Energiemonopolitik a la Austria
Sehr geehrte EnergieinteressentInnen,
seit Jahren bewegt sich die Energiewende in Österreich im Kriechgang. Das ist zu analysieren und zu diskutieren, damit eine genaue Bestandsaufnahme eine effizientere Energiewende erlaubt. Der folgenden Analyse sind sehr viele Gespräche voran gegangen. Sie ist kein schneller Hüftschuss.
Zwei Hauptursachen der schleppenden Energiewende in Österreich sind zu nennen.
1. Energiemonopolitik a la Austria
Jedes Windrad knabbert an den Monopolstellungen der EVU, jede Photovoltaikanlage schmälert deren Gewinne.
Die Politik lebt existentiell von den Gewinnen der EVU, die im Landes– und/oder Bundeseigentum stehen. Folglich sitzen beide Seiten, die EVU und die Politik, in einem Boot und rudern in ein und dieselbe Richtung: maximale Abhängigkeit möglichst vieler Kunden für maximalen EVU–Profit, welcher maximale Budgetmittel ergibt.
Die Wahl der Primärenergieträger und die Kosten für die Kunden ist diesen Zielen, dezent formuliert, untergeordnet. Nicht verwunderlich also, dass der heimische Wirtschaftszweig, der mit der Politik am engsten verbunden ist, der Energiesektor ist. Und Versorgungssicherheit hat demnach eine Zweitbedeutung, nämlich die, für viele (ausgediente) PolitikerInnen in EVU – interimistisch oder auf Dauer – einen gut(!) dotierten Job zu finden.
2. Schwächelnde Energiewende–Aktivitäten
Blöderweise wird der Energiemonopolitik ihr Treiben auch noch leicht gemacht, allzu leicht. Denn die diversen Aktivitäten von einschlägigen, nennen wir sie Energiewende–Akteuren (Unternehmen, Verbände, Kleingruppen und Einzelkämpfer) sind der Energiemonopolitik entweder nicht oder nur mangelhaft gewachsen. Bisher fanden die aufgezählten Akteure nicht so weit zusammen, dass sie dauerhaft zu einer nicht mehr ignorierbaren Größe und Kraft geworden wären, die sie jedoch längst sind, und noch dazu die breite Bevölkerung längst hinter sich haben!!
Wer vergleichsweise die Lage und Wirkung in der BRD studiert, weiß rasch, wovon die Rede ist, wie man es machen könnte und welche Erfolge eintreten würden. Übrigens: Artikel über diese Unfähigkeit zur strategischen Zusammenarbeit hierzulande tauchen immer wieder einmal auf; das Problem ist alles andere als neu.
Salopp auf den Punkt gebracht kochen viele ihre eigene Suppe, wofür sie verschiedenste tolle Motive und Argumente haben. Aber nachhaltig stehen singuläre Befindlichkeiten vor vereinten Kräften! Der Energiewendeweg in Österreich beweist bis heute, dass Erfolg anders aussehen würde – dieser Kritik kann sich niemand entziehen. Ich orte, wie in der Politik, bei den Energiewende–Akteuren Schwäche und Mutlosigkeit.
3. Zukunftsaussichten
Schaut man nüchtern auf die Taten der Bundes– und Länderpolitik, keimt – mit wenigen Ausnahmen – keine Hoffnung auf, sie würden die Energiewende angemessen ernst nehmen. Wahrscheinlich wird mit Vollgas im Leerlauf weitergewurschtelt werden.
Dasselbe trifft auf die Energiewende–Akteure zu: keine Anzeichen einer strategischen Neuausrichtung, ganz und gar nicht, aber immer alle geschäftig und motiviert unterwegs, ohne je in die Nähe einer Kritischen Masse zu kommen.
Das nennt man eine höchst beruhigende Pattstellung für die Energiemonopolitik!
Dürfte ich nicht täglich mithelfen, dass Menschen ihre Energieautonomie mittels Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbarer Energieanlagen in kleinen oder großen Schritten verwirklichen, müsste ich depressiv werden.
Die Effizienz dieser Schritte hängt allerdings unmittelbar an den politischen Rahmenbedingungen, lehrt die tägliche Erfahrung.
Bereit für eine SUBSTANZIELLE Energiewende, und Sie/Du?
