Emmisionsfreie Woche der Islamischen Föderationen: Zu Fuß, mit dem Rad und öffentlich zur Moschee
Die Aktionswoche fällt bewusst mit der Europäischen Mobilitätswoche zusammen, die heuer unter dem Motto „Mobilität für alle Generationen" steht. „Genau darum geht es auch in unseren Moscheeeinrichtungen", sagt Abdi Taşdöğen, Sprecher der Islamischen Föderationen in Österreich. „In der Moschee treffen sich Kinder, Jugendliche, Berufstätige und Ältere. Wenn wir gemeinsam überlegen, wie wir diesen Weg zurücklegen, ist das gelebte Nachbarschaft und Klimaschutz zugleich."
Umweltverantwortung wird in dieser Woche großgeschrieben. „Der sorgsame Umgang mit den Ressourcen ist keine Modeerscheinung, sondern religiöse Verantwortung. Der Mensch ist Treuhänder der Schöpfung, nicht ihr Eigentümer", so Taşdöğen. „Verschwendung zu vermeiden und niemandem Schaden zuzufügen – das steht im Zentrum unseres Glaubens und trifft sich mit dem, was der Klimaschutz von uns allen verlangt."
Allein in Wien, das bis 2040 klimaneutral werden will, besuchen wöchentlich mehrere tausend Menschen die Moscheen der Islamischen Föderationen. Begleitet wird die Woche durch Plakate, Informationsmaterial und Beiträge in den sozialen Medien; einzelne Moscheeeinrichtungen organisieren gemeinsame Rad- und Fußgruppen zum Freitagsgebet.
„Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Viele bleiben nach der Aktionswoche beim Rad oder bei den Öffis. Genau das ist unser Ziel – nicht eine Woche Symbolik, sondern eine dauerhafte Gewohnheit", sagt Taşdöğen.