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Erst ein Drittel des „Grünen Bandes„ an früherer innerdeutscher Grenze gesichert

30.09.2006

16 Jahre deutsche Einheit – Sicherung des „Grünen Bandes„ ist überfällig

ja © Nationalpark Donau–Auen GmbH
ja © Nationalpark Donau–Auen GmbH
Entlang der ehemaligen Grenzen zwischen Ost und West läuft das „Grüne Band„. Die einst streng gesicherte Zone beherbergt wichtige Biotope.
Die wertvollen Flächen entlang der früheren innerdeutschen Grenze im so genannten „Grünen Band„ sind im 16. Jahr der deutschen Einheit erst zu einem Drittel für den Naturschutz gesichert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mahnt deshalb zügige Verhandlungen zur Übertragung der übrigen Flächen an die Bundesländer an. Uneinigkeiten bei den erforderlichen Naturschutzauflagen verzögerten derzeit die überfällige Sicherung des „Grünen Bandes„, sagte BUND–Geschäftsführer Gerhard Timm in Berlin.
Timm: „Längst sind nicht alle wertvollen Biotope mit ihrem Artenreichtum geschützt. Durch landwirtschaftliche Intensivnutzung wurde bereits rund ein Zehntel des achtzehntausend Hektar großen Biotopverbundes zerstört. Wir appellieren deshalb nachdrücklich an die Bundesregierung und die beteiligten Länder, einen Durchbruch beim Schutz des Grünen Bandes herbeizuführen. Die Zusage der Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD, die in Bundesbesitz befindlichen Naturschutzflächen im Grünen Band nicht zu verkaufen sondern als Nationales Naturerbe zu sichern, muss jetzt eingelöst werden.„
Das von der Ostsee bis ins sächsisch–bayerische Vogtland reichende rund 1400 Kilometer lange „Grüne Band„ an der früheren innerdeutschen Grenze ist Lebensraum für über 600 gefährdete Tier– und Pflanzenarten. Der BUND plant, es zum Kernstück eines „Grünen Bandes Europa„ entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs vom finnischen Eismeer bis zum Schwarzen Meer in Bulgarien zu machen.
Das „Grüne Band Europa„ läuft auch durch Österreich– auch hier ist das „Grüne Band„ ein Thema. Die letzte Jahrestagung des Österreichischen Naturschutzbunds war dem „Grünem Band„ gewidmet.
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30.09.2006 | Autor*in: holler
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