Erhebung: Singles verbrauchen Strom anders
Single–Haushalte haben ein völlig anderes Verbrauchsprofil als Vier–Personen–Haushalte. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer empirischen Erhebung der Energieagentur NRW, die detaillierte Stromverbrauchsdaten von mehr als 28.000 Haushalten ermittelt und ausgewertet hat. Die Auswertung der Daten belegt: Abhängig von der Haushaltsgröße verteilt sich der Stromverbrauch unter–schiedlich auf die Verbrauchsbereiche. So ist bei einem Single der Kühlschrank – statistisch betrachtet – der größte Stromverbraucher, ein Vier–Personen–Haushalt verbraucht den meisten Strom mit dem Wäschetrockner. "Folglich verteilen sich je nach Größe des Haushaltes die Einsparpotentiale auf verschiedene Bereiche", erklärt Tom Wallbaum, verantwortlicher Projektleiter bei der Energieagentur NRW.
Computer, Spülmaschine, Wäschetrockner und Co. – je nach Haushaltsgröße variiert nicht nur die Ausstattung mit Geräten, sondern auch die Nutzung der Geräte erheblich. "Und damit auch ihr Anteil am Gesamtstromverbrauch des Haushaltes", so Wallbaum. Die empirische Datenlage zu den Stromverbräuchen in deutschen Privathaushalten war bislang bescheiden. Zwar kann der interessierte Verbraucher grob–diagnostisch recherchieren, wie er mit seinem Stromverbrauch im Verhältnis zu Haushalten vergleichbarer Größe dasteht. Aber: "Vergleichswerte, die Hinweise darauf liefern, wie der individuelle Stromverbrauch in den einzelnen Verbrauchsbereichen zu bewerten ist, gab es bisher nicht", erklärt Tom Wallbaum.
Computer, Spülmaschine, Wäschetrockner und Co. – je nach Haushaltsgröße variiert nicht nur die Ausstattung mit Geräten, sondern auch die Nutzung der Geräte erheblich. "Und damit auch ihr Anteil am Gesamtstromverbrauch des Haushaltes", so Wallbaum. Die empirische Datenlage zu den Stromverbräuchen in deutschen Privathaushalten war bislang bescheiden. Zwar kann der interessierte Verbraucher grob–diagnostisch recherchieren, wie er mit seinem Stromverbrauch im Verhältnis zu Haushalten vergleichbarer Größe dasteht. Aber: "Vergleichswerte, die Hinweise darauf liefern, wie der individuelle Stromverbrauch in den einzelnen Verbrauchsbereichen zu bewerten ist, gab es bisher nicht", erklärt Tom Wallbaum.
Die wichtigsten Ergebnisse
Die Zahlen der Wuppertaler bestätigen die Ergebnisse aus einschlägigen Untersuchungen (z.B. VDEW). Wallbaum: "Das ist ein aussagekräftiges Indiz für die Qualität unserer Erhebung." Über alle Haushaltsgrößen betrachtet ergibt sich folgendes Bild: Sechs Bereiche machen mit gut 66 Prozent fast zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs aus – Büro (12,2 %), Warmwasser (11,5 %), TV/Audio und Beleuchtung (je 11,1 %), Kühlen (10,3 %) und Trocknen (10,1 %). Dagegen spielen die anderen sechs Bereiche – Kochen (8,4 %), Umwälzpumpe (5,6 %), Gefrieren und Spülen (je 5,4 %), Waschen (5,1 %) und Diverses (3,9 %) – eine relativ unbedeutende Rolle, zusammengerechnet machen sie nur rund ein Drittel des Stromverbrauchs aus. Allerdings lohnt ein genauerer Blick. Denn abhängig von der Haushaltsgröße sind die Abweichungen von diesen Durchschnittswerten bisweilen enorm. "Deshalb haben wir die Stromverbrauchsdaten nicht nur nach zwölf Verbrauchsbereichen, sondern zusätzlich nach sechs Haushaltsgrößen ausgewertet. Und mit dieser differenzierten Auswertung betritt die Energieagentur NRW empirisches Neuland", so Wallbaum.
