Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

EU-Saatgutrecht vor Abschluss: Heute letzte Trilog-Verhandlung

21.04.2026

Europa muss landwirtschaftliche Vielfalt stärken

pexels-alena-koval-Nachhaltigkeit.jpg
Nachhaltigkeit © Alena Koval pexels.com
 Schiltern, Wien, Brüssel  – In Brüssel steht  heute  die letzte der politischen Trilog-Verhandlungen zum neuen EU-Saatgutrecht auf der Tagesordnung. Landwirtschaft und Saatgutvielfalt in Europa sind dabei von weitreichenden Fehlentscheidungen bedroht. Ursprünglich sollte die Reform mehr Transparenz und vereinfachte Verfahren bringen – tatsächlich stehen nun neue Einschränkungen und zusätzliche Bürokratie im Raum. „Auf dem Spiel steht, ob kleinere und mittlere Betriebe weiterhin selbstbestimmt wirtschaften können und ob die landwirtschaftliche Vielfalt in Europa erhalten bleibt“, warnt Paul Grabenberger, Experte für Saatgutpolitik bei ARCHE NOAH in Brüssel.

 
Am 5. Juli 2023 hat die EU-Kommission die neue „Verordnung über die Erzeugung und das Inverkehrbringen von Pflanzenvermehrungsmaterial“ vorgelegt. Bereits seit dem letzten gescheiterten Reformversuch 2014 setzt sich ARCHE NOAH in Brüssel dafür ein, dass die Verbreitung und nachhaltige Nutzung der Kulturpflanzen-Vielfalt explizit erlaubt wird und sämtliche Regeln, die diese Arbeit behindern, ersatzlos gestrichen werden.

 
In den aktuellen Verhandlungen drohen eklatante Rückschritte für bäuerliche Saatgut-Systeme und die lokale Saatgutwirtschaft. Beides ist entscheidend, um unsere Landwirtschaft und lokale Traditionen zu schützen. Bereits jetzt beherrschen nur drei Konzerne – Bayer, Corteva und Syngenta – mehr als die Hälfte des globalen Saatgutmarkts. „Das Europäische Parlament und insbesondere dessen Berichterstatter Herbert Dorfmann haben es in der Hand, ob landwirtschaftliche Innovationen und regionale Saatgut-Traditionen künftig möglich bleiben – oder ob Vielfalt in Europa stillschweigend verboten wird“, sagt Paul Grabenberger.

 
 Auch die Grundlage unserer Kulturpflanzenvielfalt bleibt umstritten: Die Weitergabe von Saatgut zum Zweck der Erhaltung könnte drastisch eingeschränkt und lokale Initiativen wie Saatgut-Bibliotheken sogar de facto verboten werden. Bäuer:innen könnte es in Zukunft sogar verboten sein, Saatgut über Regionengrenzen hinweg weiterzugeben. Selbst der Austausch kleinster Mengen, etwa zwischen Tirol und Südtirol oder zwischen Salzburg und Bayern, wäre somit künftig illegal. Gleichzeitig wird diskutiert, die ohnehin bereits überbordenden bürokratischen Hürden weiter zu erhöhen.

 
„Landwirtschaftsminister Totschnig muss seine Kolleg:innen von einem vernünftigen Kompromiss überzeugen“, fordert Paul Grabenberger von ARCHE NOAH. „Europa braucht ein Saatgutrecht, das die landwirtschaftliche Vielfalt schützt, gesunde und vielfältige Lebensmittel sichert und die Rechte der Bäuer:innen respektiert!“
  • Drucken
  • Empfehlen
21.04.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Non-GMO Summit 2026: Branche ringt um Umgang mit Neuer Gentechnik

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Neue Umfrage: 80 Prozent der Europäer:innen sagen NEIN zu Patenten auf Pflanzen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 20. Mai 2026, 69.128 Artikel Online

Weitere Themen

  • Studie zeigt: Vegan ist nicht gleich vegan
  • Starker Impuls: „Ohne Gentechnik hergestellt“ mit guter Zukunft!
  • „We move you! – ÖDG bewegt“
  • Studie Vertrauen & KI: Expert:innen oft zu skeptisch, Laien oft zu vertrauensselig
  • Warum wir oft ungesund leben – obwohl wir es besser wissen
  • Wie körperliche Aktivität das Wohlbefinden im Alltag verbessert
  • Hoffnung nach Rückenmarksverletzungen: Antikörper ermöglicht neues Wachstum von Nervenfasern
  • Non-GMO Summit: Österreich pocht auf Transparenz bei neuer EU-Gentechnik-Regelung
  • So bleibt Blattsalat länger frisch
  • tecnet | accent Innovation Award: Platz 1 für Youbin Zheng mit innovativem Sensor-Pflaster
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.259 Artikel | Seite 1 von 326

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Energiewende mitgestalten – Demokratie stärken, Zukunft sichern Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
pexels-alena-koval-Nachhaltigkeit.jpg

Nachhaltigkeit © Alena Koval pexels.com