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EU macht Fortschritte bei Klima- und Energiezielen: Emissionen sinken, Energiepreise unter Druck

07.11.2025

Stromkunden sparten 2021 bis 2023 rund 100 Milliarden durch Ausbau erneuerbarer Energien ein!

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© eberhard grossgasteiger pexels.com

Das zeigt der Bericht zur Lage der Energieunion 2025, den die EU-Kommission nun gemeinsam mit dem Fortschrittsbericht zum Klimaschutz veröffentlicht hat.

Demnach gingen die Treibhausgasemissionen 2024 um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück – ein wichtiger Schritt in Richtung des EU-Ziels, die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Gleichzeitig stieg der Anteil erneuerbarer Energien im EU-Strommix auf 47 Prozent, wobei 2024 allein 77 Gigawatt neue Kapazitäten installiert wurden. Der Endenergieverbrauch sank im Vergleich zu 2022 um 3 Prozent, vor allem im Wohnsektor.

Die Kommission betont, dass die EU mit diesen Entwicklungen auf gutem Kurs sei, mahnt aber mehr Tempo an: Die Nutzung erneuerbarer Energien müsse weiter beschleunigt und die Energieeffizienz konsequent verbessert werden.

Zugleich arbeitet Brüssel daran, hohe und volatile Energiepreise zu dämpfen. Die Umsetzung des EU-Aktionsplans für erschwingliche Energie und des Deals für saubere Industrie soll Industrie und Verbraucher entlasten. Dennoch liegen die Energiepreise in Europa weiterhin über denen internationaler Wettbewerber. Um gegenzusteuern, startet die Europäische Investitionsbank ein 1,5-Milliarden-Euro-Programm für Garantien an europäische Netzkomponentenhersteller sowie ein Pilotprojekt über 500 Millionen Euro für Rückbürgschaften bei Stromlieferverträgen aus erneuerbaren Quellen.

Auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen nimmt deutlich ab: Der Anteil russischen Gases an den EU-Importen ist seit 2021 von 45 auf 12 Prozent gesunken. Laut Kommission sparten europäische Stromkunden durch den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft bereits rund 100 Milliarden Euro in den Jahren 2021–2023.

Langfristig soll eine vollständig integrierte Energieunion die Grundlage für Klimaneutralität bis 2050 schaffen. Derzeit wird über eine Anpassung des Europäischen Klimagesetzes verhandelt, das eine Reduktion der Emissionen um 90 Prozent bis 2040 vorsieht.

Mit jährlich rund 695 Milliarden Euro an Investitionen bis 2040 will die EU die Energiewende weiter vorantreiben – für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und ein klimaneutrales Europa.

Links

  • Bericht zur Lager der Energieunion
  • Fortschrittsbericht zum Klimaschutz
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