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Erfolgsstory: Umweltschutz im Betrieb

11.05.2007

Betriebe und Umweltschutz – ein Widerspruch? Schon längst nicht mehr

Angesichts steigender Umweltprobleme wollen auch immer mehr Betriebe einen freiwilligen Beitrag leisten. Der Vorteil: Dies ist meist mit handfesten Kosteneinsparungen verbunden. "die umweltberatung" unterstützt Betriebe fachlich bei der Planung und Durchführung von Umweltschutzmaßnahmen.
„Freiwillige Umweltschutzmaßnahmen sind für Betriebe schon lange keine bloße Imagesache mehr – mit Umweltschutzmaßnahmen lassen sich auch handfeste Einsparungen z.B. beim Energieverbrauch oder beim Einkauf erzielen„, erklärt Umweltberaterin Johanna Leutgöb. "die umweltberatung" unterstützt Betriebe dabei, effiziente Maßnahmen zu finden und umzusetzen. Möglich ist diese für Betriebe kostengünstige Beratung durch den ÖkoBusinessPlan Wien.

Zertifizierung und Rechtssicherheit

Neben der Planung und Durchführung umweltrelevanter Maßnahmen gewinnen die Betriebe durch die Beratung auch Rechtssicherheit, da die umweltrelevanten rechtlichen Bestimmungen durchforstet werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Beratungsprozesses erhält der Betrieb eine Auszeichnung der Stadt Wien und ist als Umweltmusterbetrieb zertifiziert. Am 15. März 2007 werden neue Betriebe von der Stadt Wien geehrt, unter anderem auch der Verein „Jugend am Werk„.
Gut beraten: Jugend am Werk
"die umweltberatung" hat im Jahr 2006 die gemeinnützige Behindertenorganisation „Jugend am Werk – Wohnheim und Werkstätte Herzmanskystraße„ im Rahmen des ÖkoBusinessPlans Wien beraten. Insgesamt leben und arbeiten in dieser Einrichtung über 150 Personen. „Das Team von Jugend am Werk hat sich sehr engagiert, gemeinsam konnten wir vor allem in den Bereichen Abfall und Reinigung wirkungsvolle Maßnahmen umsetzen„, berichtet Johanna Leutgöb. Mit Hilfe von "die umweltberatung" erstellte der Betrieb ein Abfallwirtschaftskonzept und optimierte die Abfalltrennung, was bei behinderten Menschen besonders klare und verständliche Anleitungen erfordert.
Ein weiterer Beratungsschwerpunkt war der Bereich Reinigung: Die Produktpalette wurde durchforstet und stark reduziert – das bringt Kosteneinsparungen und einen verbesserten Gesundheitsschutz für das Reinigungspersonal. Auch im Energiebereich sind Maßnahmen geplant: Ein 18 Jahre alter Gaskessel und ein Industriespüler sollen demnächst getauscht werden, das wird beträchtliche Energieeinsparungen bringen.
Weniger Kosten und vereinfachte Arbeitsabläufe
Helga Auböck, die Leiterin des Wohnheims erzählt: „Durch Abfallvermeidung erübrigt sich bereits ein beachtlicher Teil der Mülltrennung. Dass unser Betrieb nun umweltfreundliche Produkte kauft und auf unnötige Produkte ganz verzichtet, ist ein Erfolg dieses Projektes und trägt nicht zuletzt auch zur Kostenreduzierung bei. Das Projekt wurde sowohl von den BewohnerInnen als auch von den MitarbeiterInnen sehr positiv aufgenommen„.
Mag. Teresa Krajny, Leiterin der Werkstätte, hat mit Unterstützung von "die umweltberatung" die Gebäudereinigung umgekrempelt: „Natürlich war die Kosteneinsparung bei meinen Überlegungen ein wichtiger Faktor. Noch wichtiger waren jedoch die Reduzierung der Umweltbelastung und die Vereinfachung der Arbeitsabläufe für das Reinigungspersonal und für Menschen mit Behinderungen, die im Bereich Reinigung bei uns tätig sind. Statt ursprünglich acht Reinigungsmittel werden jetzt drei angewendet, und die sind besonders umweltschonend.„

Know–how für Betriebe

"die umweltberatung" bietet für Betriebe Beratung, Vorträge, Workshops und Seminare an. Im Rahmen des ÖkoBusinessPlans Wien berät "die umweltberatung" vor allem Betriebe und Organisationen aus dem Non Profit Bereich.
Der ÖkoBusinessPlan ist ein Beratungsförderungsprogramm der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 für Betriebe. In diesem Programm kooperieren auch die Wirtschaftskammer Wien, das Wifi–Wien, das Lebensministerium, die Arbeiterkammer, der ÖGB, die Gewerbetechnischen Sachverständigen der MA 36 und die Magistratischen Bezirksämter. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union unterstützt.
Quelle: Umweltberatung Wien
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11.05.2007 | Autor*in: holler
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