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Erfolgreiche City–Maut in Stockholm: Minus 20 Prozent Verkehr, 30 bis 50 % weniger Staus!

25.08.2006

VCÖ für Stadt–Maut in Wien, Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck und Klagenfurt

Die City–Maut in Stockholm hat sich erfolgreich bewährt. Der Verkehr in der Mautzone ist um 20 Prozent zurück gegangen, die Stauzeiten um 30 bis 50 Prozent und die Emissionen um 14 Prozent. Vor kurzem endete der siebenmonatige Pilotversuch der City–Maut in Stockholm, im September entscheidet eine Volksabstimmung über die Einführung der City–Maut. Der VCÖ hält eine Stadt–Maut in Österreich für Wien, Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck und Klagenfurt für sinnvoll.
„Nach London hat die City–Maut auch in Stockholm ihre Bewährungsprobe erfolgreich bestanden. Die Stauzeiten sind um 30 bis 50 Prozent zurückgegangen. Der Verkehr wurde flüssiger, die Menschen sind dank City–Maut schneller am Ziel„, erklärt VCÖ–Experte DI Martin Blum zur Bilanz der City–Maut in Stockholm. Der siebenmonatige Pilotversuch endete planmäßig, am 17. September entscheidet Stockholms Bevölkerung bei einer Volksabstimmung über die Einführung.
Die Stockholmer haben seit Einführung der City–Maut in der bemauteten Zone um 30 bis 50 Prozent weniger Zeit im Stau verloren. Die Schadstoffbelastung ist in der Mautzone um 14 Prozent gesunken, in der gesamten Stadt Stockholm um rund drei Prozent. Die Zustimmung zur City–Maut ist in Stockholm ist von 44 Prozent im Jänner auf 54 Prozent gestiegen.
Der VCÖ hält auch für Österreichs Ballungsräume eine City–Maut für sinnvoll. Eine VCÖ–Studie zeigt, dass allein nach Wien täglich 215.000 Personen pendeln, jeder zweite mit dem Auto. In Graz finden täglich 550.000 Autofahren statt. Nach Salzburg kommen täglich mehr als 30.000 Pendler mit dem Auto. In Klagenfurt hat die Zahl der Autopendler in den letzten fünfzehn Jahren um 40 Prozent zugenommen. „Die Stadtbevölkerung leidet unter den Abgasen, die Autofahrer stehen im Stau, den Betrieben entsteht ein großer Schaden, wenn ihr Fuhrpark im Stau Zeit und Geld verliert„, weist VCÖ–Experte Blum auf die Folgen der Verkehrsüberlastung hin.
Der VCÖ spricht sich für eine zeitlich gestaffelte City–Maut in Österreichs Ballungsräumen aus. „Ziel der City–Maut ist es, die Staus zu verringern. Zum einen dadurch, dass mehr Personen auf Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, Fahrgemeinschaften bilden oder bei kurzen Strecken das Fahrrad benützen. Zum anderen führen je nach Tageszeit unterschiedliche Tarife dazu, dass sich der Verkehr besser verteilt. Eine Stadt–Maut ist im Grunde genommen eine Anti–Stau–Maut„, betont VCÖ–Experte Blum. Laut VCÖ–Vorschlag soll der Tarif für die Stadteinfahrt je nach Tageszeit zwischen null und rund zwei Euro kosten.
Mit den Einnahmen aus der Stadt–Maut könnten die Bus– und Bahnverbindungen verbessert und ausgebaut werden. „Angesichts der steigenden Erdölpreise ist die Politik gefordert, langfristige Lösungen zur Sicherung der Mobilität der Menschen zu forcieren. Je stärker die Ölpreise steigen, umso wichtiger ist der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs„, stellt VCÖ–Experte Blum fest.

VCÖ: City–Maut in Stockholm erfolgreich

(Evaluierungsbericht der Expertenkommission der Stadt Stockholm)
Verkehrsreduktion: 20 Prozent
Stauzeiten: minus 30 bis minus 50 Prozent
Abgasbelastung Mautzone: minus 14 Prozent
Abgasbelastung Stockholm gesamt: minus 3 Prozent
Erwartete Verringerung der bei Verkehrsunfällen verunglückten: minus 5 bis 10 Prozent
Quelle: Stadt Stockholm, VCÖ 2006
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25.08.2006 | Autor*in: holler
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