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Fernkälte: ein Klimatisierungssystem der Zukunft?

29.08.2005

Der wachsende Bedarf an Klimatisierung verlangt innovative Lösungen

Ob spätsommerliche Sonne oder nicht - der Bedarf an Klimatisierung steigt. Und zwar in ganz Europa, auch in unseren Breitengraden, nicht nur im Süden.
Viele Gebäude sind im Sommer ohne Klimatisierung erhitzt , auch zusätzliches technisches Equipment wie Computer, Kopierer, und Großrechen-Anlagen erzeugen Wärme. Manch moderne Glas-Fassade etwa benötigt Kühlung (bei entsprechender Sonneneinstrahlung) bereits ab einer Außentemperatur von 6 Grad.
Das unausweichliche Problem am explodierenden Kühlbedarf: Steigen wir nicht rechtzeitig auf alternative Kühl-Modelle um, wächst unser Stromverbrauch derart, dass Kapazitätsengpässe und die reale Gefahr von Stromausfällen droht.
Fernkälte gilt in diesem Zusammenhang als ein System der Zukunft.Ähnlich wie bei der Fernwärme wird dabei über eine zentrale Verteilerstelle mittels Rohr-Leitungen gekühlt. Fernkälte gilt gegenüber herkömmlichen Klima-Geräten als besonders umweltfreundlich, verursacht weniger CO2-Emmiossionen und als Primärenergie kommt die Abwärme ebenso zum Einsatz wie etwa Biomasse oder Solarwärme.
Vorreiter auf diesem Gebiet ist einmal mehr Skandinavien, auch inÖsterreich sind erste Anlagen - etwa im Linzer Brucknerhaus oder im Wiener AKH - bereits erfolgreich in Betrieb. Nächstes geplantes Großprojekt: TownTown im 3. Wiener Gemeindebezirk.
"Die Fernwärme Wien rechnet in den nächsten zehn Jahren mit einem Umsatz von 8 Millionen Euro auf dem Gebiet der Fernkälte", zeigt Franz Schindelar, stellvertretender Obmann des Fachverbandes und technischer Direktor der Wien Energie , die möglichen Dimensionen der neuen Technologie auf.
Das diese Fernkälte jedoch auf alle Fälle mit erneuerbaren Energien erzeugt werden sollte, scheint eigentlich für die zukünftige Entwicklung logisch.
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29.08.2005 | Autor*in: holler
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