Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

„Es sollte die COP der 'Wahrheit und Umsetzung' sein – geliefert wurde beides nicht“

24.11.2025

In den vergangenen zwei Wochen haben rund 50.000 Menschen aus aller Welt am UN-Klimagipfel COP30 im brasilianischen Belém teilgenommen.

COP30.jpg
COP30 © Raimundo Pacco/COP30

Zu den zentralen Themen zählten die Einhaltung der 1,5-°C-Grenze, die Umsetzung nationaler Klimapläne (NDCs), ein besserer Schutz der Regenwälder, Klimafinanzierung sowie eine stärkere Zusammenarbeit bei der Klimaanpassung.  Die wissenschaftlichen Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström und Ottmar Edenhofer, zum Ausgang der Konferenz.

Johan Rockström, Erdsystemwissenschaftler und Direktor des PIK: 
„Zehn Jahre nach Paris wurde die COP30 als Gipfel der ,Wahrheit und Umsetzung‘ ausgerufen. Wissenschaftlich gesehen wäre das genau richtig gewesen. Doch die in Belém versammelten Staats- und Regierungschefs sind dieser Aufgabe nicht gerecht geworden. Die ,Wahrheit‘ ist: Unsere einzige Chance, 1,5 °C in Reichweite zu halten, besteht darin, die globale Emissionskurve 2026 zu brechen und die Emissionen anschließend jedes Jahr um mindestens 5 Prozent zu senken. ,Umsetzung‘ hätte konkrete Fahrpläne für den beschleunigten Ausstieg aus fossilen Energien und für den Schutz der Natur erfordert. Beides blieb aus, und das trotz einer engagierten, wissenschaftsorientierten und umsichtig agierenden brasilianischen Präsidentschaft. Falsche Hoffnung ist das Letzte, was die Welt in dieser Phase hoher Risiken braucht. In nur fünf bis zehn Jahren werden wir voraussichtlich die 1,5°C-Grenze überschreiten mit gravierenden Folgen für Milliarden Menschen, die unter zunehmenden Wetterextremen leiden, und mit Blick auf mögliche Kipppunkte, etwa im Amazonas oder in den tropischen Korallenriffen. Leider setzt die COP30 die Entwicklung der vergangenen Jahre fort und nährt erneut falsche Hoffnungen. Was wir brauchen, ist echte Umsetzung: ein glaubwürdiger Plan mit wirksamen Politiken und Regulierungen, beginnend mit einem beschleunigten, geordneten und gerechten Ausstieg aus fossilen Energien. Das wäre echte Hoffnung.“


Ottmar Edenhofer, Klimaökonom und PIK-Direktor:
„Die COP30 ist nicht von wegweisenden Beschlüssen geprägt. Die Staaten versprechen zu wenig und selbst diese Zusagen werden nicht eingelöst. Die klaren Botschaften des Weltklimarats (IPCC) dringen offensichtlich nicht ausreichend durch. Und erneut wurde das auf der COP28 vereinbarte Ziel, den Ausstieg aus den fossilen Energien einzuleiten, im Verhandlungstext nicht weiterentwickelt. Dennoch hat die COP30 das Potenzial, sich stärker zu einer Plattform für neue klimapolitische Initiativen zu entwickeln. In Belém wurde etwa diskutiert, wie der Luft- und Seeverkehr besteuert werden könnte. Die Debatte über Klimazölle war kontrovers, hat aber die Verbindung zwischen Klima- und Handelspolitik deutlich gemacht. Eine große Initiative zur Finanzierung des globalen Regenwaldschutzes wurde gestartet, und minilaterale Ansätze, etwa zwischen China und der EU zur Finanzierung von Emissionsminderungen, rücken als Zukunftsoption in den Blick. Auch wenn viele dieser Ansätze noch mit Problemen behaftet sind, bleibt es wichtig, dass die COP ein Ort bleibt, an dem neue Klimaschutzinitiativen angestoßen und weiterentwickelt werden.“

Verwandte Artikel

  • Österreichs Treibhausgas-Emissionen steigen 2025 wieder an
  • Rekordsommer 2026: Oberösterreich erlebt Hitze, Trockenheit und Wetterextreme
  • Extremsommer 2026 kostet Deutschland mindestens 36 Milliarden Euro
  • Parents For Future: „Bremsen ist keine Wirtschaftsstrategie“
  • Jugendliche erkunden schmelzende Gletscher in Tirol
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
24.11.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Projekt „Moor gesund erleben“ in Bad Großpertholz

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Das Belém-Paket der COP30: Das Jahrzehnt der Umsetzung des Paris-Abkommens startet

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 8. September 2026, 70.092 Artikel Online

Weitere Themen

  • Niederösterreich: 3,1 Millionen Kilogramm CO₂ eingespart:
  • Pflanzen auf Europas Bergen: "Hochgebirgsspezialisten" verschwinden mehr und mehr
  • Amazonas: Klimaschutz beginnt in den Städten
  • Klimasozialplan: Gute Ansätze, zu wenig für die Betroffenen
  • Protest gegen geplantes KI-Rechenzentrum in Kronstorf
  • Flutkatastrophe in Nepal: Bevölkerung zahlt verheerenden Preis für wachsende Klimarisiken
  • Mit der Zeitmaschine in die Klimazukunft: Wie gesund leben wir morgen?
  • Rechenzentrum auf Ackerland: Streit um geplante Anlage in Stetten
  • Weniger ist mehr: Freiwillige pflegen Bergwald und Alm hoch über Maria Alm
  • Drei Viertel der Österreicher:innen sorgen sich um Folgen des Klimawandels
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.622 Artikel | Seite 1 von 1.563

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
COP30.jpg

COP30 © Raimundo Pacco/COP30