Erster Großbatteriespeicher in Salzburg: Spatenstich für Schlüsselprojekt der Energiewende
Oberndorf bei Salzburg – Mit dem offiziellen Spatenstich in Oberndorf ist der Startschuss für ein zentrales Infrastrukturprojekt der Energiewende gefallen: Das österreichische Unternehmen Blackvolt Energy errichtet hier den ersten stand-alone Großbatteriespeicher im Bundesland Salzburg. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant.
Die Anlage gilt als wichtiger Meilenstein für die Integration erneuerbarer Energien und für die Stabilität des Stromsystems in Österreich.
Mit dem steigenden Anteil von Wind- und Solarenergie verändert sich das Energiesystem grundlegend: Strom wird zunehmend wetterabhängig produziert – oft dann, wenn er nicht unmittelbar benötigt wird. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Flexibilität, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten.
Genau hier setzen Großbatteriespeicher an. Sie können innerhalb von Millisekunden auf Netzschwankungen reagieren, Energie zwischenspeichern und bedarfsgerecht wieder einspeisen. Dadurch ermöglichen sie es, Stromerzeugung und -verbrauch zeitlich zu entkoppeln, Netzüberlastungen zu vermeiden und erneuerbare Energien effizienter zu nutzen. Auch Systemkosten können gesenkt werden, etwa durch eine geringere Abregelung von Ökostrom.
Der Batteriespeicher in Oberndorf verfügt über eine Leistung von 18 Megawatt und eine Kapazität von 36 Megawattstunden. Damit kann er kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen und einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten.
Zur Einordnung: Eine vollständige Entladung entspricht etwa der Energie, die benötigt wird, um 13.000 Tonnen Wasser 1.000 Meter hoch zu pumpen – oder rund 180.000 Kilometer mit einem Elektroauto zurückzulegen.
Am Spatenstich nahmen neben den Geschäftsführern von Blackvolt Energy – Greg Green, Constantin Vana und Johannes Srajer – auch Vertreter der Landespolitik und der Gemeinde teil.
Für Oberndorf bedeutet das Projekt einen wichtigen Entwicklungsschritt. Bürgermeister Georg Djundja betont:
„Die Entscheidung für diesen Standort zeigt, dass unsere Region attraktiv für Zukunftstechnologien ist. Gleichzeitig leisten wir einen konkreten Beitrag zur Energiewende.“
Auch Blackvolt-CEO Gregory Green unterstreicht die strategische Bedeutung:
„Salzburg ist ein zentraler Knoten im Energiesystem. Gerade hier braucht es leistungsfähige Speicherlösungen. Angesichts der zunehmenden Volatilität auf den europäischen Strommärkten werden Batteriespeicher zu einer Schlüsseltechnologie.“
Besonders wichtig sei dabei die enge Zusammenarbeit mit Land, Gemeinde und Projektpartnern.
Mit dem Projekt stärkt Salzburg seine Rolle als wichtiger Knotenpunkt im österreichischen Energiesystem. Blackvolt plant bereits weitere Batteriespeicherprojekte und will seine Position als einer der führenden Entwickler und Betreiber in Österreich ausbauen.
Landesrat Maximilian Aigner sieht in der Anlage einen zentralen Baustein der Energiewende:
„Ein modernes Energiesystem braucht Erzeugung, Netze und Speicher. Dieses Projekt zeigt, wie erneuerbare Energie optimal genutzt und Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.“
Ab 2027 soll der Speicher in Oberndorf eine zentrale Rolle im regionalen Energiesystem übernehmen und dazu beitragen, Schwankungen aus Wind- und Solarenergie auszugleichen.
Die Blackvolt Energy GmbH mit Sitz in Steyr und Wien ist auf die Entwicklung und den Betrieb von Großbatteriespeichern spezialisiert. Das Unternehmen verfügt über Projekte mit mehr als 300 Megawatt in fortgeschrittener Planung sowie eine Entwicklungspipeline von über 1,2 Gigawatt.
Gegründet 2024, kombiniert Blackvolt lokale Expertise mit internationaler Unterstützung durch Clarence Capital Partners. Ziel ist Aufbau einer leistungsfähigen Speicherinfrastruktur für eine stabile, saubere und unabhängige Energieversorgung in Österreich.
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