Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

„Ewigkeits-Chemikalien, Atomrisiko und Naturschutz“: Länder machen Druck auf den Bund

29.05.2026

Klares Signal von der Konferenz der Umwelt- und Naturschutzreferentinnen und -referenten der Bundesländer

JPG 20260529 OTM0032 1.jpg
v.l.: Mag. Jürgen Czernohorszky, Simone Schmiedtbauer, Mag. Norbert Totschnig, Stefan Kaineder, Anja Haider-Wallner, Marika Lagger-Pöllinger, René Zumtobel und Christian Gantner. © Daniel Kauder/Land OÖ
Steyr -  Bei der Konferenz der Umwelt- und Naturschutzreferentinnen und -referenten in Steyr haben die Bundesländer ein deutliches Signal an die Bundesregierung gesendet: Mehr Geld für Naturschutz, strengere Regeln bei Atomkraft und rasche Lösungen bei Umweltproblemen wie PFAS-Belastungen im Boden und Grundwasser.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen dutzende Anträge aus allen Bundesländern. Gemeinsam mit Umweltminister Norbert Totschnig diskutierten die Länder über Umwelt-, Klima- und Naturschutzmaßnahmen sowie die Umsetzung neuer EU-Vorgaben. 


Streitpunkt PFAS: „Feuerwehren dürfen nicht auf Kosten sitzen bleiben“

 

Besonders deutlich wurde Oberösterreichs Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder beim Thema PFAS – den sogenannten „Ewigkeits-Chemikalien“. Diese Stoffe bauen sich kaum ab und belasten vielerorts Böden und Grundwasser.
 

Kaineder fordert vom Bund neue Fördermodelle für Gemeinden und Feuerwehren. Jahrzehntelang seien PFAS-haltige Löschmittel gesetzlich vorgeschrieben gewesen, nun müssten Gemeinden die teuren Sanierungen alleine tragen.
 

„Wer Feuerwehren zum Üben mit diesen Mitteln verpflichtet hat, kann sie heute nicht allein mit den Kosten stehen lassen“, sagte Kaineder.

 

Auch die geplanten Grenzwerte für PFAS in Böden sorgen für Diskussionen. Laut Oberösterreich könnten unbedenkliche Böden dadurch künftig als belastet gelten – mit massiven Folgen für Bauwirtschaft und Wiederverwertung von Erdaushub.



Klare Anti-Atom-Linie gegen Temelín
 

Scharfe Kritik gab es auch an der Atomkraft. Besonders das tschechische AKW Temelín, weniger als 100 Kilometer von Oberösterreich entfernt, stand im Fokus.

Kaineder fordert deutlich höhere Haftungssummen für Atomkraftwerksbetreiber und verbindliche Lösungen für die Endlagerung radioaktiver Abfälle. Kritik gab es auch an sogenannten Small Modular Reactors, die derzeit europaweit diskutiert werden.

„Kein Unternehmen darf Risiken auf die Allgemeinheit abwälzen. Das muss auch für Atomkraftwerke gelten“, betonte Kaineder. 


Mehr Geld für Naturschutz und Biodiversität
 

Ein weiteres zentrales Thema war die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Die Länder verlangen ausreichend finanzielle Mittel von EU und Bund, um Biodiversitätsmaßnahmen und Renaturierungsprojekte umzusetzen.
 

Gelobt wurde das österreichische Umweltprogramm ÖPUL, das Landwirte für freiwillige Umwelt- und Naturschutzleistungen unterstützt. Die Länder sehen darin ein wichtiges Instrument gegen Artenverlust und für mehr Biodiversität.
 

Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern: „Unsere Naturlandschaften sind Lebensraum, Schutzraum und Grundlage für die Lebensqualität kommender Generationen.“
 

Die Konferenz endete mit einem klaren Signal: Österreichs Bundesländer wollen beim Umwelt- und Naturschutz stärkeren Einsatz – und erwarten vom Bund konkrete Schritte statt bloßer Ankündigungen.

JPG 20260529 OTM0032 2.jpg
Mag. Jürgen Czernohorszky, Mag. Susanne Rosenkranz, Mag. Norbert Totschnig, Dr. Manfred Haimbuchner, Anja Haider-Wallner, Marika Lagger-Pöllinger, René Zumtobel und Christian Gantner. © Daniel Kauder/Land OÖ

Verwandte Artikel

  • Religionsvertreter:innen setzen bei Klimamahnwache  ein Zeichen für Schöpfungsverantwortung
  • EU verschärft Druck auf Österreich wegen Aarhus-Konvention
  • Wie umweltbewusst ist Österreich?
  • TFA im Trinkwasser: Österreichweit fast flächendeckend nachgewiesen
  • Auch der Umgang mit Speiseöl ist eine Frage der Gesundheit 
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
29.05.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

EU-Ombudsfrau prüft Aufweichung der Nitrat-Richtlinie durch die Kommission

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 19. Juli 2026, 69.689 Artikel Online

Weitere Themen

  • Kahlschlag beim Doppelbudget lässt Mensch und Umwelt im Stich
  • Rechenzentrum Kronstorf: GLOBAL 2000 kritisiert massive Umweltauswirkungen
  • Fraunhofer-Projekt GREEN: Rezyklate machen Geotextilien fit für die Kreislaufwirtschaft
  • Historisches Erbe trifft moderne Nachhaltigkeit
  • MetaFung: Neue Studie enthüllt erstaunliche Pilzvielfalt in Österreichs Schutzgebieten
  • Altkleiderberge in Uganda: Südwind-Bericht zeigt die Schattenseiten des Secondhand-Handels
  • Aus alten Matratzen werden neue Rohstoffe: Österreichs erster Matratzenrecycler spart 87 Prozent CO₂ ein
  • Breites Bündnis im Parlament: Österreich verbietet Einweg-E-Zigaretten
  • EU-Strategie zur Tierhaltung: Umweltorganisationen kritisieren fehlenden Kurswechsel
  • Europäischer Emissionshandel: Deutsche Emissionen sinken 2025 um rund 3 Prozent
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 2
  • 3(current)
  • 4
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.501 Artikel | Seite 3 von 1.551

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
JPG 20260529 OTM0032 1.jpg

v.l.: Mag. Jürgen Czernohorszky, Simone Schmiedtbauer, Mag. Norbert Totschnig, Stefan Kaineder, Anja Haider-Wallner, Marika Lagger-Pöllinger, René Zumtobel und Christian Gantner. © Daniel Kauder/Land OÖ

JPG 20260529 OTM0032 2.jpg

Mag. Jürgen Czernohorszky, Mag. Susanne Rosenkranz, Mag. Norbert Totschnig, Dr. Manfred Haimbuchner, Anja Haider-Wallner, Marika Lagger-Pöllinger, René Zumtobel und Christian Gantner. © Daniel Kauder/Land OÖ