Europas Energiezukunft liegt nicht in der Atomkraft
Wenn EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Kernenergie-Gipfel die Rolle von Atomkraft und erneuerbaren Energien gleichermaßen als „Schlüssel“ für Europas Stromversorgung bezeichnet, klingt das zunächst nach pragmatischer Technologieoffenheit. Tatsächlich droht damit aber ein energiepolitischer Irrweg fortgesetzt zu werden.
Denn auch eine neue Generation von Reaktoren – etwa sogenannte kleine modulare Reaktoren (SMR) – löst die grundlegenden Probleme der Atomkraft nicht. Sie verschiebt sie höchstens.
Abhängigkeit bleibt bestehen
Eines der zentralen Argumente für Atomkraft ist die "angebliche" energiepolitische Unabhängigkeit. Sieht man genauer hin, so stimmt das einfach nicht. Europa verfügt selbst über kaum nennenswerte Uranvorkommen. Der Brennstoff für Atomkraftwerke wird überwiegend aus Ländern wie Russland, Kasachstan, Kanada oder Niger importiert. Das bedeutet: Atomstrom basiert auf extremen Rohstoffabhängigkeiten vom Ausland.
Wer also mehr Atomkraft fordert, ersetzt eine Importabhängigkeit lediglich durch eine andere.
Das ungelöste Problem des Atommülls
Noch gravierender ist ein Problem, das seit über 70 Jahren ungelöst ist: die Endlagerung. Hochradioaktiver Atommüll bleibt über hunderttausende Jahre gefährlich. In Europa existiert bislang kein einziges dauerhaft in Betrieb befindliches Endlager für hochradioaktive Abfälle. Geplante Projekte ziehen sich bereits über Jahrzehnte, sind politisch umkämpft und extrem teuer.
Neue Reaktoren zu bauen, bevor dieses Problem gelöst ist, heißt also mehr Müll zu produzieren, ohne zu wissen, wohin damit.
Ökonomisch längst überholt
Auch wirtschaftlich ist Atomkraft kaum noch zu rechtfertigen. Neue Reaktoren gehören zu den teuersten Energieprojekten überhaupt. Bauzeiten von zehn bis zwanzig Jahren sind keine Ausnahme, sondern eigentlich normal. Kostenexplosionen sind fast schon die Regel.
Gleichzeitig sind erneuerbare Energien drastisch günstiger geworden. Wind- und Solarstrom gehören heute in vielen Regionen zu den billigsten Formen der Stromproduktion überhaupt – und sie lassen sich deutlich schneller ausbauen.
Europa hat längst viel bessere Optionen
Europa hat tatsächlich einen großen Vorteil: hervorragende Voraussetzungen für erneuerbare Energien – von Windkraft über Photovoltaik bis zu Wasserkraft (wobei das große Potential vor allem iin der Revitalisierung bestehender Kraftwerke liegt) und in Speichern. Diese Technologien sind nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll und schnell skalierbar.
Der Versuch, Atomkraft als gleichwertigen Pfeiler der Energiezukunft darzustellen, lenkt daher vor allem Zeit, Geld und politische Aufmerksamkeit von den Lösungen ab, die bereits funktionieren.
Wenn Europa wirklich unabhängiger, sicherer und wettbewerbsfähiger werden will, dann ist ein neuer Atomkurs einfach der falsche Weg. Europa braucht einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netzinfrastruktur.
Die Energiezukunft Europas liegt nicht im Reaktor – sondern im Wind, in der Sonne und in intelligenten Energiesystemen. Das heißt Technologieentschlossenheit für 100% erneuerbare Energien statt Technologieoffenheit und nicht Geld für Atomkraft aus dem Fenster werfen!
Denn auch eine neue Generation von Reaktoren – etwa sogenannte kleine modulare Reaktoren (SMR) – löst die grundlegenden Probleme der Atomkraft nicht. Sie verschiebt sie höchstens.
Abhängigkeit bleibt bestehen
Eines der zentralen Argumente für Atomkraft ist die "angebliche" energiepolitische Unabhängigkeit. Sieht man genauer hin, so stimmt das einfach nicht. Europa verfügt selbst über kaum nennenswerte Uranvorkommen. Der Brennstoff für Atomkraftwerke wird überwiegend aus Ländern wie Russland, Kasachstan, Kanada oder Niger importiert. Das bedeutet: Atomstrom basiert auf extremen Rohstoffabhängigkeiten vom Ausland.
Wer also mehr Atomkraft fordert, ersetzt eine Importabhängigkeit lediglich durch eine andere.
Das ungelöste Problem des Atommülls
Noch gravierender ist ein Problem, das seit über 70 Jahren ungelöst ist: die Endlagerung. Hochradioaktiver Atommüll bleibt über hunderttausende Jahre gefährlich. In Europa existiert bislang kein einziges dauerhaft in Betrieb befindliches Endlager für hochradioaktive Abfälle. Geplante Projekte ziehen sich bereits über Jahrzehnte, sind politisch umkämpft und extrem teuer.
Neue Reaktoren zu bauen, bevor dieses Problem gelöst ist, heißt also mehr Müll zu produzieren, ohne zu wissen, wohin damit.
Ökonomisch längst überholt
Auch wirtschaftlich ist Atomkraft kaum noch zu rechtfertigen. Neue Reaktoren gehören zu den teuersten Energieprojekten überhaupt. Bauzeiten von zehn bis zwanzig Jahren sind keine Ausnahme, sondern eigentlich normal. Kostenexplosionen sind fast schon die Regel.
Gleichzeitig sind erneuerbare Energien drastisch günstiger geworden. Wind- und Solarstrom gehören heute in vielen Regionen zu den billigsten Formen der Stromproduktion überhaupt – und sie lassen sich deutlich schneller ausbauen.
Europa hat längst viel bessere Optionen
Europa hat tatsächlich einen großen Vorteil: hervorragende Voraussetzungen für erneuerbare Energien – von Windkraft über Photovoltaik bis zu Wasserkraft (wobei das große Potential vor allem iin der Revitalisierung bestehender Kraftwerke liegt) und in Speichern. Diese Technologien sind nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll und schnell skalierbar.
Der Versuch, Atomkraft als gleichwertigen Pfeiler der Energiezukunft darzustellen, lenkt daher vor allem Zeit, Geld und politische Aufmerksamkeit von den Lösungen ab, die bereits funktionieren.
Wenn Europa wirklich unabhängiger, sicherer und wettbewerbsfähiger werden will, dann ist ein neuer Atomkurs einfach der falsche Weg. Europa braucht einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netzinfrastruktur.
Die Energiezukunft Europas liegt nicht im Reaktor – sondern im Wind, in der Sonne und in intelligenten Energiesystemen. Das heißt Technologieentschlossenheit für 100% erneuerbare Energien statt Technologieoffenheit und nicht Geld für Atomkraft aus dem Fenster werfen!