Fahrraddemo in Wien fordert Ende fossiler Abhängigkeit nach Rekord-Hitzewelle
Nach der längsten dokumentierten Hitzewelle haben am Freitag in Wien mehrere hundert Menschen bei einer Fahrraddemonstration ein deutliches Zeichen für klimafreundliche Mobilität gesetzt. Die Aktion wurde von Greenpeace, Radeln For Future und Parents For Future organisiert und richtete sich gegen die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Energien im Verkehrssektor.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten einen grundlegenden Ausbau der Radinfrastruktur sowie stärkere finanzielle Anreize für den Umstieg auf das Fahrrad. Konkret verlangten die Organisationen unter anderem einen staatlichen Fördertopf mit 500 Euro Zuschuss pro neuem Fahrrad, die Wiedereinführung eines Reparaturbonus für Fahrräder sowie den raschen Ausbau sicherer, breiter und beschatteter Radwege.
Greenpeace kritisierte, dass Österreichs Städte auf die zunehmenden Hitzebelastungen durch die Klimakrise nur unzureichend vorbereitet seien. Versiegelte Flächen heizten sich stark auf, während es vielerorts an Grünflächen, Schatten und sicherer Radinfrastruktur fehle.
„Die jüngste Rekord-Hitzewelle zeigt drastisch, dass unsere Städte nicht auf die Realität der Klimakrise vorbereitet sind“, sagte Jasmin Duregger von Greenpeace Österreich. Die anhaltende fossile Abhängigkeit sei ein wesentlicher Treiber der Krise. Statt weiter in klimaschädliche Strukturen zu investieren, müsse die Regierung stärker auf die Mobilitätswende setzen.
Auch Radeln-For-Future-Sprecher Gerhard Allgäuer betonte die Bedeutung des Radverkehrs für die Verkehrswende. Radfahren sei längst Teil des Alltags vieler Menschen, brauche aber bessere Rahmenbedingungen. Sichere und beschattete Radwege würden nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch vor extremer Hitze schützen und die Lebensqualität in Städten verbessern.
Die Demonstrierenden kritisierten zudem, dass weiterhin Milliarden in fossile Infrastrukturprojekte fließen, während Investitionen in öffentlichen Verkehr und Radwege hinter den Möglichkeiten zurückblieben.
Die Aktion in Wien zeigt klar: Zunehmender Hitzebelastung in Europa und Forderungen nach einer raschen Anpassung der städtischen Infrastruktur an die Folgen des Klimawandels zeigen auf, dass Veränderung ein Gebot der Stunde ist.