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Erinnerung wachhalten – für eine atomfreie Zukunft!

22.04.2026

40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe

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Atomkraft ist nicht wirtschaftlich © OpenClipart-Vectors pixabay.com

Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine nahe der Grenze zu Belarus. Die sich über weite Teile Europas verbreitende radioaktive Wolke machte der Welt die unkalkulierbaren Risiken der Atomenergie schmerzhaft bewusst. Bis heute leiden unzählige Menschen unter den Langzeitfolgen der Verstrahlung: Krebserkrankungen, Hirninfarkte und Herzinfarkte sowie Herzkreislauferkrankungen und chromosomale Schäden. Hinzu kommen psychische Folgen wegen der Entwurzelung aufgrund derEvakuierung. Die gesundheitlichen Folgen der damaligen radioaktiven Verseuchung, die sich oft in Form eines über Jahrzehnte andauernden, allmählichen Krankheitsprozesses durch radioaktive Niedrigstrahlung manifestieren, werden nur selten ihrer Ursache zugeordnet.


„Der 40. Jahrestag des Super-GAUs ist ein Anlass, der Opfer zu gedenken und die Erinnerung an die Katastrophe wachzuhalten. Die Folgen von Tschernobyl, aber auch der Katastrophen von Fukushima, Harrisburg oder Majak dauern bis heute an. Tschernobyl steht symbolisch für die Unbeherrschbarkeit der Atomenergie – eine Hochrisikotechnologie, deren Auswirkungen keine Ländergrenzen respektieren“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Clausen.



Vor drei Jahren wurde in Deutschland der letzte Atomreaktor abgeschaltet – ein Erfolg jahrzehntelangen Protests und zivilgesellschaftlichen Engagements. „Auf diesen Meilenstein können wir stolz sein. Doch weltweit leben Millionen Menschen weiterhin im Schatten der atomaren Bedrohung, sei es durch AKWs oder Atomwaffen. Unsere Forderung bleibt klar: ein globaler Ausstieg aus der Atomenergie und eine Welt ohne Atomwaffen. Den Versuchen, der Atomenergie nach dem Ende der hiesigen Atomstromproduktion eine Rückkehr zu ermöglichen, erteilen wir eine klare Absage. Die erneuerbaren Energien zeigen, dass ein Leben ohne atomare Bedrohungen und ohne fossile Energien, die in Form der Klimakrise menschliches Leben auf der Erde bedrohen, möglich ist. Unser heutiges Erinnern an Tschernobyl ist ein Appell: Wir dürfen nicht vergessen. Wir gedenken der Verstorbenen, der Entwurzelten und aller Betroffenen in den verstrahlten Gebieten weltweit. Und wir engagieren uns weiter – für eine Welt ohne atomare Bedrohungen!“ betont Dr. med. Angelika Clausen.

Die IPPNW hat anlässlich des Jahrestags eine Fachtagung „Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals – heute – morgen“ durchgeführt, die hier dokumentiert ist:  www.ippnw.de/atomenergie/tagung.html

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