Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

EU vereinfacht Nachhaltigkeitsberichte: Weniger Bürokratie, mehr Klarheit

04.07.2026

Überarbeitete Standards beschlossen - diese müssen vom Parlament und vom Rat noch überprüft werden

Nachhaltigkeitgreen.jpg.jpg
© Gerd Altmann auf pixabay.com

Brüssel - Die Europäische Kommission hat am 3. Juli 2026 überarbeitete europäische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (European Sustainability Reporting Standards, ESRS) beschlossen. Gleichzeitig wurde ein freiwilliger Berichtsstandard für kleinere Unternehmen eingeführt. Ziel der Reform ist es, den Verwaltungsaufwand deutlich zu reduzieren, ohne die Qualität und Aussagekraft der Nachhaltigkeitsinformationen zu beeinträchtigen.
 

Die ESRS legen fest, welche Informationen Unternehmen zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) offenlegen müssen. Dazu gehören unter anderem Angaben zum Klimawandel, zur Biodiversität, zu Menschenrechten und zur Unternehmensführung. Diese Informationen helfen Investoren, Banken und anderen Interessengruppen dabei, Nachhaltigkeitsrisiken und die Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft besser einzuschätzen.
 

Mit der Überarbeitung reagiert die EU auf Kritik an der hohen Komplexität der bisherigen Vorgaben. Die neuen Standards sind kürzer, verständlicher und bieten Unternehmen mehr Flexibilität bei der Berichterstattung. Die Zahl der verpflichtenden Datenpunkte wird um mehr als 60 Prozent reduziert, insgesamt sinkt der Umfang der erforderlichen Angaben sogar um über 70 Prozent. Nach Schätzungen der Kommission könnten sich dadurch die Kosten für die Nachhaltigkeitsberichterstattung pro Unternehmen um mehr als 30 Prozent verringern.
 

Die Reform baut auf dem Vereinfachungspaket Omnibus I auf, mit dem die EU bereits den Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen nach der Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) verkleinert hatte. Damit soll insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gestärkt und unnötige Bürokratie abgebaut werden.
 

Neu ist außerdem ein freiwilliger Berichtsstandard für kleinere Unternehmen, die nicht unter die CSRD fallen. Dieser schafft einen einheitlichen Rahmen für Nachhaltigkeitsinformationen und erleichtert es kleinen und mittleren Unternehmen, Anfragen von Banken, Investoren oder größeren Geschäftspartnern zu beantworten. Gleichzeitig setzt die EU eine Obergrenze für Informationsanforderungen entlang der Lieferketten: Unternehmen, die der CSRD unterliegen, dürfen von kleineren Zulieferern künftig keine weitergehenden Nachhaltigkeitsdaten verlangen als jene, die im freiwilligen Standard vorgesehen sind.
 

Bevor die neuen Regelungen endgültig in Kraft treten, müssen sie noch vom Europäischen Parlament und vom Rat geprüft werden. Die Prüffrist beträgt zwei Monate und kann einmalig um weitere zwei Monate verlängert werden. Sollte es keine Einwände geben, treten die neuen Standards anschließend in Kraft.

Links

  • EU-Commission: Implementing and delegated acts - CSRD

Verwandte Artikel

  • CO₂-Zertifikate aus deutschen Wäldern: Warum der Kompensationsmarkt regionaler wird
  • EU-Kommission schwächt Emissionshandel:  Umweltorganisationen warnen vor Rückschritt beim Klimaschutz
  • STUDIE: Vergiss CCS unter der Nordsee
  • Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog: Wege zur Klimaneutralität
  • Welchen Preis hat Klimaneutralität?
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
04.07.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

AlpenKlimaGipfel 2026: Von der Erkenntnis zum Handeln

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Studie von LBG, Complexity Science Hub und MedUni Wien zeigt deutlichen Anstieg von Einsätzen bei Hitzewellen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Samstag, 8. August 2026, 69.869 Artikel Online

Weitere Themen

  • Alte fossile Infrastruktur als Rohstofflager für die Energiewende
  • Schwammregion statt Wassernot: So soll der Naturpark Soonwald-Nahe klimaresilient werden
  • Extreme Hitze: Bäume statt Beton, Schatten statt neuer Straßen!
  • Klimaanpassung allein ist zuwenig: „Dann trifft die volle Wucht unsere Kinder“
  • Mahnwache:  Fridays For Future fordert Klimaschutz statt Hitze Ignoranz 
  • Studie: Große Mengen nicht deklarierten Urans aus dem Kongo exportiert
  • FH JOANNEUM forscht unter arktischen Bedingungen
  •  Finanzierung von Hitzeschutz in Kommunen als klare Aufgabe 
  • Brandrodung ist nicht immer Waldzerstörung
  • Vom Hotelier zum Meeresschützer: Universal Beach Hotels setzt auf die Regeneration des Mittelmeers
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1
  • 2(current)
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.561 Artikel | Seite 2 von 1.557

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Nachhaltigkeitgreen.jpg.jpg

© Gerd Altmann auf pixabay.com