Fahrraddiebstähle in Österreich deutlich gesunken – Städte bleiben Hotspots
Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Österreich ist im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Laut aktuellen Daten des Innenministeriums und der Mobilitätsorganisation VCÖ wurden 16.932 Fahrräder als gestohlen gemeldet – das sind 13 Prozent weniger als im Jahr 2024 (19.455 Fälle).
Damit liegt der Wert auf dem zweitniedrigsten Niveau seit dem Jahr 2000. Nur 2022 wurden mit 16.824 noch weniger Diebstähle registriert.
Besonders stark sank die Zahl der Diebstähle in absoluten Zahlen in Wien: Dort wurden 5.913 Fahrräder gestohlen, um 1.096 weniger als im Jahr davor – ein Rückgang von 18,5 Prozent.
Auch in anderen Bundesländern gab es deutliche Rückgänge, etwa im Burgenland (–29,3 Prozent), Kärnten (–27,3 Prozent) und Niederösterreich (–23,6 Prozent).
Zunahmen verzeichneten hingegen nur wenige Regionen: In der Steiermark stiegen die Zahlen um 6,3 Prozent auf 2.113 Fälle, in Salzburg um 4 Prozent auf 1.598.
Auffällig bleibt die starke Konzentration in urbanen Räumen: Rund zwei Drittel aller Fahrraddiebstähle passieren in den Landeshauptstädten.
Im Verhältnis zur Bevölkerung weist die Stadt Salzburg mit 66 Diebstählen pro 10.000 Einwohner:innen die höchste Rate auf, gefolgt von Innsbruck (55) und Graz (49). Wien liegt mit 29 Fällen pro 10.000 Einwohner:innen deutlich darunter.
In ländlichen Regionen sind Fahrraddiebstähle dagegen selten: Im Bezirk Feldkirchen wurden nur zwei Fälle, im Bezirk Zwettl drei Fälle registriert.
Der aktuelle Rückgang setzt einen langfristigen Trend fort: Seit 2015, als noch über 28.000 Fahrräder pro Jahr gestohlen wurden, ist die Zahl deutlich gesunken.
Als Gründe nennt der VCÖ bessere Sicherungssysteme, ein gestiegenes Bewusstsein bei Radfahrer:innen sowie mehr Abstellmöglichkeiten – etwa Radboxen bei Bahnhöfen.
Trotz der positiven Entwicklung sieht der VCÖ weiteren Handlungsbedarf. Besonders an stark frequentierten Orten wie Einkaufsstraßen, Sportanlagen oder Haltestellen fehlen oft sichere Abstellplätze.
Diese seien jedoch ein zentraler Faktor zur Diebstahlprävention – vor allem, weil das Fahrrad zunehmend als Zubringer zum öffentlichen Verkehr genutzt wird.
Ein Problem bleibt die geringe Aufklärungsquote: Von den 16.932 Diebstählen wurden nur 1.570 Fälle geklärt, das entspricht 9,3 Prozent.
Der VCÖ empfiehlt daher neben besseren Abstellanlagen auch individuelle Schutzmaßnahmen – etwa hochwertige Schlösser, das Fixieren des Rahmens an festen Objekten und das Notieren der Rahmennummer.
Die Zahlen zeigen: Die Fahrraddiebstähle gehen in Österreich zwar insgesamt zurück – bleiben aber vor allem in Städten ein relevantes Problem. Neben technischer Sicherung wird künftig vor allem die Infrastruktur entscheidend sein, um den Trend weiter zu verstärken.