Herzlichst Ihr
Dr. Fritz Binder–Krieglstein
[office@renewable.at]
seit Jahren bewegt sich die Energiewende in Österreich im Kriechgang. Das ist zu analysieren und zu diskutieren, damit eine genaue Bestandsaufnahme eine effizientere Energiewende erlaubt. Der folgenden Analyse sind sehr viele Gespräche voran gegangen. Sie ist kein schneller Hüftschuss.
Zwei Hauptursachen der schleppenden Energiewende in Österreich sind zu nennen.
1. Energiemonopolitik a la Austria
Jedes Windrad knabbert an den Monopolstellungen der EVU, jede Photovoltaikanlage schmälert deren Gewinne.
Die Politik lebt existentiell von den Gewinnen der EVU, die im Landes– und/oder Bundeseigentum stehen. Folglich sitzen beide Seiten, die EVU und die Politik, in einem Boot und rudern in ein und dieselbe Richtung: maximale Abhängigkeit möglichst vieler Kunden für maximalen EVU–Profit, welcher maximale Budgetmittel ergibt.
Die Wahl der Primärenergieträger und die Kosten für die Kunden ist diesen Zielen, dezent formuliert, untergeordnet. Nicht verwunderlich also, dass der heimische Wirtschaftszweig, der mit der Politik am engsten verbunden ist, der Energiesektor ist. Und Versorgungssicherheit hat demnach eine Zweitbedeutung, nämlich die, für viele (ausgediente) PolitikerInnen in EVU – interimistisch oder auf Dauer – einen gut(!) dotierten Job zu finden.
2. Schwächelnde Energiewende–Aktivitäten
Blöderweise wird der Energiemonopolitik ihr Treiben auch noch leicht gemacht, allzu leicht. Denn die diversen Aktivitäten von einschlägigen, nennen wir sie Energiewende–Akteuren (Unternehmen, Verbände, Kleingruppen und Einzelkämpfer) sind der Energiemonopolitik entweder nicht oder nur mangelhaft gewachsen. Bisher fanden die aufgezählten Akteure nicht so weit zusammen, dass sie dauerhaft zu einer nicht mehr ignorierbaren Größe und Kraft geworden wären, die sie jedoch längst sind, und noch dazu die breite Bevölkerung längst hinter sich haben!!
Wer vergleichsweise die Lage und Wirkung in der BRD studiert, weiß rasch, wovon die Rede ist, wie man es machen könnte und welche Erfolge eintreten würden. Übrigens: Artikel über diese Unfähigkeit zur strategischen Zusammenarbeit hierzulande tauchen immer wieder einmal auf; das Problem ist alles andere als neu.
Salopp auf den Punkt gebracht kochen viele ihre eigene Suppe, wofür sie verschiedenste tolle Motive und Argumente haben. Aber nachhaltig stehen singuläre Befindlichkeiten vor vereinten Kräften! Der Energiewendeweg in Österreich beweist bis heute, dass Erfolg anders aussehen würde – dieser Kritik kann sich niemand entziehen. Ich orte, wie in der Politik, bei den Energiewende–Akteuren Schwäche und Mutlosigkeit.
3. Zukunftsaussichten
Schaut man nüchtern auf die Taten der Bundes– und Länderpolitik, keimt – mit wenigen Ausnahmen – keine Hoffnung auf, sie würden die Energiewende angemessen ernst nehmen. Wahrscheinlich wird mit Vollgas im Leerlauf weitergewurschtelt werden.
Dasselbe trifft auf die Energiewende–Akteure zu: keine Anzeichen einer strategischen Neuausrichtung, ganz und gar nicht, aber immer alle geschäftig und motiviert unterwegs, ohne je in die Nähe einer Kritischen Masse zu kommen.
Das nennt man eine höchst beruhigende Pattstellung für die Energiemonopolitik!
Dürfte ich nicht täglich mithelfen, dass Menschen ihre Energieautonomie mittels Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbarer Energieanlagen in kleinen oder großen Schritten verwirklichen, müsste ich depressiv werden.
Die Effizienz dieser Schritte hängt allerdings unmittelbar an den politischen Rahmenbedingungen, lehrt die tägliche Erfahrung.
Bereit für eine SUBSTANZIELLE Energiewende, und Sie/Du?
Herzlichst Ihr
Dr. Fritz Binder–Krieglstein
[office@renewable.at]