EU veröffentlicht Leitlinien für nachhaltigen Tourismus in Natura-2000-Gebieten
Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der EU: Im Jahr 2024 erwirtschaftete die Branche rund 807 Milliarden Euro und sicherte mehr als 20 Millionen Arbeitsplätze. Das europäische Natura-2000-Netzwerk umfasst über 27.000 Schutzgebiete und gilt als das größte zusammenhängende Schutzgebietsnetz der Welt. Allein in diesen Regionen entstehen durch Besucheraktivitäten jährlich geschätzte 50 bis 85 Milliarden Euro Wertschöpfung und bis zu zwei Millionen Arbeitsplätze – vor allem in ländlichen, Küsten- und Bergregionen.
Die neuen Empfehlungen richten sich an Behörden und Gebietsmanager und sollen helfen, wirtschaftliche Nutzung und ökologische Ziele in Einklang zu bringen. Dabei geht es unter anderem darum, Belastungen für empfindliche Ökosysteme zu vermeiden, die gerade jene Naturerlebnisse ermöglichen, die viele Gäste anziehen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Ökotourismus: Reisen in natürliche Gebiete sollen verantwortungsvoll gestaltet werden, die Umwelt erhalten und gleichzeitig lokale Gemeinschaften stärken. Die Leitlinien bieten einen Rahmen für Planung und Management von Freizeit- und Tourismusangeboten in Natura-2000-Gebieten – mit dem Ziel, Natur und regionale Entwicklung langfristig gemeinsam zu fördern.