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Flugverkehr wird mit 1 Milliarde Euro indirekt subventioniert!

10.03.2006

Seit dem Jahr 1990 hat sich Flugverkehr in Österreich mehr als verdoppelt

Kerosinsteuer einführen, Flugverkehr in Emissionshandel einbeziehen

Seit dem Jahr 1990 hat sich der Flugverkehr in Österreich mehr als verdoppelt! Mehr als 300.000 Menschen in Österreich leiden unter dem Fluglärm. Weitere Ergebnisse der VCÖ–Studie: Insgesamt kostet der Flugverkehr in Österreich 3,7 Milliarden Euro pro Jahr. Der VCÖ fordert die Besteuerung des Flugtreibstoffs Kerosin sowie die Einbeziehung des Flugverkehrs in den CO2–Emissionshandel.
Das Flugzeug ist bei der Ökobilanz das Schlusslicht. Die VCÖ–Studie zeigt, dass bei Kurzflügen bis 500 Kilometer die CO2–Emissionen des Flugzeuges mit 0,48 Kilogramm pro Personenkilometer um 60 Prozent höher sind als bei einem Pkw und sieben Mal so hoch wie bei einem ICE. Insgesamt verursachte der Flugverkehr in Österreich im Jahr 2004 rund 1,6 Millionen Tonnen Treibhausgas–Emissionen. „Das besondere Problem ist, dass die Emissionen in großer Höhe in die Atmosphäre gelangen und eine 2,7–Mal stärkere Klimawirkung haben als am Boden„, macht VCÖ–Experte Rauh aufmerksam.
Der VCÖ kritisiert, dass der Flugverkehr von den Kyoto–Klimazielen ausgenommen ist. Der VCÖ befürwortet den Vorschlag der EU–Kommission, den Flugverkehr in den Emissionshandel einzubeziehen.
Die VCÖ–Studie zeigt, dass der Flugverkehr in Österreich insgesamt Kosten von rund 3,7 Milliarden Euro pro Jahr verursacht. 2,7 Milliarden Euro sind in den Preisen für Tickets und Luftfracht enthalten. Eine Milliarde Euro der Kosten werden von der Allgemeinheit bezahlt, etwa Klima– und Schadstoffkosten sowie Fluglärmschäden. „Diese mangelnde Kostenwahrheit beschleunigt das Wachstum des Flugverkehrs„, so VCÖ–Experte Rauh.
Flugtreibstoff wird im Gegensatz zu Benzin und Diesel sowie zu Strom nicht besteuert. Der Verzicht auf eine Kerosinsteuer in Höhe der Mineralölsteuer auf Heizöl (9,8 Cent pro Liter) bedeutet, dass der Staatshaushalt auf Einnahmen von 70 Millionen Euro verzichtet, wie die VCÖ–Studie ergab. Aufgabe einer Kerosinsteuer wäre die Abdeckung der vom Flugverkehr verursachten Klimakosten. Die Kerosinsteuer würde damit Einnahmen von rund 490 Millionen Euro bringen. Der VCÖ fordert daher die rasche Einführung einer Kerosinsteuer. Für Inlandflüge kann Österreich die Kerosinsteuer selbständig einführen.
Der VCÖ weist darauf hin, dass in der Nähe von Flughäfen der Fluglärm und die erhöhte Schadstoffbelastung ein großes Problem sind. In Österreich leiden rund 300.000 Menschen unter dem Lärm des Flugverkehrs. „Neben den Emissionen beim Abflug und Landen der Flugzeuge erhöht der Zubringer–Verkehr zum Flughafen die Schadstoffbelastung. Mit guten Bahnverbindungen kann dieser Verkehr auf die Schiene verlagert werden„, verweist VCÖ–Experte Rauh auf Zürich, wo 60 Prozent der Fluggäste mit der Bahn anreisen. In Frankfurt sind es 35 Prozent, in Wien nur 25 Prozent.
Die VCÖ–Studie „Fokus Flugverkehr – Folgen des Wachstums„ ist beim VCÖ erhältlich. Tel. (01) 8932697, [vcoe@vcoe.at] oder www.vcoe.at
VCÖ: Flugverkehr in Österreich hat stark zugenommen Zahl der Flugbewegungen (Abflüge, Landungen, Transit) 1990: 125.000 2005: 310.944 (plus 149 Prozent)
Zahl der Fluggäste: 1990: 7,5 Millionen 2005: 20,4 Millionen (plus 172 Prozent)
Zurückgelegte Flugkilometer 1990: 2,6 Milliarden Personenkilometer 2005: 5,3 Milliarden Personenkilometer (plus 104 Prozent)
Luftfracht: 1990: 80.000 Tonnen 2005: 196.308 Tonnen (plus 145 Prozent) Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2006

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  • vcoe.at

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10.03.2006 | Autor*in: pawek
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