FMTG senkt CO₂-Emissionen deutlich und setzt auf freiwillige Nachhaltigkeitsberichte
Obwohl das Unternehmen nach den geänderten EU-Vorgaben nicht mehr unter die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) fällt, orientiert sich der Bericht 2025 erneut an den europäischen ESRS-Standards. Damit will die Tourismusgruppe ihre Fortschritte bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit weiterhin transparent dokumentieren.
Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei den marktbasierten Scope-2-Emissionen aus: Sie gingen gegenüber 2024 um 27 Prozent auf 8.288 Tonnen CO₂-Äquivalent zurück. Ausschlaggebend dafür sind vor allem der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien sowie Veränderungen im Unternehmensportfolio. An den österreichischen Standorten stammen mittlerweile rund 90 Prozent des Stroms, der Wärme und der Kälte aus erneuerbaren Quellen.
Auch der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch stieg innerhalb eines Jahres von 49,5 auf 54,6 Prozent. Zwei zusätzliche Photovoltaikanlagen erhöhten die Eigenstromproduktion um rund ein Drittel auf 458 Megawattstunden.
Die gesamten Treibhausgasemissionen der Gruppe (Scope 1 bis 3) nahmen allerdings um 39 Prozent zu. Ursache dafür sind umfangreiche Bauprojekte in Italien. Betrachtet man ausschließlich die Hotel- und Campingbetriebe, verbesserte sich die CO₂-Intensität pro Übernachtung hingegen um 15 Prozent.
Auch bei den Nachhaltigkeitszertifizierungen meldet die FMTG Fortschritte: Sämtliche Hotels in Österreich tragen inzwischen sowohl das Österreichische Umweltzeichen als auch das EU-Ecolabel. Künftig sollen weitere Hotels und Campingplätze der Gruppe zertifiziert werden.
Neben ökologischen Maßnahmen investiert das Unternehmen verstärkt in die Mitarbeiterentwicklung. Die Zahl der Lehrlinge stieg seit 2021 von 22 auf 41 und damit um rund 86 Prozent. Mehrere Auszeichnungen im Personalbereich unterstreichen diese Entwicklung.
Für die kommenden Jahre hat sich die Unternehmensgruppe ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien auf Gruppenebene auf 70 Prozent steigen, bis 2035 soll die Wärmeversorgung vollständig ohne fossile Energieträger auskommen. Bereits 2026 will die FMTG einen Klimaübergangsplan mit konkreten Emissionszielen für 2030, 2040 und 2050 vorlegen.
Parallel dazu baut die Unternehmensgruppe ihr Beratungsangebot im Bereich Nachhaltigkeit aus. Die 2024 gegründete ESG-Abteilung von Michaeler & Partner unterstützt inzwischen neben der FMTG auch externe Unternehmen bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien, Klimabilanzen und ESG-Berichten. Ziel sei es, Nachhaltigkeit wirtschaftlich sinnvoll in den Unternehmensalltag zu integrieren und regulatorische Anforderungen mit praktikablen Lösungen zu verbinden.