Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie
KEY26 850x109 ted static

Expertenkommission mahnt: Für die Energiewende braucht es mehr Entschlossenheit - und ein modernes Marktdesign

10.12.2025

Die unabhängige Expertenkommission zum Monitoring der Energiewende in Deutschland fordert deutlich stärkere politische Anstrengungen, um Deutschlands Weg zur Klimaneutralität zu sichern

Energiewende.jpg
© DALL·E- + oekonews
Berlin - In ihrem aktuellen Bericht, den die vier Energieexpert:innen dem Bundeswirtschaftsministerium übergaben, identifizieren sie drei zentrale Handlungsfelder, in denen die Bundesregierung rasch nachschärfen müsse: ein zukunftsfähiges Strommarktdesign, klare Strategien für die stofflichen Energieträger und eine konsequent abgestimmte Förderpolitik.

Ein Strommarkt für ein erneuerbares Energiesystem

Das deutsche Stromsystem hat einen historischen Wandel erreicht: Bereits heute stammen mehr als 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien. Aus Sicht der Kommission erfordert diese neue Realität ein Marktdesign, das flexible, systemdienliche Entscheidungen belohnt und klare Preissignale setzt.
 

„Die Energiewende kommt voran, doch der aktuelle Monitoringbericht zeigt: Insbesondere bei Versorgungssicherheit, Netzinfrastruktur und Energieeffizienz bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen“, betont der Vorsitzende der Kommission, Prof. Dr. Andreas Löschel. Es gehe nun um „Entschlossenheit“ und verlässliche Rahmenbedingungen – nicht um einzelne kleinteilige Maßnahmen. 


Energiepreise: Voraussetzung für Akzeptanz und wirtschaftliche Stabilität
 

Zentral für das Gelingen der Energiewende bleibt laut Bericht die Bezahlbarkeit von Energie. Nur wenn Haushalte und Betriebe nicht überfordert werden, könne die Akzeptanz für weitreichende Umstellungen erhalten bleiben. Die Expert:innen plädieren deshalb dafür, zunächst Maßnahmen umzusetzen, die die Systemkosten senken, bevor staatliche Entlastungen greifen. 


 Regionale Marktpreise als Schlüssel für Effizienz
 

Angesichts der stark variierenden Standortbedingungen innerhalb Deutschlands hält die Kommission regional differenzierte Börsenstrompreise für notwendig. Diese könnten Investitionen dorthin lenken, wo Kapazitäten volkswirtschaftlich sinnvoll sind, und gleichzeitig Fehlanreize vermeiden.

„Um die Energiewende effizient voranzutreiben und die Kosten im Rahmen zu halten, ist es entscheidend, stärker auf Marktsignale zu setzen“, unterstreicht Prof. Dr. Veronika Grimm. Dazu zähle sowohl ein weiterentwickeltes Strommarktdesign als auch eine konsequente Bepreisung von Emissionen. 


Umgang mit Erdgas: Strategie für den Rückbau fehlt 

Mit Blick auf den fossilen Teil des Energiesystems fordert die Kommission ein deutlich klareres Konzept für den Ausstieg aus Erdgas und Mineralöl. Da die Nachfrage in den kommenden Jahrzehnten massiv sinken werde, müssten Infrastruktur und Versorgungssicherheit gleichzeitig neu gedacht werden.

„Vor dem Hintergrund der klimapolitischen Ziele ist es notwendig, den Erdgasverbrauch in Deutschland zu reduzieren und längerfristig auf null zurückzuführen“, erklärt Dr. Felix Chr. Matthes. Eine integrierte Strategie, die auch Wasserstoff und die Transformation der Mineralölwirtschaft einbezieht, sei derzeit jedoch „nicht erkennbar“.  


Erneuerbare Energien: ambitionierter Ausbau, neue Systemphase
 

Positiv bewertet die Kommission den dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien. Doch mit dem Erreichen eines Anteils von bald zwei Dritteln an der Stromproduktion trete das Energiesystem in eine Phase ein, in der Elektrifizierung und Systemintegration entscheidend werden.

„Stärkere Anreize für systemdienliche Investitionen und einen flexiblen Betrieb von Erzeugern, Speichern und Verbrauchern sind jetzt notwendig“, betont Prof. Dr. Anke Weidlich. Nur so ließen sich weitere Sektoren – Wärme, Verkehr, Industrie – erfolgreich elektrifizieren und in ein stabiles Gesamtsystem integrieren.

  • Drucken
  • Empfehlen
10.12.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Energy Sharing als regionaler Motor der Energiezukunft

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Ägypten setzt auf Gigawatt-Energie: Wie das Land zur neuen Drehscheibe für erneuerbare Energien wird

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 21. Januar 2026, 68.150 Artikel Online

Weitere Themen

  • H2-Mangan-Flussbatterie - billiger und langlebiger
  • Groß-Ladedepot am Güterbahnhof Wolfurt in Betrieb
  • Atomkraft nur mit Staatsgeld: Warum sich ČEZ aus Bohunice zurückzieht
  • Strom - DER Hebel der Energiewende
  • Deutschland: Herkunftsnachweise, die stündlich ihre Ökostromquelle ausweisen
  • Deutsche Wirtschaftsministerin plant Ausschreibungen für 41 Gigawatt Gaskraftwerke bis 2030 ohne Klimavorgaben
  • (Venezolanisches) Erdöl auf die Fakten heruntergebrochen
  • STUDIE: Es ist amtlich - Strafzahlungen wegen mangelndem Klimaschutz unvermeidbar!
  • Auch in Slowenien: Steuergeld verbrennen statt Energie wenden!
  •  Energiewendetechnologien eröffnen weltweit neue Prespektiven für Energiesysteme 
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
12.978 Artikel | Seite 1 von 1.298

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Energiewende.jpg

© DALL·E- + oekonews