Die Daten machen deutlich, dass verschiedene Haushaltsgrößen unter–schiedliche Verbrauchsprofile haben. So gilt für Single–Haushalte, die am stärksten vom Durchschnitt aller Haushaltsgrößen abweichen: In den sechs Bereichen Kühlen (17,8 %), Warmwasser (15,0 %), Büro (14,6 %), TV/Audio (13,6 %), Beleuchtung (10,1 %) und Kochen (7,6 %) zahlt sich energiebewusstes Kauf– und Nutzerverhalten besonders deutlich aus – diese Bereiche machen in Single–Haushalten fast vier Fünftel des Stromverbrauchs aus (78,7 %). Dagegen lässt sich durch eine Optimierung der Bereiche Umwälzpumpe (4,4 %), Gefrieren und Diverses (je 3,8 %), Waschen (3,7 %), Trocknen (3,3 %) und Spülen (2,3 %) die Stromrechnung kaum spürbar reduzieren. Das heißt: Mit Ausnahme des Kühlschranks birgt die "Weiße Ware" bei Singles kein großes Energiesparpotenzial. In Vier–Personen–Haushalten dagegen haben die Bereiche Trocknen (12,1 %), Büro (11,5 %), Beleuchtung (11,4 %), TV/Audio (10,5 %), Warmwasser (10,2 %), Kochen (8,8 %) und Kühlen (8,4 %) die mit Abstand größten Anteile am Stromverbrauch. Relativ gering sind die Anteile von Spülen (6,4 %), Umwälzpumpe (6,2 %), Gefrieren (5,8 %), Waschen (5,5 %) und Diverses (3,4 %). Wallbaum: "Obwohl sich Energiesparen grundsätzlich auszahlt – wenn Vier–Personen–Haushalte ihre Stromkosten merklich reduzieren möchten, sollten sie ihr Augenmerk vor allem auf die zuerst genannten Bereiche richten, die zusammen fast drei Viertel desStromverbrauchs ausmachen."
Die Daten machen deutlich, dass verschiedene Haushaltsgrößen unter–schiedliche Verbrauchsprofile haben. So gilt für Single–Haushalte, die am stärksten vom Durchschnitt aller Haushaltsgrößen abweichen: In den sechs Bereichen Kühlen (17,8 %), Warmwasser (15,0 %), Büro (14,6 %), TV/Audio (13,6 %), Beleuchtung (10,1 %) und Kochen (7,6 %) zahlt sich energiebewusstes Kauf– und Nutzerverhalten besonders deutlich aus – diese Bereiche machen in Single–Haushalten fast vier Fünftel des Stromverbrauchs aus (78,7 %). Dagegen lässt sich durch eine Optimierung der Bereiche Umwälzpumpe (4,4 %), Gefrieren und Diverses (je 3,8 %), Waschen (3,7 %), Trocknen (3,3 %) und Spülen (2,3 %) die Stromrechnung kaum spürbar reduzieren. Das heißt: Mit Ausnahme des Kühlschranks birgt die "Weiße Ware" bei Singles kein großes Energiesparpotenzial. In Vier–Personen–Haushalten dagegen haben die Bereiche Trocknen (12,1 %), Büro (11,5 %), Beleuchtung (11,4 %), TV/Audio (10,5 %), Warmwasser (10,2 %), Kochen (8,8 %) und Kühlen (8,4 %) die mit Abstand größten Anteile am Stromverbrauch. Relativ gering sind die Anteile von Spülen (6,4 %), Umwälzpumpe (6,2 %), Gefrieren (5,8 %), Waschen (5,5 %) und Diverses (3,4 %). Wallbaum: "Obwohl sich Energiesparen grundsätzlich auszahlt – wenn Vier–Personen–Haushalte ihre Stromkosten merklich reduzieren möchten, sollten sie ihr Augenmerk vor allem auf die zuerst genannten Bereiche richten, die zusammen fast drei Viertel desStromverbrauchs ausmachen."
"Stromcheck": Datenerhebung und Energieberatung zugleich
Die Energieagentur NRW hat die Daten mit Hilfe des "Stromchecks für Haushalte" erhoben, den sie im letzten Jahr auf ihre Internetseiten gestellt hat (www.ea–nrw.de/haushalt/energiecheck). Dieser Check ist ein interaktives Befragungstool und Berechnungsprogramm und berücksichtigt zwölf Verbrauchsbereiche – vom Kühlen und der PC–Nutzung bis hin zu Besonderheiten wie Wasserbetten oder Aquarien. Für jeden Bereich fragt der Stromcheck individuelle Ausstattung und persönliche Nutzungsgewohnheiten ab. Als Ergebnis liefert der Check eine Gegenüberstellung der individuellen Verbräuche mit Durchschnittsverbräuchen – und hier bietet er völlig neuartige Berechnungen: Der Stromcheck berechnet nicht nur den individuellen Gesamtstromverbrauch und stellt ihn einem bundesweiten Durchschnittsverbrauch der entsprechenden Haushaltsgröße gegenüber. Er errechnet außerdem alle individuellen Teilverbräuche und vergleicht auch sie mit den durchschnittlichen Verbrauchswerten von Haushalten entsprechender Größe. Weil bislang bundesweit keine Durchschnittswerte für die Stromverbrauchsbereiche im Privathaushalt existierten, berechnet der Stromcheck diese Vergleichswerte selbst: Grundlage sind die Verbrauchsdatensätze aller durchgeführten Checks, die in einer Datenbank gespeichert und nun erstmals ausgewertet wurden.