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Energiesparen im Krankenhaus

11.04.2006

Kliniken mit mehreren hundert Betten brauchen große Mengen Energie für Heizung, Warmwasser, Lüftung und den Betrieb elektronischer Geräte – Wo und wie sich effektiv Energie einsparen lässt, zeigt ein Vergleich von Kennzahlen

Das Wichtigste für die Patienten im Krankenhaus sind kompetente Ärzte und moderne Medizintechnik. Doch das medizinische System funktioniert nicht ohne Infrastruktur. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Energieversorgung: Sie sorgt dafür, dass der Aufzug geht, der OP–Raum beheizt und kontinuierlich belüftet ist und die elektronischen Geräte störungssicher mit Strom versorgt werden. Die Anforderungen an die Energieversorgung ändern sich stetig – zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus umgebaut oder vergrößert wird oder sich auf bestimmte medizinische Anwendungen spezialisiert. Vor allem in älteren Bauten sind die Versorgungsanlagen nicht mehr optimal auf den aktuellen Bedarf abgestimmt. Die Folge sind hohe Kosten, die sich durch effizientere Energiekonzepte reduzieren ließen.
Doch wer sparen will, muss erst einmal die Strukturen kennen und wissen, welche Faktoren den Energieverbrauch beeinflussen. Bisher wurden solche Daten selten gesammelt. Jetzt soll ein Forschungsprojekt des Fraunhofer–Instituts für Umwelt–, Sicherheits– und Energietechnik UMSICHT die Informationen liefern, die für die Energieoptimierung nötig sind. "Wichtig sind zunächst umfangreiche Lastgangmessungen in allen energierelevanten Verbrauchssektoren", erklärt Projektleiter Carsten Beier, "denn sie zeigen, ob eine Anlage optimal betrieben wird oder ob es Einsparmöglichkeiten gibt".
In Verbindung mit einer Bestandsaufnahme lässt sich der Energiebedarf beurteilen. Im nächsten Schritt kann man die Betriebsparameter optimieren oder die Auslastung erhöhen. Das kommt den 20 Krankenhäusern, die sich an dem Forschungsprojekt beteiligen, direkt zugute. Die Ergebnisse fließen in weitere Untersuchungen ein : In dem Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte wird, werden aussagekräftige Energie–Kennzahlen ermittelt, die spezifische Eigenheiten berücksichtigen. Carsten Beier: "Wir wollen herausfinden, wie der Energieverbrauch von den Eigenschaften des Krankenhauses abhängt: Dann können wir Häuser mit unterschiedlichen Aufgaben wie eine Augenklinik oder eine Chirurgische Unfallklinik vergleichen".
Die Ergebnisse des Projekts will Beier in einem Expertenkreis mit den Technischen Leitern von Kliniken diskutieren. Am Ende sollen dann Best–Practice–Lösungen für energieeffiziente Krankenhäuser stehen.
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2006/04/Mediendienst42006Thema6.jsp
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11.04.2006 | Autor*in: holler
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