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Fahrpreisanhebung um 100 (!) Prozent?

28.09.2009

Landesrat Johann Heuras verkündete am 23. September die Stilllegung der Ybbstalbahn

ja © Wikipedia
ja © Wikipedia
Niederösterreich ist ein ungewöhnliches Land. Oft ist es für Außenstehende schwer nachvollziehbar, wie und vor allem wo politische Entscheidungen ausgebrütet werden. Im Fall der Ybbstalbahn, für deren Einstellung sich Landesrat Johann Heuras seit Monaten stark gemacht hat, kommen bei genauerem Hinschauen so merkwürdige Details ans Tageslicht, dass ein kurzer Artikel nicht ausreicht.
In einer mehrteiligen Serie schildern wir diesmal seltsame Geschichten von einer ÖBB–Institution, die sich wochenlang standhaft und irrational weigert, eine kaputte Bahnstrecke zu reparieren, von einem erfolgreichen deutschen Privatbahn–Unternehmen, dass liebend gerne die Ybbstalbahn weiterbetreiben würde, jedoch von der NÖ Landesregierung weitgehend ignoriert wird, von Bürgermeistern der Anrainergemeinden, von denen sich – welch seltsamer Zufall – ausgerechnet jene, die der Volkspartei von Erwin Pröll zugehören, „einstimmig„ für die Stilllegung ihrer eigenen Eisenbahnlinie aussprechen, und wir hören von einem ähnlichen Fall im Gesäuse (Ennstal), wo der Personenverkehr seit 7. September jede Woche von Montag bis Freitag stillgelegt wird. Die verdutzten Bahnreisenden müssen nun in Busse umsteigen und erfahren dort, dass ihr ÖBB–Halbpreisausweis im Bus nicht gültig ist. Missmutig müssen sie nun täglich doppelt so viel zahlen wie früher. Ob es in den von Heuras propagierten Ybbstal–Bussen einen ÖBB–Halbpreis geben wird, ist fraglich, sein Pressesprecher konnte dazu vorerst nichts sagen.

ÖBB bricht mutwillig die Vertragsbestimmungen von Gösing

Oft wird behauptet, es „fahre halt niemand„ mit diesen Nebenbahnen, sie seien daher nicht kostendeckend. Was die Landespolitiker jedoch „zu sagen vergessen„, ist, dass es längst – schon seit sehr langer Zeit – klare Konzepte für eine Attraktivierung gibt. Die Plattform „probahn Österreich„ und die „Initiative Ybbstalbahn„ haben längst aufgelistet, was nötig ist:
Siehe http://www.probahn.at/thema_ybbstalbahn_resolution.asp
Und die „Ybbstalbahn Entwicklungsgenossenschaft mbH„ (YEG) hat bereits einen neuen Betreiber, der schon in den Startlöchern stehen würde (Details siehe unten).
Die ÖBB hatten sich beim „Vertrag von Gösing„ am 19. Dezember 2003 eigentlich verpflichtet, die Ybbstalbahn (und die Mariazeller und Waldviertler Schmalspurbahnen) in Schuss zu halten und zu attraktivieren. Die ÖBB fühlten sich jedoch an den Vertrag nicht gebunden, ließen die Strecken verfallen, und es entstanden zahllose Langsamfahrstellen. Als 2006 und 2007 Streckenteile durch Hochwässer beschädigt wurden, reparierten die ÖBB monatelang nichts, sondern installierten einen unattraktiven Schienenersatzverkehr mit Bussen. Im Sommer 2008 wurden 2000 Schwellen ausgetauscht, jedoch nur zur Behebung der eklatantesten Sicherheitsmängel. Die Langsamfahrstellen wurden nicht angerührt und blieben bestehen.
Siehe auch http://www.regionale–schienen.at/0_thema_200903.asp
Anstatt auf die ÖBB Druck zu machen, sich an den Gösing–Vertrag zu halten, verstärkte das Land Niederösterreich als Konkurrenz zur desolaten Bahn die Bustransporte (zum Beispiel im rentablen Schülerverkehr) und entwickelte 2009 ein „Verkehrskonzept„, das ausschließlich auf Bussen beruhen soll.
2003 berichtete der damalige Verkehrsminister Gorbach im Parlament, dass die Ybbstalbahn pro Jahr 475.000 Fahrgäste befördere. Von einem Fahrgastmangel kann also keine Rede sein. Dass aber die Fahrgastzahlen schrumpfen, wenn die Züge im Schneckentempo über schlechte Gleise rumpeln, ist kein Wunder. Eine Sanierung der Gleise könnte eine durchgehende Fahrgeschwindigkeit von rund 60 km/h ermöglichen.

Lösung für den Weiterbetrieb wäre unmittelbar greifbar

Tatsächlich steht ein neuer professioneller Betreiber, die Bayrische Oberlandbahn (BOB), in den Startlöchern, und die ebenfalls hoch professionelle „Ybbstalbahn Entwicklungsgenossenschaft mbH„ (YEG) mit Fachleuten und Geldgebern im Hintergrund hat ein beeindruckendes Konzept entwickelt, um Strecke und Wagenmaterial zu übernehmen und mit dem neuen Betreiber einen Vertrag abzuschließen.
Wer sich aus erster Hand informieren will: Am Di, 29. Sept. 2009 um 19 Uhr berichten die Experten der YEG im Gasthof Hehenberger (Waidhofen a. d. Ybbs, Wienerstr. 28) über den aktuellen Stand der Dinge, über das zukunftsweisende Konzept mit dem neuen Betreiber, und über die Blockadestrategie des Verkehrslandesrates Heuras, der mit seinem „Buskonzept„ und der Stilllegung der Bahn vollendete Fakten schaffen will, obwohl Verkehrsministerin Doris Bures und das Land Niederösterreich eine offizielle Prüfung des YEG–Konzepts zugesagt haben.

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28.09.2009 | Gastautor*In: Gerd Maier
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