Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

Fische und Forschung: Neue Behandlungsansätze bei Knochenerkrankungen älterer Menschen

28.11.2024

Mit zunehmendem Alter nehmen Muskelmasse und Muskelkraft immer weiter ab, sodass gerade Hochaltrige vermehrt mit funktionellen Einschränkungen zu kämpfen haben.

pietschmann-peter-prof-dr-quelle-meduni-wien.png
Professor Peter Pietschmann © Med, Uni WIen

Das führt vermehrt zu Stürzen und schweren Verletzungen. „Immer mehr Betroffene brauchen mehr Hilfe im Alltag, die Kosten für die medizinische Versorgung nehmen zu. Um beides zu begrenzen und vor allem die Mobilität älterer Patientinnen und Patienten so lange wie möglich zu erhalten, müssen wir die Forschung zum alternden Knochen weiter ausbauen“, fordert Professor Markus Gosch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Neue Ansätze bieten beispielsweise innovative Senolytika-Therapiemöglichkeiten oder Untersuchungen an Fischen der Art „Nothobranchius-furzeri“. „Was erstmal ungewöhnlich klingt, könnte zukünftig bei der Sarkopenie-Therapie helfen. Wir brauchen innovative Ansätze.“

Senolytika sind Moleküle, die jene gealterten Körperzellen gezielt eliminieren, die nicht mehr richtig funktionieren und Entzündungen fördern. Diese Zellen sind mit verschiedenen altersbedingten Erkrankungen und dem Alterungsprozess selbst verbunden. „Senolytika – als Medikamente – könnten verstärkt zur Behandlung von Alterskrankheiten wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose eingesetzt werden. Durch die Reduzierung geschädigter Zellen könnte das Fortschreiten dieser Erkrankungen verlangsamt oder sogar gestoppt werden“, sagt Prof. Peter Pietschmann, Leiter der Abteilung für Zelluläre und Molekulare Pathophysiologie an der Medizinischen Universität Wien. Das Ziel müsse sein, seneszente Zellen – also Zellen, die bestimme ungünstige Faktoren produzieren – durch den gezielten Einsatz einer Senolytika-Therapie zu reduzieren. „Wenn uns das durch eine intensivere Forschung gelingt, könnten wir nicht nur mehrere für das Altern typische Erkrankungen beeinflussen, sondern auch die Lebensqualität älterer Menschen verbessern.“

Forschung an Fischen: Gene zur Alternssteuerung herausfiltern Vielversprechende Forschungsansätze seien dabei die Mikrountersuchung von Knochenstrukturen – insbesondere an Fischen der Art „Nothobranchius-furzeri“. Dieser bis zu sechs Zentimeter lange Türkise Prachtgrundkärpfling hat nur eine kurze Lebensdauer von etwa drei bis vier Monaten. „Deswegen können wir an diesen Exemplaren die Alterungsprozesse in kurzer Zeit hervorragend beobachten und analysieren“, sagt Pietschmann. „Hier müssen wir uns verstärkt darauf konzentrieren, präzise die Gene zur Alternssteuerung herauszufiltern. Nur so können wir noch genauer beschreiben, was im alternden Knochen passiert und wie wir diese Prozesse beeinflussen könnten.“ Was Untersuchungsdaten schon jetzt zeigen, die auf genau diesen Forschungsansätzen basieren: „Gezielte Osteoporose-Therapien zeigen auch bei Patientinnen und Patienten im höheren Lebensalter Wirkung. Das ist ein klares Signal, daran weiter zu forschen!“

Zur Person:

Professor Peter Pietschmann ist Leiter der Abteilung für Zelluläre und Molekulare Pathophysiologie an der Medizinischen Universität Wien. Der Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und Pathophysiologie untersuchen zusammen mit seinem Team die Biologie und Pathophysiologie des Knochens. Dafür nutzt er molekulare, zelluläre und translationale Ansätze anhand von In-vivo- und In-vitro-Studien. Pietschmann leistete zahlreiche wichtige und innovative Beiträge auf dem Gebiet der Knochen- und Osteoporose-Forschung und war einer der ersten, der die Wechselwirkungen zwischen Knochen und Immunsystem beschrieb, ein Gebiet, das heute als „Osteoimmunologie“ bezeichnet wird. Peter Pietschmann ist derzeit Präsident der European Calcified Tissue Society (ECTS) und Vorstandsmitglied der Austrian Bone and Mineral Society (ABMS).
  • Drucken
  • Empfehlen
28.11.2024
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Saatgut: 139 Organisationen und 160.000 Bürger:innen appellieren an EU-Landwirtschafts-Minister:innen 

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Neue Partnerschaft fördert gentechnik-freie Landwirtschaft, schafft Arbeitsplätze und verringert Armut

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 13. Januar 2026, 68.131 Artikel Online

Weitere Themen

  • Neue Zahnpasta stoppt Parodontitis-Erreger
  • Grenzüberschreitendes INTERREG-Projekt „PollenCare“ gestartet
  • Hanfsamen bestellen – die besten Seiten & Shops im Überblick
  • Mit Rezepten von Bäuerinnen "das Beste aus dem Reste vom Feste" machen
  • Lebensmittelverschwendung: Bewusst genießen statt wegwerfen
  • Wenn Liebe unter die Haut geht: Wie Oxytocin und Zärtlichkeit die Wundheilung fördern
  • Macht uns der Duft vom Tannenbaum glücklicher?
  • Versteckte Auslöser von Alzheimer:  Infektionen und Diabetes erhöhen das Risiko 
  • Experte der Ärztekammer: Sicheres Silvester ohne Böller
  • Lachen verbindet:  Echtes Lachen vertreibt Einsamkeit –  Vor dem Bildschirm kann das nicht
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.202 Artikel | Seite 1 von 321

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
pietschmann-peter-prof-dr-quelle-meduni-wien.png

Professor Peter Pietschmann © Med, Uni WIen