Fast Fashion macht Plastikmist
„Auch wenn Recycling-Symbole oder Öko-Labels auf vielen Kleidungsstücken prangen – die Textilindustrie ist noch weit von echter Nachhaltigkeit entfernt. Wir kaufen einfach zu viel!“, sagt Textilexpertin Michaela Knieli.
Die Expert:innen raten, weniger, aber hochwertige Kleidung zu kaufen, Kunstfasern zu vermeiden und Textilien so lange wie möglich zu nutzen - durch gute Pflege, Reparatur oder Secondhand-Angebote. So lässt sich nicht nur Abfall, sondern auch Mikroplastik vermeiden, das beim Waschen von Synthetikfasern in die Umwelt gelangt.
Recycling von Textilien steckt noch in den Kinderschuhen. Viele Kleidungsstücke werden kaum getragen und landen rasch im Müll oder werden verbrannt. Nur ein Bruchteil wird tatsächlich zu neuer Kleidung verarbeitet. Aus PET-Flaschen hergestelltes Polyester ist laut DIE UMWELTBERATUNG eher Downcycling als echtes Recycling.
Gerade im Sportbereich lassen sich Kunstfasern oft durch Naturmaterialien wie Wolle ersetzen. Diese wärmen, regulieren Feuchtigkeit und nehmen weniger Gerüche an – ganz ohne „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS), die in vielen Outdoor-Textilien eingesetzt werden.
Tipps zur Pflege und Reparatur von Kleidung gibt es bei zwei kostenlosen Workshops im 48er-Tandler, Siebenbrunnenfeldgasse 3, 1050 Wien:
„Kleidung lange haltbar machen“ – Dienstag, 25. November 2025, 16–19 Uhr
„Pflege und Reparatur von Textilien“ – Donnerstag, 27. November 2025, 15–18 Uhr
Weitere Informationen und Ökomode-Adressen unter:
www.umweltberatung.at/textilien
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