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Fischsterben in der Lobau ist Alarmsignal

21.02.2026

Wiener Stadtregierung darf Verantwortung nicht länger ignorieren

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© Adege pixabay.com
Ökologische Krise in der Unteren Lobau ist auch Ergebnis jahrelanger Untätigkeit seitens der Stadt Wien: Dauerhafte Sicherung der Wasserzufuhr längst überfällig!  

Wien  „Seit Jahren weisen Expert:innen auf die prekäre Situation der Gewässer in der Lobau hin. Dass es nun zu einem massiven Fischsterben kommt, ist kein unvorhersehbares Naturereignis, sondern die Folge politischer Versäumnisse“, so Tina Wirnsberger, Umweltsprecherin der Grünen Wien, und weiter: „Eine intakte Fischfauna ist Kernbestandteil eines gesunden Au-Systems. Wenn ganze Bestände verenden, ist das ein massiver ökologischer Schaden und eine umweltpolitisches Versagen der Stadtregierung."
 

Wirnsberger verweist dabei insbesondere auf die klaren ökologischen Vorgaben für das unter strengem Naturschutz stehende Gebiet, die eine funktionierende Wasserführung und stabile Lebensbedingungen für die Tierwelt sicherstellen sollen: „Die Stadt hat die Verpflichtung, zum Schutz einer gesunden Fischpopulation regelmäßige Erhebungen über deren Zustand durchzuführen. Dies wurde jedoch in der Unteren Lobau in den letzten Jahren verabsäumt. Dieses Wegschauen rächt sich jetzt auf dem Rücken eines einzigartigen Ökosystems.“


Für die Donaustädter Gemeinderätin Heidi Sequenz steht fest, dass es nun keine weiteren Verzögerungen geben darf: „Niedrigwasser verschärft die Situation in der Unteren Lobau dramatisch. Wir brauchen jetzt rasch eine nachhaltige, ökologische Wasserzufuhr, die den Namen auch verdient, satt langwieriger Prüfungen ohne Ergebnis.“

Die Grünen fordern die  Wiener Stadtregierung auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden, indem sie umgehend Schritte zur dauerhaften Sicherung der Wasserzufuhr setzt und einen Managementplan zur Stabilisierung der Fischbestände vorlegt. Sie  werden außerdem eine Anfrage stellen, um aufzuklären, wie es zu dem drastischen Fischsterben kommen konnte. „Die rot-pinke Stadtregierung muss endlich ihre Verantwortung für dieses einzigartige Naturschutzgebiet ernsthaft wahrnehmen. Natur- und Artenschutz dürfen nicht länger nachrangig behandelt werden“,  meinen Wirnsberger und Sequenz.

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21.02.2026
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