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EU–Kommission will Tierarzneimittelrecht liberalisieren

12.06.2015

Umweltinstitut warnt: Neue EU–Verordnung fördert Ausbreitung multiresistenter Keime

© Vier Pfoten
© Vier Pfoten
München – Jedes Jahr sterben zehntausende Menschen in Europa an multiresistenten Keimen. Jetzt könnte sich die Situation noch einmal verschärfen, warnt das Umweltinstitut München. Der Grund dafür ist ein Vorschlag der EU–Kommission, den Zugang zu Tierarzneimitteln zu vereinfachen.
Alleine in Deutschland landen jährlich ca. 1.800 Tonnen Antibiotika in den Ställen – mehr als doppelt so viel, wie in der Humanmedizin. Die Folgen davon sind gravierend: Immer mehr Krankheiterreger werden resistent gegen Antibiotika. Doch anstatt Maßnahmen zu ergreifen, um die eingesetzte Menge von Antibiotika in der Tierhaltung zu reduzieren, will die EU–Kommission den Zugang zu Tierarzneimitteln liberalisieren.
"Die Entwürfe der Kommission für die neue Tierarzneimittelverordnung gehen in die völlig falsche Richtung. Das Parlament muss daraus ein wirksames Instrument zum Schutz der Gesundheit von Mensch, Umwelt und Tier machen – oder das Paket komplett ablehnen.", fordert Karl Bär, Agrarexperte des Umweltinstitut München.
Noch bis zum 15.6. können die Abgeordneten im Umweltausschuss Änderungsanträge stellen. Das Umweltinstitut München hat jetzt ein Papier mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der neuen Tierarzneimittelverordnung an alle Abgeordneten im Europäischen Parlament geschickt.
Das Umweltinstitut München fordert, den Einsatz von Medikamenten in der Tiermast drastisch zu reduzieren: In fünf Jahren könnte der Tierarzneimitteleinsatz in Europa um mehr als 50% sinken.
"Das ist eine realistische Forderung", betont Bär. "Viele Medikamente werden an Tiere vergeben, die gar nicht krank sind, zum Beispiel zur Leistungssteigerung oder weil kranke und gesunde Tiere für die Behandlung nicht getrennt werden. Doch die Hauptursache für den zu hohen Medikamenteneinsatz ist die Massentierhaltung. Die Tiere brauchen Medikamente, weil sie auf engstem Raum stehen und häufig Kontakt zu Fäkalien und Kadavern haben. Das muss sich ändern."
Die wichtigsten Vorschläge des Umweltinstitut München sind:
Der Einsatz von Reserveantibiotika in der Tiermast muss verboten werden.
Tieren dürfen keine Medikamente verabreichet werden, wenn sie nicht krank sind.
Tierärzte und Tierärztinnen dürfen nicht zugleich Rezepte ausstellen und am Verkauf der Medikamente verdienen.
Der Verkauf von Tierarzneimitteln im Internet muss verboten bleiben.
Ausnahmen, die den Einsatz von nicht–zugelassenen Tierarzneimitteln oder sogar Mitteln aus der Humanmedizin erlauben, müssen gestrichen werden.
Die Umweltauswirkungen von Tierarzneimitteln müssen strenger überprüft und erfasst werden.
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12.06.2015 | Autor*in: holler
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