Energiewende trifft Landwirtschaft: Hybridkraftwerk Parndorf vereint Wind, Sonne und Speicher
Das Agri-PV-Hybridkraftwerk von oekostrom AG, Green Planet Energy eG und Stadtwerke Hartberg speist bereits erste erzeugte Megawattstunden ins Netz ein. Mit einer Gesamtleistung von 17 MWp wird die Anlage im Vollausbau rund 6.320 Haushalte mit sauberem Strom versorgen.
Das Besondere: In Parndorf werden Photovoltaik, Windkraft, Landwirtschaft und künftig auch Batteriespeicher auf gemeinsamer Infrastruktur kombiniert. Durch die intelligente Verbindung von Wind- und Sonnenenergie erhöht sich die jährliche Betriebsdauer von rund 2.000 auf etwa 4.000 Stunden. Wind und Sonne ergänzen sich saisonal wie auch tageszeitlich – ein klarer Effizienzgewinn für die Energiewende.
Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Mehrfachnutzung bestehender Netzanschlüsse und Ableitungen. Die Solarmodule sind so ausgerichtet, dass sie dem Sonnenverlauf von Ost nach West folgen. Dadurch wird die Stromproduktion gleichmäßig über den Tag verteilt und typische Mittagsspitzen werden vermieden. Gleichzeitig spart die Anbindung an bestehende Windkraft-Infrastruktur zusätzliche Ressourcen und Kosten.
Auch ökologisch setzt das Projekt Akzente: Die Flächen zwischen den Solarmodulen werden künftig von Schafen beweidet. Dieses Konzept verbindet Energieproduktion mit landwirtschaftlicher Nutzung und fördert zugleich die Biodiversität.
Als nächster Entwicklungsschritt ist ein Batteriespeicher geplant. Das entsprechende Projekt wurde im Dezember 2025 bei der Behörde eingereicht. Der Speicher soll die Einspeisung flexibler machen und den systemischen Nutzen für das Energiesystem weiter erhöhen.
Mit dem Hybridkraftwerk in Parndorf entsteht damit ein regional verankertes Vorzeigeprojekt, das erneuerbare Energiequellen effizient bündelt, landwirtschaftliche Nutzung integriert und Wertschöpfung in der Region sichert.