was wir brauchen, sind aber effektive Maßnahmen der Energie- und Klimapolitik zur CO2-Reduktion im Inland. Durch den Kauf von Zertifikaten spart Österreich kein CO2 ein", betonte Bayr. Die Förderungen im Konjunkturpaket II
unterstützten besonders die oberen Einkommen. "Niedrigere Einkommen profitierten von dem Prämienmodell nicht, da die Anfangsinvestitionen gar nicht getätigt werden können", kritisierte Matznetter.
Thermische Sanierung mittels zinsfreier Kredite
"Thermische Sanierung muss aber für alle leistbar sein. Wir fordern daher zinsfreie Kredite, für die die öffentliche Hand haftet und die von allen in Anspruch genommen werden können, und zwar rasch und unbürokratisch", forderte Matznetter. Besonders wichtig sei auch die Ausweitung der Förderungen auf Wohnungen. Die Umstellung der Heizanlage einer durchschnittlichen Wohnung, z.B. von Öl auf Pellets, bringe den Bewohnern eine deutliche Reduzierung ihrer jährlichen Heizkosten (von ca. 850 auf 350-400 Euro). Wenn in den nächsten fünf
Jahren 100.000 Haushalte jährlich gefördert werden, entspricht das einem Investitionsvolumen von 7,5 Mrd. Euro - das Fördervolumen macht 450 Mio. Euro aus. "Diese relativ geringen Aufwendungen durch den Staat stehen der Schaffung bzw. Sicherung von 15.000 Arbeitsplätzen und Einnahmen für den Staat von 870 Mio. Euro gegenüber, weiters würden über 600.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Und das bleibt auch so, denn das ist eine Maßnahme, die dauerhaft zu einer Reduktion von CO2 führt", betonten Bayr und Matznetter.
Staat nimmt mehr ein als er investiert
Die SPÖ-Umweltsprecherin fasste die Vorteile des vorgeschlagenen Modells nochmals zusammen: "Der Staat nimmt mehr ein, als er investiert, die Arbeitslosigkeit wird bekämpft, das Kyoto-Ziel rückt näher und der Zukauf von Emissionszertifikaten kann drastisch gesenkt werden." Klimapolitik sei für Bayr auch eine Frage von Klimagerechtigkeit und von Gewinn an Lebensqualität.
Die nächsten notwendigen Schritte seien die Beschlussfassung zur Fortsetzung der Förderung der thermischen Sanierung von Wohnungen und Häusern mit diesem neuen Finanzierungsmodell. Förderanträge und Sanierung sollen bereits 2010 möglich sein.
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29.11.2009 | Autor*in: holler
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