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Europas größtes elektrisches Fahrgastschiff ist auf dem Biggesee unterwegs

29.05.2023

Der Start der neuen „Grünen Flotte Sauerland“ und ein großer Beitrag zu nachhaltigem Tourismus.

© Lux–Werft und Schifffahrt GmbH / MS Westfalen
© Lux–Werft und Schifffahrt GmbH / MS Westfalen
Sauber, leise, CO2–neutral: Gäste auf Europas größtem vollelektrisch betriebenen Fahrgastschiff, der MS Westfalen, können die Idylle am See ohne Dieselgeruch oder lautem Motorengeräusch nutzen. Die MS Westfalen hat 3 Decks, ist 54,80 m lang und 11,60 m breit und bietet Platz für bis zu 750 Personen.
Nach dem erfolgreichen Start am Sorpesee ist die Lux–Werft und Schifffahrt GmbH aus Mondorf am Rhein nun stolz, mit der MS Westfalen das zweite von fünf Schiffen, die sie auf den Sauerländer Seen (neben dem Biggesee und Sorpesee noch der Möhnesee und der Hennesee) nun umweltfreundlich mit einem E–Antrieb in Betrieb hat. Bis Ende 2024 sollen alle Schiffe elektrisch sein, so der Plan der Werft.
Ein ehrgeiziges Ziel in Zeiten von Lieferengpässen, gesteht Werft–Geschäftsführer Dr. Rainer Miebach, der schon bei dem Flaggschiff Westfalen gerne schneller gewesen wäre. Fehlende Teile verzögerten den Umbau um rund sechs Wochen. Dennoch ist der Schiffbauingenieur auf die Leistung seiner Biggesee–Crew stolz: „Das Team hat klasse Arbeit hingelegt.“
Und das unter erschwerten Bedingungen. Die MS Westfalen wurde im Wasser des Biggesees komplett umgebaut – ohne Werftbesuch! Mehr als 300 Batterien mit insgesamt 2 Megawatt Kapazität wurden mit Muskelkraft durch enge Luken in den Schiffsrumpf getragen und alle Decks neu verkabelt. Biggesee–Betriebsleiterin Nicole Keseberg und Kapitän Bernd Stumpf leitete den Umbau vor Ort. Von Ruhe in der Winterpause keine Spur: „Wir sind wochenlang durch das ganze Schiff gekrabbelt“, beschreibt Bernd Stumpf die Arbeiten. Umso mehr freut es beide, dass das neue Fahrgefühl nicht nur den Kapitänen Spaß macht. „Die Resonanz der Fahrgäste war durchweg positiv“, so Nicole Keseberg.
Neu im Hafen ist auch die Trafostation, die genügend Leistung hat, um das Schiff über Nacht wieder vollständig aufladen zu können. Ein unterarmdickes Kabel versorgt die MS Westfalen mit der nötigen Energie. Die Landstromanlage wurde vom Land NRW mit 80 Prozent gefördert, dafür darf nur Ökostrom genutzt werden. In den ersten Tagen hat sich gezeigt, dass rund 65 Prozent der Batteriekapazität für den Tagesbetrieb ausreichen.
Für den Umbau des Antriebes gab es ebenfalls 80 Prozent Fördermittel vom Bund. „Dennoch haben wir hier am Biggesee einen Eigenanteil in sechsstelliger Höhe“, erklärt Dr. Rainer Miebach. Aufgrund der angespannten Lage auf dem Strommarkt werden derzeit auch die Betriebskosten steigen. „Wir gehen im Vergleich zum sinkenden Dieselpreis beim Einsatz von Öko–Strom von deutlich höheren Kosten aus“, schätzt der Geschäftsführer ein. Er will dies aber nicht direkt an den Kunden weiterreichen, sondern verhandele gerade mit Lieferanten. Alternativ kann er sich auch eine Investition in eine PV–Anlage am See vorstellen, um für einen geschlossenen Kreislauf aus Stromproduktion und –verbrauch dank Sonnenergie zu sorgen. „Aber das ist Zukunft und dazu müssen zunächst viele Gespräche geführt werden“, so Miebach.
In erster Linie will die Lux–Werft mit der Zeit gehen und an ihren Sauerländer Standorten ein Vorreiter für gelebte Nachhaltigkeit im Tourismus sein. Das mittelständische Familienunternehmen, das am Hauptstandort – der Werft am Rhein – auf den Bau von Fahrgastschiffen und Fähren spezialisiert ist, sieht sich in der Branche auch als Innovationstreiber. Mit der MS Westfalen, Baujahr 1978, wird nun eindrucksvoll bewiesen, dass für einen umweltfreundlichen Umstieg kein Neubau erforderlich ist. Mit 55 Metern Länge und 11 Metern Breite ist das Drei–Decks–Schiff vom Biggesee derzeit Europas größtes Fahrgastschiff mit reinem E–Antrieb. Durch die Umrüstung werden allein bei der MS Westfalen 165 Tonnen CO2 jährlich eingespart. „Das ist ein Durchschnittswert auf zehn Jahre gerechnet. Dabei haben wir die CO2–Bilanz für die Herstellung der Batterien und die Umrüstung bereits beachtet“, erklärt der Schiffbauingenieur.
Die MS Bigge, das zweite Schiff am Biggesee, soll direkt nach Saisonende im Oktober ebenfalls auf vollelektrischen Betrieb umgerüstet werden. Das Elektro–Schiff Westfalen ist nun bis zum 15. Oktober im Linienverkehr auf dem Biggesee unterwegs.
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29.05.2023 | Autor*in: holler
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